Lebensspuren
ist antrieb erfüllung ist glück ganz tief drin
von herzen gemeint
Lebensspuren
schwer von liebe zu schreiben im grau dieser tage wo hass seine maske abgelegt hat und mit spitzen ellenbogen sich gehör verschafft wer schreibt noch hoffnung in den winter/himmel wo lebt eigentlich die vernunft platt gebügelt jede andere meinung und die einsicht segelt mit zerrupften flügeln ins nirgendwo
veredit©isabella.kramer25
Geständnis
wahrlich ich muss mich nicht neu erfinden ich lieb es an altes anzuknüpfen vielleicht ein klein wenig herum dekorieren aber lieber weit springen als kurz nur zu hüpfen hauptsache das meer der strand und die wellen die weite nordens und all jene stellen die wir mit unserer liebe berührten - ja und die wege die stets zueinander uns führten dies bin eben ich und so soll es auch bleiben da braucht man nicht groß drum verse schreiben
veredit©isabella.kramer24
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Nicht Duino
ich habe kein einsames schloss
zum schreiben wo brausender sturm
den genius antreibt vorerst muss
mein turm am feldrand mir reichen
wo weite des himmels dies sehnen
beschreibt das manches mal worte
ja verse hervorbringt und manches
mal eben auch nicht dann stell ich
die kleine kerze ins fenster und sehe
im spiegel ein fremdes gesicht
veredit©isabella.kramer24
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In aller Stille
nebelmorgen der see atmet in kleinen wellen den neuen tag alles leise alles gedämpft von der anderen seite das nebelhorn unirdisch nah und doch fern auch keine töne geben ein gedicht und in allem herbst bist du
veredit©isabella.kramer23
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Geschehen
sollte man gedichte schreiben
sie gar einfädeln in bücher
seitenweise lyrisches fühlen
sehen denken sich stückchen
für stückchen von innen nach
außen schenken
dem empfinden neue namen geben
bilder erinnerungen und wünsche
wortgerecht aneinander weben
ist nicht schon längst alles gesagt
alles hinterfragt und abgearbeitet
empathie wird auf morgen vertagt
doch wie auf jede nacht ein morgen kommt
mir vertrauter ist als meine haut bin es eigentlich
längst so gewohnt folglich wird es immer so bleiben
ich werde weiter gedichte schreiben
malen und sehen ich kann gar nicht anders
also wird es geschehen
veredit©isabella.kramer23
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Wortgeschöpf-t
es ist das wortgeschöpf
das will ich jetzt auskosten
dazu setz ich die silben fein
ins nebelgrau zu spinnen
die an seidenstrümpfen
weben oder ganz schlicht
zu jener alten frau die leise
klagend immer ihre katze ruft
sie wird sie nicht mehr finden
längst schon begraben fort
doch hoffnung hält auch mich
am leben geben will ich
alle worte die ich hab
und die die morgen
kommen werden
so ist das leben
einer dichterin
auf erden
veredit©isabella.kramer22
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Annehmen
in aller stille
dunkelt sich der november
in den advent
aushalten und annehmen
worthülsen abstreifen und
der stille anlass geben
nur noch hier und da
ein fallendes wort
gleich den letzten blättern
vor tropfenblinden fenstern
verweht ungehört
stiller dämmer den ganzen tag
raumfüllend das schnurren der katze
wie ein herzschlag im nebel
pelzig wohlig hingegeben
grau in grau
aushalten und annehmen
veredit©isabella.kramer22
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gedankenvolles ungeschriebenes wollen wünschen wortvoll zugewandt dem sehnen anheimgegeben der vergangenheit anteil offengelegt und berührungsoffenes wohnfühlen im gegebenen wort herznahes sein tief verkammert im schwarzen strich auf weißem blatt erste seite des neuen lebens vom du im wir
veredit©isabella.kramer21
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es ist...
die alten schulden sind beglichen
das konto aufgefüllt die schuld getilgt
ein name nach dem anderen gestrichen
ich bin es müde und doch nicht gewillt
so völlig kampflos von der bühne
abzutreten die alten wünsche
sind noch offen und es gilt das glück
zu sammeln vor sich selbst zu retten
sei es nur für eine kleine weile
doch die zählt
veredit©isabella.kramer21
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ich schreibe dir
worte wie blühendes gras
sämlinge ungezählt wahllos
vom wind mal hierhin mal
dorthin verweht scheinbar
verschwendetes sehnen
breitet der rote mohn
seidiges verstehen über uns
wie schon zum anbeginn
unseres ureigenen sommers
kornblumenblau der spiegel
deiner augen und ich mitten
drin - worte wie blühendes gras
veredit©isabella.kramer21
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sollte man
noch gedichte schreiben
über das sommerende
den duft von kartoffelfeuern
fluffige wolken und mehr sonne
als wir verdienen sollte man
sollte man den blick
aufs kleine lenken wieder einmal
so herztief hinschauen dass einem
die tränen kommen weil herztief
eben so schön ist
sollte man weiter und weiter
schreiben weil es von innen nach
außen will das lächeln und freuen
das glück und genießen so richtig
in vollen zügen auskosten
september herz sag mir
sollte man das wirklich tun
ja, sagst du - man sollte
text und bild - veredit©isabella.kramer2020
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