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veredit©isabella.kramer26
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meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
wellen brandung die getrieben
von der urkraft an uns reibt
windzerzauste haare möwen
deren rufe uns umkreisen
leuchtturmgrüße helle dünen
zeichen die uns meewärts weisen
platz für zweisamkeit und nähe
wortlos eins im anderen zeit
meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
veredit©isabella.kramer26
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es liegt ein wandel unter meiner haut ein neues werden trotz dem druck der zeit streckt sich in ersten warmen frühlingssonnenstrahlen gebirt ein zartes grün entgegen der bedenken weiß der wille und der liebe macht wird es schon richten also streckt die flügel kleine seele aus dem schattengrau ins licht
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inspiriert von meiner lieben Dichterfreundin Gabriele Brunsch
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Der Ton
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eine weiteren frühling wolltest du nicht mehr durchleiden gefangen im eigenen körper entseelt und reduziert ja auf was - zu spät zum verzeihen zu spät für die einen worte
märztag—
bei deiner beiseitzung
hoch oben kranichrufe
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für A. 10.08.1935 - 25.02.2026
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Wunder sein lassen
ich hab eine terrasse wo jährlich wunder vor sich gehen der frühling zaubert hoffnung in die kleinsten winkel ecken und lässt mit seiner zarten hand die schönsten veilchen dort entstehen wo eigentlich nichts wachsen kann in fugen spalten ungemütlich eng der frühling sieht das völlig locker und ist da überhaupt nicht streng lässt wunder eben wunder sein und veilchen sind da eine ganz besondere art zu sagen lebt das leben so gut es eben geht vielleicht denkt ihr ja ebenso wenn ihr das nächste mal ein veilchen seht
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es sind der moore wälder seen einsamkeit
die leise ihren zauber in mein herz versenkt
der weiten himmel offenes gebaren leuchten
der ruf der vogelzüge wenn des frühlings nahen
uns das kleine bisschen hoffnung schenkt
dessen wir gar so sehr bedürfen nach den tagen
voller kälte angst und dunkelheit
die schönheit heilt
es sind der moore wälder seen einsamkeit
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kleine zarte blüten
zeigen
so wird mut gelebt
niemand sagt
dass das einfach
wäre
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im winter
im winter liebe ich mich unter deine haut nutze die stille der zeit für all das was wirklich zählt atme den duft deiner halsbeuge mehr als vertraut als wäre es ein stück von mir draußen fällt schnee lautlos und sanft so wie deine liebe
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zaghaft
ist der schnee getaut
brach und bloss die felder liegen
härte schmilzt aus winterminen
doch der februar kann trügen
noch ist hoffnung nur ein schimmer
zart ganz zart auf haselzweigen
leise lächeln weiter lieben
nähe leben
zwei die eins sind
wege gehn
zusammenbleiben
veredit©isabella.kramer26
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festgesetzt hat es sich das weiß
eingenistet in all den leeren herzkammern
wohl oder übel geduldet ertragen gelitten
klammert es sich doch mit eisigen fingern
an alles was noch ein wenig leben in sich hat
stumm trägt das land die last
nur die winterharfen tragen ihr altes lied
in die frostige weite wie eh und je
schwarze bäume biegen sich brechen fallen
himmel schweigt sich ein undefiniert grau
ab und zu ein rabe sonst nichts
wären da nicht die spitzen der schneeglöckchen
die wärme der liebe in deinen augen
ich müßte verzweifeln
veredit©isabella.kramer26
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klart sich der himmel auf flutet die wintersonne durchs blattlose geäst strahlt wärmt kitzelt und lockt hervor zaubernuss schneeglöckchen und frühen krokuss vergessen der nachtfrost - sie halten dem stand. so tun wir es auch die katze und ich eingerollt auf meinem schoß ich mit dem kaffee in der hand das wintermüde gesicht der sonne zugewandt die augen geschlossen träumen wir in den tag - ich werd' es nicht müde das ist winter wie ich ihn mag
januar garten
aus der leere
kraft schöpfen
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leise, leise, nur nicht stören
all das weiß, so zart und fein
hingehaucht, wie edle spitze
tausend sterne winzig klein
nur ein laut, es könnt' zerspringen
wie es feenglas vermag
staunend steh ich und genieße
diesen raureifwintertag
weiß nicht, was mich so berührt,
wenn der frost die welt einhüllt
lausche auf die weiße stille,
die mein herz mit frieden füllt.
veredit©isabella.kramer26
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der winter hat sich aufs wintern besonnen!
vor tagen hat es zu schneien begonnen,
dabei ist der winter wohl eingeschlafen.
was klangen sie auch so lieblich, die harfen
vom eiswind aufs zärtlichste angeschlagen,
da konnte man schon ein nickerchen wagen.
doch nun aber sehn wir das ganze malheur,
mit anderen worten wir sehen gar nichts mehr.
es ist völlig weiß um uns, oben wie unten.
die welt da draußen im schnee versunken.
kein laut ist zu hören, die flocken fallen.
ein schneekugelfeeling geschenkt uns allen.
der nordwind türmt wehen 5 meter hoch
und bläßt und bläßt, doch der winter schläft noch,
oder hat er nur die kontrolle verloren
und das weiße treibt schabernack mit seinen ohren?
es pustet und wirbelt, es zischelt und pfeift.
zeit wird es dass er nun endlich begreift,
wir sind so viel winter doch gar nicht gewöhnt.
auch wenn schnee die welt doch ziemlich verschönt.
selbst halligen werden mit weiß gesegnet,
wo's da doch im winter meistens nur regnet.
von süden nach norden ist alles vermummelt
dabei hat der winter uns ganz schön beschummelt,
erst kommt er zu spät und die weihnacht ist grün,
dann kann er nicht einmal die notbremse ziehn.
so werden wir wohl im schnee versinken!
macht's gut liebe freunde -
laßt mich noch mal winken...
veredit©isabella.kramer26
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heute nacht flog eine große eule ums haus
wollte sie mich wohl zu sich holen?
oder hatten die wilden reiter der nacht
ihr diesen dämonischen streifzug befohlen?
die flügel streiften fast mein gesicht
ihre augen starr auf mich gerichtet
es ist schon sehr seltsam solch wunder zu sehen
vielleicht ist es auch nur erdichtet
veredit©isabella.kramer26
Es gibt eine Variante von den vielen Sagen um die "Wilde Jagd" bei der eine Frau diese anführt, wobei sie auf einem großen Uhu reitet.
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der anfang ist gemacht
und licht mehrt sich von tag zu tag
was stört schon schnee und eis
wenn helligkeit obsiegt
im steten wandel vom frost verschönt
das welke fast vergessene
weit breiten sich die weißen felder
in den horizont wo wälder
wie versprechen locken
die moore seen ausgebreitet nur für uns
es zählen nicht die falten grau das haar
ein lächeln ist der gewinn und die stete
liebe in deinen augen
veredit©isabella.kramer26
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