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Septembermelodie

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hat der september ein lied
kündet es von seiner fülle
beschreibt es lustvoll seine farben
oder leise melodisch die stille
spätsommerlicher düfte und blüten
reifer früchte in garten und feld
erwähnt es die sonnenvergoldeten wälder
pilzgefüllt, wie von mir bestellt
 
hat der september ein lied 
erzählt es bestimmt von der liebe
zu heide und himmel zu stränden ganz weit 
zu dir sowieso und der katze dazu 

ach, wenn es september nur bliebe 






veredit©isabella.kramer25




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Ein Sommerbild

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die ersten felder sind liegen blank
und bieten ihre nackte haut der sommersonne an
die birken proben schon einmal das erste gelb
und apfelbäume zeigen ab und zu ein rot

hoch ist der sommer reif und voll
die luft ist süß und himbeersatt 
der wald lockt feengrün mit farn und ersten pilzen
und reisewolken spiegeln sich in blanken seen

es ist die stille mattigkeit die tröstet
die uhren einfach langsamer fast stillstehen lässt
wär' nicht das lied der talentierten amsel
man meinte alles wäre nur gemalt 




veredit©isabella.kramer25



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Ich bin der Juni





ich bin der juni
des sommers kind
das duften der wiesen
der streichelwarm wind
aus tausenden blüten
gewebter kranz
der rauschende sommernachts
feenkönigin tanz 

ich bin der juni
verheißung von glück
die sonne auf goldgelben 
stränden ein stück 
vom herrlich süßen
erdbeerkuchen

das glucksende plätschern
erfrischender quellen
versteckte waldlichtung
mit dunklen und hellen
lichtflecken die flirren
goldkäfer und bienen
libellen die schnellen
um brombeergesäumte
verwunschene teiche

ich bin der juni
und das sind die reiche
in denen ich wahrhaftig
herrscherin bin

komm reich mir die hand
und ich werd sie dir zeigen
denn schenken von freude
ist mein lebenssinn



veredit©isabella.kramer25



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kleine Zeichen








kleine zeichen

noch sind sie klein
die ersten zeichen
die sonne ist zu ungenau
doch jeden tag wächst
ihre anzahl und lächelnd
grüßt der frühling 

schau!



veredit©isabella.kramer25






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Sommerwald

 


 

Sommerwald

ein federndes gehen ein duften und gleißen ein wechsel von schatten und licht zuflucht an heißen tagen birkenstämme himmelhoch sonnenfinger weisen dem blick blütenschäume in weiß gelb und blau lockende waldbeeren schattiges gewinkel verspricht zauber und elfenland glaub es ruhig denn schau selbst die winzige wolke hat sich über dem spiegelnden see für eine kleine pause ins blau gelegt der sommer verschwendet sich hier himmel fließen über heidekraut kissen und die liebe ganz nah an deiner halsbeuge 



veredit©isabella.kramer24


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Reisen




Reisen


ich habe mit dir die welt bereist
dir berge geboren die meere geteilt
in uralten wäldern mich in dir verloren
in wolkenstädten und wüsten verweilt
wir stürmten die mauern zerrissen die schranken
kein dschungel zu wild keine steppe zu weit
wir teilten unsere liebe und unsere gedanken
die abenteuer verlust und leid
ein leben wie ein regenbogen 
du fragst mich und
ich bin aufs neue bereit

ich werde mit dir die welt bereisen




veredit©isabella.kramer22




In Dankbarkeit der Liebe meines Lebens zum 36. Hochzeitstag



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Tegernsee

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 /ausser uns waren wir/

im seespiegel neue gesichter geschaut
den bahnen der wolken bergweit gefolgt
auf blühenden wiesen den frühling
gefunden duften vielfalt verbunden 
auch wir 

den märchenwäldern ehre gezollt
wo bäche rauschen dem herzschlag
des anderen wieder lauschen
und trinken aus quellen
murmelnd und klar

fern läuten die glocken über den see 

die stille verlockt und wir 
nehmen uns wahr 



veredit©isabella.kramer22



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Herbstahnung



es zieht ein leuchten auf am rand der seelen
lässt wälder tief die letzte sonne atmen
und ein stille legt sich ganz im farbenrausch
versunken und wind schickt seine macht
in wilden liedern durch die abgeräumten fluren
dass alles fällt und gleitend taumelt
sich zur erde senkt dem anfang zu
ein letzter sonnenkuss des sommers zeit
vorüber reife kommt und überwältigt gibt
die erde ihre gaben




veredit©isabella.kramer2019


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herzvoll

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ins grün sind wir gezogen fanden im alten land der kindheit neue lieder verankert zwischen wolkensegeln und wiegenden kiefern summen und brummen um uns dort wo der schlangenkönig sein krönchen noch trägt jeder atemzug die freiheit des sommers enthält so losgelöst eingefangen nur von smaragdenen spiegeln heimlicher seen geliebtes heideland wo die wälder voller licht blühenden brombeeren und heimlichen küssen sind die roten weiten glutwarm und dann die stille - herzvoll


veredit©isabella.kramer18




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kein Rilke zum Advent

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kein rilke zum advent 


nichts treibt mich in den winterwald
es fehlen hirt und flockenherden
november schließt mit nassem dunkel 
und frieden wird’s wohl nie auf erden





veredit@isabella.kramer15




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aus/weg/los - kein Märchen 2

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würden wir 
durch den wald gehen 
seite an seite unsere
angst vor den wölfen 
in uns gut verstecken 
stets die warnungen 
des eichelhähers achtend
jedes steinchen mit sorgfalt
fallen lassen und letztendlich 
vor dem unerwarteten
pfefferkuchenhäuschen 
ankommend 
doch feststellen


märchen können auch 
ganz anders ausgehen 
oder wir sind eben 
nicht hänsel und gretel




veredit©isabella.kramer15 





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Hingemalt

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Wähle Farben der Liebe und male sie
...
- Hermann Hesse 



dies ist ein Tag, wie hingemalt
schon in der Früh die Nebelfelder
das Licht nur Ahnung 
Schweigen, Stille
ein Hauch von Farbe - roter, gelber 


und erst der Sonne Sieg 
Goldfäden schweben 
gleich Melodien zart gewebt
von herbstverliebten Spinnenfrauen
Magie, unsagbar sanft vom Wind bewegt


sie ihre ganze Kraft entfaltet
ein Strahlen, Lächeln, sich Verstehen
ich schau dich an und kenn die Antwort
ein Glück für die, die Glück noch sehn









veredit©isabella.kramer 





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Herbsttage im Engadin

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Herbsttage im Engadin

/aus mir war ich/

habe schneeweiße berge gewendet
majestätischen riesen ehrfurcht gezollt
von wolken getauft pässe durchzogen
dort wo sich sommer herbst winter
nur einen herzschlag
entfernt ineinander weben
seen leuchtende opale sind und
lerchenwälder goldene lettern
auf uraltes gestein zeichnen

habe mich ausgeschwiegen
dort wo die stürzenden wasser
melodie mehr als genug sind
kastanienwälder rostrot gefüllt
ihre köstliche ernte verschenken
und die sprache bilder malt
von süden und heimat

und ich nahm
mir von all dem
ein erinnern



veredit©isabella.kramer13



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gefunden

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wenn im pastell herbstlich müder wälder stille von abschiedsblättern tropft sommerbleiche gräser pilzige schätze schützen und der feuchte boden federnd schwingt bei jedem schritt duft wolken wehmutsgefüllt zwischen den birkenstämmen und ein verirrter lichtstrahl den weg weist finger tiefrot vom brombeersaft lippen berühren das herz übervoll und nähe ein tröstendes geschenk dann ist es ganz ihr herbst













veredit©isabella.kramer2013



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spröde schwestern

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seltsam berührend
die kraft der welken blätter
ihr nimmermehr
angefüllt mit neuschnee

wortkarg eingerollt
schmiegen sie die faltigen
wangen dicht beieinander
vereint im langen abschied

keines schreibt mehr
ein gedicht - ein kurzer vers
vielleicht  über endloses
weiß im grau

vielstimmiges wispern
gegen die angst
nebenan treiben
die ersten knospen



veredit©isabella kramer 2013





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Herbstwaldiges







herbstwaldiges


vielfarbgewand breitet
der stille rostrote wege
und im adagio tropfen
die letzten blätter
ins weiche grab


schweigst auch du
hörst du des restjahres
 leises seufzen zwischen
bemoosten riesen


schön war’s







veredit© isabella kramer 2012


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harzer aussicht

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weich wölbt sich der rotbraune teppich über die uralten steinernen höhen
herbstdunst atmet bläue darüber die blasse sonne haucht mit letzter kraft
goldfunken ins panorama in der nähe lacht ein auerhahn über so viel romantik


 
wohlig glatt und warm bietet die alte holzbank gerade platz für zwei
die sich noch nah sein mögen im herbst - die aussicht gibt es gratis dazu










isabella.kramer©veredit 12







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Pastell-Töne

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Pastell-Töne 

sanft ist der Herbst
in diesem Jahr
behutsam geht er um
in den entleerten Räumen

so sacht gesetzt sein Schritt
auf moosig weichem Grund
dass keines Waldes Kind erwacht
aus letzten Sonnenträumen

wiegt sich im Elfenreigen
der endzeitblassen Gräser
die dürr und elegant ergeben
sich
beugen dem großen Schnitt

umfasst behutsam
mit blättrig spröder Hand
die deine - erkennend, lang vertraut
und wissend gehst du mit













veredit©isabella.kramer2012






 




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waldlicht

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waldlicht
grüngefältelt
braunblätterige wellen
unter den füßen
uralter takt wiegt
erhabene säulen
zeitloses schweigen
hüllt
und im moos
blühn die ersten
sterne
könnte ich wählen
würd ich für immer
bleiben




veredit©12


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