Apfelworte

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der mohn ist erloschen
müde und schwer die sommerlider
schon legt um fröstelnde schultern
septembergaze ihr rostiges braun

wären da nicht die apfelworte
leuchtend rotgoldene versprechen
voller süße und verlangen
ich würde verzagen

doch so tausche ich
rot gegen und rot
schmecke deinen duft
auf meinen lippen

und lieb mich dem herbst entgegen




veredit©isabella.kramer14





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Lebenshunger

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in den Städten sehe ich keine Wege
nur Fluten, die stürmen, gischten und schäumen
Strudel nach oben, mehr noch nach unten
trüb braune Wogen, kein Ort bleibt den Träumen

Zeit, die ist hier seit langem verschwunden 
Unrast, Gewusel, ein ewiges Hasten
schneller und schneller dreht sich der Wahnsinn
einsam und grau schleppt ein jeder die Lasten

die er aus Sehnsucht sich selbst aufgeladen
schlingernd und stolpernd als Teil einer Herde
weglos verurteilt der Masse zu folgen
kein Himmel, kein Grün, nur gezähmte Erde

in den Städten sehe ich keine Wege
erst wenn blaue Weite mich wieder umhüllt
das Raunen der Wälder, das Glitzern der Flüsse
ist mein Hunger nach Leben gestillt





veredit©isabella.kramer14




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