Nur fort, nur fort


Eilenden Schrittes durch nebelfeuchte Gassen,
ein trocknes Lachen zieht durch sein Gemüt.
Er fragt sich, wann fing er an zu hassen,
was einstmals so liebend ihn berührt.

Die dunkle Stille lässt ihn innehalten
auf seiner Flucht vor der Mischung sie und er.
Zu kurz die Leine, zu straff gehalten,
da half auch kein Hafersüppchen mehr.

Denn alles was ihm schien ehdem glühend,
ihm jetzt doch nur den letzten Atem klaubt.
Nun vorwärts! Er muss weiter fliehen,
bevor der Zweifel ihm seine Sinne raubt.

Lag nicht dort unten an dem nächtlich Ufer,
der kleine Kahn, den sie damals fanden?
Fast hört er noch ihr übermütig, lachend Rufen
als kenternd sie beide in dem Flusse landen.

Nein vorwärts - er will nicht mehr träumen.
Die alten Bilder - sind schon lange trüb.
Einfach zu vieles gab es zu versäumen
das letztlich in ihnen nur die Kälte blieb.

Nur fort, nur fort von all der drückend' Enge,
den scharfen Schnitten, das Lachen weg.
Wem nützte es? Es doch so nicht gelänge.
Der Blick zurück, er hätte keinen Zweck

Ein letztes Mal, hält er noch zaudernd inne,
lauscht innenwärts dem Klang vom Glück.
Zu ihr gezogen, mit jedem seiner Sinne -
beschwingt, leichtfüßig führt ihn sein Weg

- zurück



veredit©08-09


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