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Ein kleiner Anfang






werden wir es überleben
wissen wir doch längst nicht wie
tausend tode neugeboren
lernen werden wir wohl nie
wie die welt in frieden lebe
hoffnung freude zuversicht
nicht nur nach mehr macht man strebe
wenden wir uns zu dem licht
klein und flackernd fast verloschen
leuchtet es doch durch die nacht
lass uns raum der liebe geben
klein der anfang - groß die macht 



veredit©isabella.kramer25


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Winteransicht

 



schwer von liebe zu schreiben im grau dieser tage wo hass seine maske abgelegt hat und mit spitzen ellenbogen sich gehör verschafft wer schreibt noch hoffnung in den winter/himmel wo lebt eigentlich die vernunft platt gebügelt jede andere meinung und die einsicht segelt mit zerrupften flügeln ins nirgendwo





veredit©isabella.kramer25



mit einem Lächeln






mit einem lächeln

und wäre all der humor verloren
das schmunzeln vergessen
selbst der witz unbekannt

was wäre das für ein dasein

nein, ich könnte nicht leben
in solch einem land 





veredit©isabella.kramer23





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Frieden




Frieden


die zaubernuss hängt ihre roten fähnchen in den wind dazwischen webt trotz februar die sonne leuchtend goldene bahnen an warmer mauer sprießen frühe blütenköpfe schneeglöckchen krokus iris scheinen zu erahnen ob mit ob ohne schnee der winter muss die koffer packen er hat ausgedient muss weichen denn frühling zeigt ein erstes scheues lächeln mir zum zeichen hoch über mir die rufe erster heimkehrer aus dem süden ich nehme meinen kaffee mit nach draußen und wünsche mir nichts sehnlicher als frieden... 



veredit©isabella.kramer23



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Alptraum



Alptraum 

vergangenheit mit fehlern
die zukunft voller angst
der glaube bröckelt stetig
die kraft zum leben schwankt
wie junge birkenbäume
zu schwach im frühlingswind
die nächte schlaflos finster
ich fühl mich wie ein kind
dass nicht vertrauen kann
erst recht auf nichts mehr baut
denn krieg und bomben sprechen
zum schlafen viel zu laut



veredit©isabella.kramer22 

Der Wind in den Eichen






der wind in den eichen 
ruheloser gast in dunklen träumen
schläfst du nie 

nein - bringe ich doch veränderung
und auf meinem rücken die kraniche
heimwärts in den baldigen frühling 

stürmischer freund 
blass sie hinweg die gierigen
die die nie ruhe geben alles haben
und doch nie genug 

nun ich werde tun was ich stets tat
ich umkreise diesen wunderbaren 
planeten seit äonen und doch verstehe
ich euch menschen kein bisschen 





veredit©isabella.kramer22


 

Dezember-Vorsätze



Dezember-Vorsätze


tief einatmen 
(von gutem kann man nie zu viel haben)
tief, ganz tief ausatmen
das ganze grau(en) mit erstem zarten schnee
bestäuben und ja nicht vergessen
zu lieben 




veredit©isabella.kramer21 


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Fragen





sollen wir zerbrechen
oder wollen wir nur überleben
können wir noch miteinander sprechen
oder lohnt es sich nicht mehr zu geben
liebe verständnis ein großes herz oder 
einfach nur unzerbrüchliche zeit

nein, zum ersten und zu allem anderen
was du mich fragst ja, dreimal ja
nimm meine hand ich bin bereit 


veredit©isabella.kramer21 



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nicht alles

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man sollte sorgsam sein mit dem
was man wählt
man kann nicht alles kaufen
was zählt
es ist nicht alles verloren
was fällt




text und bild - veredit©isabella.kramer20

wir wollen

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wir wollen keine masken tragen
könnten nicht atmen darunter
was wunder wie gut das schon
seit ewigen zeiten funktioniert





veredit©isabella.kramer20


Photo by John Noonan on Unsplash


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bloßgelegt

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die masken fallen
nie traf etwas 
so punktgenau den kern 
wie zur zeit 



veredit©isabella.kramer20 


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die iden des märz - manische knospen

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unterlegt mit fehlenden worten
tau wagt sich ins frühlingsgeäst
wirrsinn trotzt ahnungsvollem dünkel
die nebelraben geben ein depri-fest

würde der würg in die faust gehustet
ach, könnte man/frau es nur wagen
wolkenschiffe einfach so weggepustet
nachtgestirnt der glitzernde große wagen

gerümpel des wahnsinns treibende knospen
glück oder unglück muss drinnen bleiben
zaungäste trollen sich unerwünscht
wer sich fürchtet der sollte nicht schreiben




veredit©isabella.kramer2020



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ausgesprochen




wenn es erstmal heraus ist
muss es eben auch draußen 
bleiben
ob es will oder nicht
ausgesprochen 
neumalklug 
oder ausgebrochen
herz- und verstandlos

all das 
um uns herum 

ausgesprochen

ausgesprochen 



veredit@isabella.kramer


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allesinfragestellen




allesinfragestellen


das sommerwetter im februar
erdbeeren wenn mir danach ist
ab und an ein gedicht

allesinfragestellen

warum schreibe ich
wenn es doch niemand liest
warum bleibe ich warte
dass du mich siehst

allesinfragestellen

liebst du mich
oder liebst du mich nicht
alles gelogen oder wahr

denn die pole schmelzen
und wir wehren uns nicht
unsere herzen verhärten

doch das ist ein anderes gedicht




veredit©isabella.kramer2019 



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Entfolgen

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kann man entfolgen wen man nicht kennt 
disliken was man nicht versteht 
zählt nur der akt das zeichen 
disteln zu säen auf trockenem boden 
wo sowieso kaum noch hoffnung wächst 
scharfkantige scherben sich unter die dünne haut schieben
 und nur noch der weg hinter den zaun offen ist




veredit©isabella.kramer2018


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im Juli - 2

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im Juli - 2



träge fließt der sommer 
durch unsere stillen tage
nur untermalt 
vom schnurren der katzen 
auf den besten schattenplätzen
könnten wir die sorgenhaut
abstreifen
einfach mal so









isabella.kramer©veredit16





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Bleeding Hearts

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bleeding heart 
all these friends 
lose in the net
year by year I hope
that I'm wrong




isabella.kramer©veredit16






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Mut

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Mut


Kontraste will ich
setzen auf Blättern


die Tarnung aufgeben
mutig den Rücken weisen

Spuren
hinterlassen
im Geäst


sichtbar sein



veredit©24.09.08





Safe Creative #1101258339689

eines meiner ganz alten doch ist aktueller denn je und so sehr ein teil von mir, dass ich es einfach noch einmal ans tageslicht holen MUSS!
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Aus roten Stunden

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aus roten Stunden wollen wir
Legenden weben tragisch voller Liebe
wie Legenden nun mal sind
die mit leiser Stimme vorgetragen
immer in der Art von Feuer enden
die das Herz sich wünscht und
der Verstand verflucht welche
Wehmut in sich tragen und
mit gutem Wein als Abgesang der Alten
klingen die da meinen alles längst gelebt
gesehen ja gefühlt und doch in roten Stunden
ihre warme Würze rückhaltlos vergeben
selbst die Haut vor Hitze glühend machen
und in Augen jene Bilder auferstehen lassen
die uns Halt und Hoffnung geben
für das Dunkel in der Welt da draußen
für den Winter unserer Liebe

wenn du fragst – so sag ich ja






veredit©isabella.kramer16





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Lebenshunger

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in den Städten sehe ich keine Wege
nur Fluten, die stürmen, gischten und schäumen
Strudel nach oben, mehr noch nach unten
trüb braune Wogen, kein Ort bleibt den Träumen

Zeit, die ist hier seit langem verschwunden 
Unrast, Gewusel, ein ewiges Hasten
schneller und schneller dreht sich der Wahnsinn
einsam und grau schleppt ein jeder die Lasten

die er aus Sehnsucht sich selbst aufgeladen
schlingernd und stolpernd als Teil einer Herde
weglos verurteilt der Masse zu folgen
kein Himmel, kein Grün, nur gezähmte Erde

in den Städten sehe ich keine Wege
erst wenn blaue Weite mich wieder umhüllt
das Raunen der Wälder, das Glitzern der Flüsse
ist mein Hunger nach Leben gestillt





veredit©isabella.kramer14




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