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Gartennotizen, 27. August 2026

 





sommerreste wo hin das auge schaut da früh fallenden äpfel dort der schnecken-lochkartencode in den funkienblättern hortensien färben sich in rostigem rosa ausgebleichtes wiegendes gras wispert mir alte längst gebrochene versprechen ins ohr wäre nicht der duft vom rosmarin thymian gemischt mit späten rosen und das goldene licht ich müsste verzweifeln ob so viel abschieds und doch mit einem mal der südwest - unverkennbar trägt er das sehnen nach südlichen küsten in sich 

ach, wind alter freund 


veredit©isabella.kramer26



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Lebenspuren

 





Lebensspuren


stets habe ich über das glück geschrieben
zu leben zu lieben dem glück erliegen
auf reisen daheim in den wolken am meer
das glück war mir kompass war sehnen 
und mehr als die feder die nimmermüd 
mich getrieben 

stets habe ich über das glück geschrieben

so werd' ich es halten solange ich bin
glück schreiben erleben ersehnen ist sinn
ist antrieb erfüllung ist glück ganz tief drin 
von herzen gemeint 

ist das was ich bin



veredit©isabella.kramer2026

Kleine Dinge







Kleine Dinge


es sind die kleinen dinge
die vom glück erzählen
ganz so wie schmetterlinge
leise schaukelnd blüten wählen
und doch nicht bleiben 
wenn auch ab und an mal
wiederkehren es gilt 
der augenblick




veredit©isabella.kramer26



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Du bist mein Meer

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du bist mein meer 
zeitlosigkeit ist dein name

du bist mir meer
mir licht und schatten

mir sturm und tiefstes blau
mein heimathafen fest gehalten

nie fesselnd deine arme
stets frei zu fliegen wohin
der wind mich trägt

du bist mir ebbe flut und fester grund
du bist mein ein mein alles
der wunsch den ich in jedem leben
jemals nur hab' gehegt 



veredit©isabella.kramer26


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Türkis

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Türkis 


...ist mehr als eine Farbe
es ist Sonnenlicht am Meer
Schatten auf den weißgetünchten 
Wänden weit im Süden 
es sind Spiegel die in Bergseen 
Blicke in den Himmel öffnen 
nichts ist schwer 

nur noch Leichtigkeit und Palmenwedel
fern das Lied von tausenden Zikaden
und der Duft
würzig köstlich so ganz Sommer
gern gegebene Gabe 
immer liegt auch Liebe in der Luft
stille Buchten weite Blicke und ich habe
diese ganz bestimmte Sehnsucht nach
der Farbe ganz Türkis mit allem was 
mich ruft



veredit©isabella.kramer26



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Mohn Tage

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Mohn Tage 

jenes fliehen vor der welt
in blühende wiesen eintauchen
ins sommerland
wo licht und grillengesänge
zeitlose zeit füllen 
liebe rauschhaft wird
die zartheit der roten kelche 
windbewegt tanzend 
wie spielende finger auf 
juniwarmer haut 
versprechen von endlosigkeit
nur du und ich und der 
wiegende mohn


veredit©isabella.kramer2026





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Cap de Cavalleria




weit geht der blick aufs meer hinaus
tiefblau und strahlend gefährlich und schön
die seele schwingt sich mit den möwen hinauf
nichts stört keine qualen nur gleiten und sehen

im blau ertrinken in sonne baden
die flügel gestreichelt vom licht und vom wind
nur fühlen und lieben all das was wir haben
der spiegel im anderen all das was wir sind 




veredit©isabella.kramer26


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Das Bild

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gib mir das meer und einen weiten blick
so werde ich nichts weiteres von dir erfragen
mit diesem bild im innern weiß
ich kann und werde einfach alles, alles
lieben, schätzen und ertragen


veredit©isabella.kramer26



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Zeichen





meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
wellen brandung die getrieben
von der urkraft an uns reibt
windzerzauste haare möwen
deren rufe uns umkreisen
leuchtturmgrüße helle dünen
zeichen die uns meewärts weisen
platz für zweisamkeit und nähe
wortlos eins im anderen zeit
meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit



veredit©isabella.kramer26






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Gartennotizen, 21. März 2026

 



es liegt ein wandel unter meiner haut ein neues werden trotz dem druck der zeit streckt sich in ersten warmen frühlingssonnenstrahlen gebirt ein zartes grün entgegen der bedenken weiß der wille und der liebe macht wird es schon richten also streckt die flügel kleine seele aus dem schattengrau ins licht 



veredit©isabella.kramer26

inspiriert von meiner lieben Dichterfreundin Gabriele Brunsch 



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kissing a frog

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kissing a frog

brings
no right
to a prince

my dreams
are mine


veredit©isabella.kramer25







first published by ai li. the stone (cherita 101-150 Book 2) (English Edition) (p. 76) 26. August 2025

über cherita




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im Herzen

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Im Herzen


im herzen frieden halten
der freude raum zugestehen
die liebe mitgestalten
im geben und nehmen
gleichwohl bestehn
raunächte mit stille füllen
und erste schneeflocken
ganz leise fallen sehen


veredit©isabella.kramer25





Es ist mir eine liebe Tradition, Euch wertgeschätzten Lesern, Freunden und Wegbegleitern ein frohes Weihnachtsfest und einen wohlgelungenen Start ins neue Jahr zu wünschen. Besonders und vor allem aber möchte ich Euch Dank sagen, für die jahrelange Treue und Verbundenheit, Eure Wertschätzung und Inspiration, für Euer stilles Lesen und Reflektieren, für Euer Sein in meinem Leben. 


Alles nur erdenklich Liebe wünscht,



isabella   - veredit 

 

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sagen können

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wie liebe ich das meer
die wildheit seiner brandung
hoch an steilen küsten
die weite der unendlichkeit
der mensch so winzig klein
verloren unwichtig
der wellen kraft erlegen
wie liebe ich das meer

die schönheit seiner blauschattierungen
bis hin zum herrlichsten türkis wenn 
sonnenhimmel überspannen seine 
wasserspiegel von horizont zu horizont

dann bin ich eins mit mir und dieser weite
weiß meinen platz zu schätzen den das leben
mir geschenkt und atme jeden augenblick
so tief so rein und voller dankbarkeit
ich will nicht mehr als das genießen
fühlen - staunend stehen sagen 

wie liebe ich das meer



veredit©isabella.kramer25





das unerwartete geschenk

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spaltbreit öffnete sich das novembergrau
schäumende wellen segelnde möwen himmelblau
und diese linie die hoffnung bedeutet silbern und einzig
wir irgendwo dazwischen zweisam geschmiegt - winzig 
waren urplötzlich nicht nur nah
sondern wirklich da

selbst der sand unter meinen füßen 
war knirschend echt leicht feucht und 
von jenen herrlichen tönen wie sie nur 
unendliche  muscheln hinterlassen können

traum oder wirklichkeit 
mir ist es gleich ich merke sofort
hier schließt sich mein kreis 



veredit©isabella.kramer25



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der große Mond



der große mond hat uns verlassen
er ließ uns jenes sehnen
nach dem vollen rund
dem goldenen schein
der dunkle nächte hellt
und stund um stund
uns wärme auf der haut zurücklässt
ganz wie ein kuss
von einem heißgeliebten mund 



veredit©isabella.kramer25



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Ersehntes

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Ersehntes

dich sehnte ich an meine seite
ein leben lang - ein wimpernschlag
du kamst im herbst und warst mir winter
du warst mir ewig und ein tag

aus meer warst du aus blauem glas
genau wie ich dich mir ersehnt

du warst nie mein warst nur geliehen
vom meer gegeben und genommen
doch das wird nirgendwo erwähnt 



veredit©isabella.kramer25








Gewissheit




und müsstest du mich jemals suchen
so sei gewiss, du fändest mich am meer
den wind im haar, die lippen voller salz
und deinen fehlenden küssen
staunend den wilden möwenrufen lauschend
den blick am horizont entlang dort wo das licht
doch niemals ganz verlischt die segel winzigen
hoffnungspunkten gleich verschwimmend
du brauchtest mich nur leise anzurufen



veredit©isabella.kramer25



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Herbsttag - eine Erkenntnis

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Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

- Rainer Maria Rilke, 2875 - 1926


Herbsttag - eine Erkenntnis


die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise

in dunklen kammern werden erste kerzen wach
es riecht nach laub maronen und zerschellten träumen
die alte katze rollt sich auf meinen beinen für ein langes schläfchen ein
von draußen drängt sich nebel in die leeren räume 

so brauch ich nicht zu wandern durch die herbstalleen
nehm nur ein paar der spinnenweben um mein herz zu heilen
schau wehmütig den kranichen und wilden gänsen nach
und möchte allzu gern mit ihnen in den süden eilen 

die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise



veredit©isabella.kramer25 


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Gartennotizen, 1. Oktober 2025

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goldenes zwielicht füllt den garten schließt lücken wo die blüten bereits ihren diesjährigen abschied genommen haben tanzt mit den sacht fallenden ersten blättern lässt das rot der zaubernuss erglühen wie ein kleines feuerwerk und verwandelt die tanzenden mücken wahr und wahrhaftig in feen. 


unerwartet
im südwind
das meer


veredit©isabella.kramer25






Wolkenlieder

 





will nicht aufhören den wolken zu lauschen
mich in ihren blauen tönen verlieren
dies können und dürfen
um nichts würd' ich tauschen
verstummten die lieder so würde
mein innerstes einfach erfrieren

am weißesten obersten rand möcht' ich reisen
den küsten zu, weit hinaus auf's meer 
oder bleigrau und tief über berge streifen
ganz satt voller güte und vom regen schwer

ob golden am abend oder rosa am morgen
ob dicht gedrängt oder fedrig verweht
kein lied gleicht dem anderen 
so oft ich auch lausche 
verlier mich in träumen
von sehnsucht geprägt



veredit©isabella.kramer25



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