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Lebenspuren

 





Lebensspuren


stets habe ich über das glück geschrieben
zu leben zu lieben dem glück erliegen
auf reisen daheim in den wolken am meer
das glück war mir kompass war sehnen 
und mehr als die feder die nimmermüd 
mich getrieben 

stets habe ich über das glück geschrieben

so werd' ich es halten solange ich bin
glück schreiben erleben ersehnen ist sinn
ist antrieb erfüllung ist glück ganz tief drin 
von herzen gemeint 

ist das was ich bin



veredit©isabella.kramer2026

Maibowle à la Wilhelm Busch

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Maibowle à la Wilhelm Busch

Der erste Schluck rinnt durch die Kehle
sogleich erfrischt sind Geist und Seele.
Worauf man ahnt, an's große Glück,
der zweite uns noch näher rückt.


Waldmeisterduft entsteigt dem Krug,
schon träumt man von dem nächsten Zug,
vom köstlichen frischen Perlentrank.
Ist reichlich da? Na, Gott sei Dank!


So kann man recht den Mai nur loben
und noch ein Gläschen angehoben.
Tags drauf, hinter des Dichters Stirn
Maikäferhorden ziehn durch's Hirn.




veredit©isabella.kramer09





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Winteransicht

 



schwer von liebe zu schreiben im grau dieser tage wo hass seine maske abgelegt hat und mit spitzen ellenbogen sich gehör verschafft wer schreibt noch hoffnung in den winter/himmel wo lebt eigentlich die vernunft platt gebügelt jede andere meinung und die einsicht segelt mit zerrupften flügeln ins nirgendwo





veredit©isabella.kramer25



einwintern

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mag es sich einwintern
das ungesagte wort

zuckeräpfel
werd ich ihm geben
und küsse
sehr viele 

wenn auch 
mit kalter nase 


veredit©isabella.kramer24






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Geständnis





Geständnis


wahrlich ich muss mich nicht neu erfinden ich lieb es an altes anzuknüpfen vielleicht ein klein wenig herum dekorieren aber lieber weit springen als kurz nur zu hüpfen hauptsache das meer der strand und die wellen die weite nordens und all jene stellen die wir mit unserer liebe berührten - ja und die wege die stets zueinander uns führten dies bin eben ich und so soll es auch bleiben da braucht man nicht groß drum verse schreiben



veredit©isabella.kramer24



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Nicht Duino





Nicht Duino


ich habe kein einsames schloss 
zum schreiben wo brausender sturm
den genius antreibt vorerst muss 
mein turm am feldrand mir reichen
wo weite des himmels dies sehnen
beschreibt das manches mal worte
ja verse hervorbringt und manches
mal eben auch nicht dann stell ich 
die kleine kerze ins fenster und sehe
im spiegel ein fremdes gesicht 




veredit©isabella.kramer24



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Mein neuer Gedichtband - Meer und darüber hinaus

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Gedichte - Meer und darüber hinaus
Gedichte - Mee...
Von Isabella Kramer
Photo book


Endlich, nach 12 Jahren ist er da, mein neuer Gedichtband mit mehr als 150 Gedichten und ausgesuchten Schwarz-Weiß Fotografien auf 180 Seiten in zwei verschiedenen Buchversionen (Hard- und Softcover) erhältlich ... einfach auf das Buchvorschau/Einkaufswagensymbol klicken, einige wenige Exemplare sind noch über mich persönlich erhältlich Kontakt/Contact: vere_dit@yahoo.de


viel Freude bei der kleinen Vorschau!
 








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not much remain

 .




not much remains of the year
the few crumbs become swallowed
by the gray time

what remains is a light for writing
that makes it easier to find

the way between us





veredit©isabella.kramer




first published by ai li. night market (S.79). empty press. 23. Feb. 2023 


about cherita  


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In aller Stille

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In aller Stille 


nebelmorgen der see atmet in kleinen wellen den neuen tag alles leise alles gedämpft von der anderen seite das nebelhorn unirdisch nah und doch fern auch keine töne geben ein gedicht und in allem herbst bist du 




veredit©isabella.kramer23



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Ripe





 ripe

 a cheese sandwich
for dinner

 and
maybe
a poem



veredit©isabella.kramer





first published by ai li. night market (S.78). empty press 23.02.2023





sprouting green

 .







sprouting green

the laughing and giggles
of neighborhood girls

I write
a poem
(about)loneliness



veredit©isabella.kramer




awarded as a cherita lighthouse

first published by ai li. you ask me to dance (the cherita Book 64) (S.184). empty press. 22.06.2022

about cherita  

 

 

 

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Geschehen

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Geschehen


sollte man gedichte schreiben
sie gar einfädeln in bücher
seitenweise lyrisches fühlen

sehen denken sich stückchen
für stückchen von innen nach
außen schenken

dem empfinden neue namen geben
bilder erinnerungen und wünsche
wortgerecht aneinander weben

ist nicht schon längst alles gesagt
alles hinterfragt und abgearbeitet
empathie wird auf morgen vertagt

doch wie auf jede nacht ein morgen kommt
mir vertrauter ist als meine haut bin es eigentlich
längst so gewohnt folglich wird es immer so bleiben

ich werde weiter gedichte schreiben
malen und sehen ich kann gar nicht anders
also wird es geschehen 



veredit©isabella.kramer23



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Wortgeschöpf-t

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Wortgeschöpf-t

es ist das wortgeschöpf
das will ich jetzt auskosten 
dazu setz ich die silben fein
ins nebelgrau zu spinnen
die an seidenstrümpfen
weben oder ganz schlicht 
zu jener alten frau die leise
klagend immer ihre katze ruft
sie wird sie nicht mehr finden
längst schon begraben fort
doch hoffnung hält auch mich
am leben geben will ich
alle worte die ich hab
und die die morgen
kommen werden
so ist das leben
einer dichterin
auf erden



veredit©isabella.kramer22


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Annehmen

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Annehmen 


in aller stille
dunkelt sich der november 
in den advent 
aushalten und annehmen
worthülsen abstreifen und
der stille anlass geben

nur noch hier und da
ein fallendes wort 
gleich den letzten blättern
vor tropfenblinden fenstern
verweht ungehört

stiller dämmer den ganzen tag
raumfüllend das schnurren der katze 
wie ein herzschlag im nebel
pelzig wohlig hingegeben

grau in grau 
aushalten und annehmen



veredit©isabella.kramer22



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a poem

 .





a poem
about a smile

summer

washed out
by the last
waves



veredit©isabella.kramer




awarded as a cherita lighthouse

first published by ai li. i hear (the cherita Book 65) (S.90). empty press 18.07.2022


entstehen

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gedankenvolles ungeschriebenes wollen wünschen wortvoll zugewandt dem sehnen anheimgegeben der vergangenheit anteil offengelegt und berührungsoffenes wohnfühlen im gegebenen wort herznahes sein tief verkammert im schwarzen strich auf weißem blatt erste seite des neuen lebens vom du im wir 




veredit©isabella.kramer21


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es ist



es ist... 

die alten schulden sind beglichen
das konto aufgefüllt die schuld getilgt
ein name nach dem anderen gestrichen
ich bin es müde und doch nicht gewillt
so völlig kampflos von der bühne
abzutreten die alten wünsche
sind noch offen und es gilt das glück
zu sammeln vor sich selbst zu retten
sei es nur für eine kleine weile
doch die zählt


veredit©isabella.kramer21 



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ich schreibe dir

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ich schreibe dir

worte wie blühendes gras
sämlinge ungezählt wahllos
vom wind mal hierhin mal
dorthin verweht scheinbar
verschwendetes sehnen
breitet der rote mohn 
seidiges verstehen über uns
wie schon zum anbeginn
unseres ureigenen sommers
kornblumenblau der spiegel
deiner augen und ich mitten 
drin - worte wie blühendes gras




veredit©isabella.kramer21



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sollte man



sollte man
noch gedichte schreiben
über das sommerende 
den duft von kartoffelfeuern
fluffige wolken und mehr sonne
als wir verdienen sollte man

sollte man den blick 
aufs kleine lenken wieder einmal
so herztief hinschauen dass einem
die tränen kommen weil herztief
eben so schön ist 

sollte man weiter und weiter 
schreiben weil es von innen nach
außen will das lächeln und freuen
das glück und genießen so richtig
in vollen zügen auskosten
september herz sag mir 
sollte man das wirklich tun 

ja, sagst du - man sollte 


text und bild - veredit©isabella.kramer2020

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