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first published by ai li. the stone (cherita 101-150 Book 2) (English Edition) (p. 76
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den farben verfallen
dem licht ergeben
selbst wenn es regnet
und sturm braust ums haus
dann spür ich
im herbst könnt' ich immer leben
das ende erahnen ein nehmen
und geben ein klein wenig
wehmut die leeren hallen
des lebens mit bunten blättern
füllen und ja doch
ans meer fahren
der sehnsucht willen
veredit©isabella.kramer26
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herbst mahnt uns tropft mal blätter tränen regen erinnern schleicht sich heran aus nebel - grau sind die wolken wie gedanken treibend die zeit wird brüchiger zeigt ungeschönte falten risse doch wenn das licht sanft golden tönend leuchtet herbstaugen meine seh in deinen so warm gespiegelt dann nehmen wir brüchige zeit sanft wahrend schützen das du im ich geborgen zärtlich schau
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veredit©isabella.kramer26
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aus meinen träumen
schufst du gläserne hallen
gefüllt mit birkengold und süßem brombeerduft
zum schlafen moos
und in der frühe taubenetze hände
die sich im gleichklang unserer herzen
fest verschränken
das ist ein herbst und er ist unser
im schutz der hallen werden wir tagträume weben
wenn blätter äpfel ewigkeiten fallen
dann flüsterst du mit sommerwarmer stimme
an meinem hals ein herbstgeheimnis
liebe leben
veredit©isabella.kramer26
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es ist das licht das so nur im september wärmt
mit einer kraft aus allen sommern wünschen träumen
schwärmt es vom reisen in die ferne wenn am himmel
dann noch die ersten kranichezüge südwärts weisen
dann setz ich mich zu frühen astern letzten rosen
in dies goldgefüllte licht die katze springt auf meinen
schoß
und manchmal
schreib ich darüber
ein gedicht
veredit©isabella.kramer26
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Freiburg
badische lesart und goldenes licht
schmale gässchen gefüllt mit oktober
bächle und dächle ein lächelnd' gesicht
duftende quiche und asternfülle
weiche grenzen vom sommer zum herbst
treibenlassen und leben
münstermarkt oder schlossbergblick
"In de Ruh liegt de Segen."
spätersommer tage
ist spätsommer glück
seite an seite genießen
wir sind uns einig
das ist unsere zeit
wenn leuchtendes licht
zwischen weinreben spielt
so lass uns den herbst begrüßen
veredit©isabella.kramer26
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wenn der sommer fast verloren
erste blätter blüten fallen
ward ein katzenkind geboren
kleine königin von allen
die in ihrem reiche leben
einfach um den schwanz gewickelt
so wie königinnen eben
sich um untertanen kümmern
sieht man sie, ist man ergeben
gar verfallen ihrem charme
weich bepelzt mit scharfen krallen
doch die niedlichste von allen
katzen auf der ganzen welt
ist man's nicht, so ist man arm
denn, wenn sie dich mal gewählt
so als katzendienerin
gibt das erst dem leben sinn
16 jahre pelzig glück
dankbar blicken wir zurück
hoffnungsvoll auf noch viel mehr
Coralie, mein schatz
und mehr
veredit©isabella.kramer2026
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sommerreste wo hin das auge schaut da früh fallenden äpfel dort der schnecken-lochkartencode in den funkienblättern hortensien färben sich in rostigem rosa ausgebleichtes wiegendes gras wispert mir alte längst gebrochene versprechen ins ohr wäre nicht der duft vom rosmarin thymian gemischt mit späten rosen und das goldene licht ich müsste verzweifeln ob so viel abschieds und doch mit einem mal der südwest - unverkennbar trägt er das sehnen nach südlichen küsten in sich
ach, wind alter freund
veredit©isabella.kramer26
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mach mir die stille
zum geschenk
lass uns die weite leben
wenn nacht sich über
die heide senkt
gleich tänzern sich nebel heben
dann lass uns schweigen
lieben sein
ganz mit dem land
uns verweben
mach mir die stille
zum geschenk
lass uns die weite leben
veredit©isabella.kramer26
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es sind die sommerlieben die dem leben dieses leuchten schenken die unter augustgewärmten tagen jahr um jahr das glück vergrößern und ohne lange nachzudenken geben frei zu sein erlauben was im fühlen nicht in kleine enge schachteln passt den wilden möhren samen gleich dem wind vertrauen bläst er dazu noch meerwärts fehlt kein einziger akzent zum großen ganzen und ja wir werden wieder barfuß am meersaum tanzen denn das fest der sommerliebe will gefeiert sein nicht laut nicht groß nur du und ich der himmel sand die dünen später rosenduft ein horizont für uns allein
weil die feldlerchen
es nie müde werden
für uns zu singen
veredit©isabella.kramer26
Der Liebe meines Lebens zum 40. Hochzeitstag
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abgetaucht in die tiefen des kleinen fischteichs beschattet von uralten eichen verborgen im lang ungenutzten rund erneuert mit farbenfrohen mosaiken bequemen sesseln zum beobachten und entspannen zum abtauchen in andere welten jenseits vom trubel
zick-zack-kurs
dann wieder stille
die medakas
veredit©isabella.kramer26
wenn sich des sommers fülle
unter deine hände legt
die langen tage weißen nächten weichen
der duft der felder blüten wälder
gleich einem chor melodisch klingt
und unter einem kugelrunden mond
die nachtigall nur fürs uns beide singt
dann könnt' ich sterben wenn es sein soll
so wie der sommer ist die herzzeit
satt und voll ganz strahlend angefüllt
mit glück
ich bin's zufrieden leben wir dem vorwärts
und schauen voller dank zurück
veredit©isabella.kramer26
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Lebensspuren
verblühte margeriten schaukeln träge im warmen juliwind
nie standen sie dichter nie waren sie schöner als jedes jahr sie sind
des sommers wahre kinder gesichter der sonne stets zu gewandt
als höchst willkommener landeplatz landauf
und landab im falterland wohlbekannt
als kränze gewunden auf locken platziert
so werden seit hunderten jahren die sommerprinzessinnen
aufs schönste verziert
so flüchtig die freuden wie damals als kind
verblühte margeriten schaukeln träge im warmen juliwind
veredit©isabella.kramer26
als würde das innere überfließen zerbrechliche schalen zu zart zum fassen das licht traumwärts die ränder begießen nie endend ein leuchten nicht irdisch und lassen wir uns in dem taumel des sommers gleiten und schwimmen weit über das ende des meeres hinaus nur fühlen und leuchten und farben und wissen - als würde das innere überfließen
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nur Sommer
den abenteuern längst noch nicht entwachsen
dem ungenauen täglich auf der spur
vom vagen träumen im diffusen rasten
die lebensfreude sammeln
gleich den schönsten muscheln pur
du sagst das ist nur sommer
doch deine augen blitzen und fältchen lächeln
keck wie eh und je denn es ist unsere zeit
die wohlig räkelnd sonnenwarm sich auspannt
so zwischen wolkenblau und köstlich reifen beeren
das ist das abenteuer reifer liebe
ein sommer ohne ende
den ich in deinen augen seh
veredit©isabella.kramer26
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du bist mein meer
zeitlosigkeit ist dein name
du bist mir meer
mir licht und schatten
mir sturm und tiefstes blau
mein heimathafen fest gehalten
nie fesselnd deine arme
stets frei zu fliegen wohin
der wind mich trägt
du bist mir ebbe flut und fester grund
du bist mein ein mein alles
der wunsch den ich in jedem leben
jemals nur hab' gehegt
veredit©isabella.kramer26
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Türkis
...ist mehr als eine Farbe
es ist Sonnenlicht am Meer
Schatten auf den weißgetünchten
Wänden weit im Süden
es sind Spiegel die in Bergseen
Blicke in den Himmel öffnen
nichts ist schwer
nur noch Leichtigkeit und Palmenwedel
fern das Lied von tausenden Zikaden
und der Duft
würzig köstlich so ganz Sommer
gern gegebene Gabe
immer liegt auch Liebe in der Luft
stille Buchten weite Blicke und ich habe
diese ganz bestimmte Sehnsucht nach
der Farbe ganz Türkis mit allem was
mich ruft
veredit©isabella.kramer26
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Mohn Tage
jenes fliehen vor der welt
in blühende wiesen eintauchen
ins sommerland
wo licht und grillengesänge
zeitlose zeit füllen
liebe rauschhaft wird
die zartheit der roten kelche
windbewegt tanzend
wie spielende finger auf
juniwarmer haut
versprechen von endlosigkeit
nur du und ich und der
wiegende mohn
veredit©isabella.kramer2026
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Echo
später schnee auf den gipfeln und die hohen seen tragen noch eis alpendohlen diskutieren über wer weiß was und über all dem lüpfen wolken kokett ihre ränder zur sonne
fund
am wegrand
ein herz aus stein
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und wieder ein abschied im mai
ein letztes zartes band der jugend
gegangen verweht
eingewebt in die fülle der aufblühenden
pfingstrosen mahnt es doch zweierlei
genuss und ende einer reise
veredit©isabella.kramer26
für R. 18.02.1935 - 25.05.2026
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wiesen die blühen als gäbe es kein morgen täler gefüllt mit wolken und grün ferne gipfel wie grüße der götter uralt gewaltig und unfassbar schön vom schnee gekrönt und vom licht umschmeichelt wie es majestäten eben gebürt und jeder schritt durch dieses gemälde wird von tausenden bunten blüten geziert.
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oben berge unten himmel
wellen glucksen schaukeln wiegen
wolkenspiel auf grünem wasser
und verspielte kirchlein liegen
wie von künstlern hingetuscht
kleine boote ständig kielen
lautlos auf dem see es huscht
gar ein fischschwarm mit uns
munter an dem tag am königsee
oben berge unten himmel
ab und zu sogar noch schnee
veredit©isabella.kramer26
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es sind die bögen
die zum schweigen
innehalten
die andacht bringen
stille klar und rein
das morgenlicht voll
duftender orangen
das spiel der schatten
linien fein gezeichnet
von den schritten alter zeit
sie spielt hier keine rolle
nur das innen zählt
sich finden bleiben
einssein in der seele
und die erkenntnis
so hab ich dich für mich
gewählt
veredit©isabella.kramer26
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was wäre wenn das ganze suchen
nach der seele sinnlos wäre
wenn himmel ärmlich kalt und leer
und über alle maßen einsam stehen würden
gäb' dann das suchen einen sinn
selbst hingetupfte wolken schafen gleich
einfach nur weiden würden in dem blau
das leuchten all der gelben felder schier nichts
bedeuten würde außer mai
doch dies erkennen würd' mir ewigkeiten bringen
gefüllt und warm gefühlt tief in mir drin das wissen
alles wäre möglich weit und frei
dann wüsste ich die seele und der suche sinn
so licht und blau und grün und gelb
das nenn ich mai
veredit©isabella.kramer26
weit geht der blick aufs meer hinaus
tiefblau und strahlend gefährlich und schön
die seele schwingt sich mit den möwen hinauf
nichts stört keine qualen nur gleiten und sehen
im blau ertrinken in sonne baden
die flügel gestreichelt vom licht und vom wind
nur fühlen und lieben all das was wir haben
der spiegel im anderen all das was wir sind
veredit©isabella.kramer26
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Sant Lluís, Menorca
stille liegt auf weißen mauern ab und zu blitzt ein roter ton zwischen den waldgrünen fensterläden und die schmalen gassen öffnen sich unerwartet meerwärts
schläfrig
im blühenden thymian
zwei alte katzen
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es summt und brummt die knorrigen alten apfelbäume biegen sich schier unter dem blütenmeer und der gesang der bienen hat die schönste frühlingsmelodie die ich mir denken kann
april sonne
mit geschlossenen augen
ankommen
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gib mir das meer und einen weiten blick
so werde ich nichts weiteres von dir erfragen
mit diesem bild im innern weiß
ich kann und werde einfach alles, alles
lieben, schätzen und ertragen
veredit©isabella.kramer26
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meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
wellen brandung die getrieben
von der urkraft an uns reibt
windzerzauste haare möwen
deren rufe uns umkreisen
leuchtturmgrüße helle dünen
zeichen die uns meewärts weisen
platz für zweisamkeit und nähe
wortlos eins im anderen zeit
meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
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es liegt ein wandel unter meiner haut ein neues werden trotz dem druck der zeit streckt sich in ersten warmen frühlingssonnenstrahlen gebirt ein zartes grün entgegen der bedenken weiß der wille und der liebe macht wird es schon richten also streckt die flügel kleine seele aus dem schattengrau ins licht
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inspiriert von meiner lieben Dichterfreundin Gabriele Brunsch
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Der Ton
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eine weiteren frühling wolltest du nicht mehr durchleiden gefangen im eigenen körper entseelt und reduziert ja auf was - zu spät zum verzeihen zu spät für die einen worte
märztag—
bei deiner beiseitzung
hoch oben kranichrufe
veredit©isabella.kramer
für A. 10.08.1935 - 25.02.2026
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Wunder sein lassen
ich hab eine terrasse wo jährlich wunder vor sich gehen der frühling zaubert hoffnung in die kleinsten winkel ecken und lässt mit seiner zarten hand die schönsten veilchen dort entstehen wo eigentlich nichts wachsen kann in fugen spalten ungemütlich eng der frühling sieht das völlig locker und ist da überhaupt nicht streng lässt wunder eben wunder sein und veilchen sind da eine ganz besondere art zu sagen lebt das leben so gut es eben geht vielleicht denkt ihr ja ebenso wenn ihr das nächste mal ein veilchen seht
veredit©isabella.kramer26
es sind der moore wälder seen einsamkeit
die leise ihren zauber in mein herz versenkt
der weiten himmel offenes gebaren leuchten
der ruf der vogelzüge wenn des frühlings nahen
uns das kleine bisschen hoffnung schenkt
dessen wir gar so sehr bedürfen nach den tagen
voller kälte angst und dunkelheit
die schönheit heilt
es sind der moore wälder seen einsamkeit
veredit©isabella.kramer26
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kleine zarte blüten
zeigen
so wird mut gelebt
niemand sagt
dass das einfach
wäre
veredit©isabella.kramer26
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im winter
im winter liebe ich mich unter deine haut nutze die stille der zeit für all das was wirklich zählt atme den duft deiner halsbeuge mehr als vertraut als wäre es ein stück von mir draußen fällt schnee lautlos und sanft so wie deine liebe
veredit©isabella.kramer26
zaghaft
ist der schnee getaut
brach und bloss die felder liegen
härte schmilzt aus winterminen
doch der februar kann trügen
noch ist hoffnung nur ein schimmer
zart ganz zart auf haselzweigen
leise lächeln weiter lieben
nähe leben
zwei die eins sind
wege gehn
zusammenbleiben
veredit©isabella.kramer26
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