Moorsee




kein Windhauch
tiefschwarz, atemlos
lockender Onyxspiegel

träg‘ schwankt das Riet
blass fließt das Licht, weiß
klingt Salomones Siegel

fahlgelb
der Tanz der Birken
ein Auerhahn schräg lacht

die Jungfern
ihre Kreise wirken
gib auf den Tritt fein acht

und huscht
ein Schatten grau
durch schäumendes Geginster

dann raunt der See
dir ahnungsvoll -
die Wolken drohen finster

vom Grund her
mahnen Glocken
an längst versunk‘ne Zeit

sanft schließt
das Moor die Lippen -
wahrt die Vergangenheit



veredit©09


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Kommentare:

  1. Ein schönes Naturgedicht, das trefflich die Unheimlichkeit des Ortes beschreibt. Freiwillig geht man da nicht hin.

    tjm.

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  2. danke Dir lieber Reinhard, auf sicheren, markierten Wegen bin ich schon sehr gern an diesen "verzauberten" Orten, trotz oder gerade durch ihren "gefährlichen" Ruf haben sie eine magische Stille und tiefe Schönheit und was noch wichtiger ist in der heutigen Zeit, sie sind auch noch Orte der Einsamkeit, an denen man das "Wirken" der Natur intensiv erleben kann.

    liebe Grüße und danke für Deinen netten Kommentar
    Isabella

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