Frostnacht









Des Winters Stimme
atmet Eis in die Nacht,
diamantenes Geflocke
wispert auf trockenem Blatt.

Schlaf will nicht kommen
vor lauter Glitzern.
Lauernd zwinkern
die kalten Laternen.

Rhythmisch fauchen
die weißen Windriesen -
und Nordost pfeift schräg
zum Wolkenritt
über Birkenskelette.

Doch mich schreckt es nicht.
Mit Worten werde
ich mich wärmen und
wohlige Winkel schaffen,
für dich und mich.

Des Winters Stimme
atmet Eis in die Nacht -






veredit©10



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Kommentare:

  1. Liebe, gute Isabella,

    ich war heut Morgen auch unterwegs, puderzuckrige Birken, ein Glitzern
    durch die Sonne - ein Blick, den du
    hier so toll beschrieben hast ja,
    deine Worte wärmen, trotz Winter
    oder gerade deshalb auch...
    Hier braucht es keine Einstimmung, sie ist
    einfach gegeben, deine Worte sprechen in
    Bildern - wunderbar...

    ich drück dich lieb, Rachel

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  2. Danke Dir Du Liebe,

    ja, ich denke auch, das Bild braucht es nicht und es passt auch nicht so recht zum Text. Ich werde es entfernen.

    ganz liebe zurückdrück

    Isabella

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  3. Die dritte Strophe gefällt mir ausnehmend gut.
    Gruß
    Petros

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  4. Ja! So fühlt es sich an. So schön muss es sein! Danke für diese schönen Worte bei diesem Wetter!

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  5. Lieber Petros, es ist auch meine Lieblingsstrophe, da ist am meisten von dem drin, was ich hier an "unserer" Gegend so sehr liebe - im Winter, wie in jeder Jahreszeit.

    Lieber Gruß
    Isabella

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  6. Lach liebe Mi, ja, dieser Winter war wirklich ergiebig mit seinen Bildern - aber nun scheint es ja, dass wir uns langsam doch in Richtung Frühlingsgedichte bewegen dürfen - na ja, hoffen dürfen wir ja. Ich freue mich sehr, sehr, dass der Text Dir gefällt.

    Isabella

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  7. Liebe Isabella, endlich, an meinem freien Tag, komme ich dazu, etwas zu Deinem schönen Gedicht zu sagen. Ich habe es einige Male gelesen und es ist, von all den Gedichten, die ich bisher von Dir kenne, mein liebstes geworden. Diese hoffnungsvolle Stimmung spricht ich mich einfach im Moment auch besonders intensiv an. Deine Gedichte haben auch oft, und dies gefällt mir sehr, etwas Märchenhaftes an sich und vielleicht wirst Du lächeln, wenn ich im ersten Moment an Harry Potter und den "Fahrenden Ritter" denken musste. Die Szene, als er sein - schreckliches - Ersatz-Zuhause aus Verzweiflung verliess und alleine stand im Dunkeln und im Wind, hatte mich irgendwie doch sehr nachdenklich gestimmt, weil so viel Wahres dahintersteckt... Ja, und der "Bus für gestrandete Zauberer" dann auch wieder Hoffnung in der Hoffnungslosigkeit...
    Einen wunderschönen Tag für Dich, liebe Isabella!
    Renée
    P.S. würde auch noch so gerne wissen, ob Deine Gedichte eigentlich auch veröffentlicht werden? Wäre schön, wenn auch andere Menschen, die Dein Blog nicht kennen, diese wunderbaren Gedichte lesen könnten..! Ja, wirklich!

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  8. Lieber Renée,

    ja, das kommt nicht von ungefähr mit den Märchen, denn sie gehören einfach zu meinem Leben. Dir kann ich es ja sagen, ich lese auch heute noch sehr, sehr gerne Märchen. Zu meinem Lieblingsbüchern gehört "Der Leuchtturm auf der Hummerklippe" von James Krüss und auch und besonders "Wunderbare Fahrten und Abenteuer der kleinen Dott". (Ich schreibe selbst auch Kindertexte, die ich gelegentlich auch in meiner Kindergedichte Welt einstelle.

    Natürlich bin ich ein bekennender Fan von Harry Potter und darum gefällt mir der Vergleich mit der Situation im Fahrenden Ritter auch ausnehmend gut. Hoffnung ist wichtig, sogar sehr wichtig. Sie spendet Kraft, die wir brauchen in den dunklen Phasen. Ja, diese Überzeugung fließt sicherlich in all meinen Texten mit hinein.

    Zu Deiner Frage nach der Buchform ... da bin ich schon seit Langem am überlegen. Natürlich würde ich gerne, wie wohl die meisten Autoren, meine Gedichte in Buchform anbieten können. Ich schreibe in erster Linie fürs Buch. Allerdings möchte ich keinen Eigenverlag machen, denke jedoch über einen kleinen ersten Band nach, den ich dann direkt über dieses Blog auch anbieten würde. Aber es ist vorläufig nur ein Gedanke. Lyrik bei den großen Verlagen anzubieten, ist eine ziemlich hoffnungslose Angelegenheit. Man müsste schon viel Glück haben, dass der Zufall einem gewogen ist und der/die Lektor/In geneigt ist, das Buch für einen auch wirtschaftlichen Erfolg für den Verlag hält. Sonst hat man als unbekannte Autorin keine Chance. Aber die Idee ist nach wie vor da und ich werde sie auf jeden Fall weiter ausbauen.

    Vielen, vielen Dank für Deine Gedanken und Gefühle zu diesem Text, er liegt mir auch zur Zeit besonders am Herzen und somit freue ich mich ganz besonders, dass er Dir so gut gefällt.

    Einen wirklich schönen Freitagabend für Dich mit lieben Grüßen

    Isabella

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