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ein altes Lied

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november atmet seine nebel
verhüllt was morgen kahl und tot
lässt sonne vage streifen ziehen
auf felder voller krähenscharen
geduld und hoffnung tun jetzt not

ein kleines licht ein altes lied
des sommers letztes apfelrot
ein lächeln warm und voller liebe
die hand die fest in meiner ruht
so lass ich denn den herbst gewähren
er wird schon wissen was er tut

november atmet seine nebel
verhüllt was morgen kahl und tot
ein lächeln warm und voller liebe
die hand die fest in meiner ruht


veredit©isabella.kramer25


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In der Dämmerung zu lesen - ein Pantum

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früh es dunkelt im november
erster schnee sacht niederfällt
dünn und dünner der kalender
nähe uns zusammenhält 

erster schnee sacht niederfällt 
zeit nach innen sich dann wendet
nähe uns zusammenhält 
vom kamin das feuer blendet

zeit nach innen sich dann wendet
nur die katze schnarcht ganz leise
vom kamin das feuer blendet
jeder träumt auf seine weise

nur die katze schnarcht ganz leise
früh es dunkelt im november
jeder träumt auf seine weise
dünn und dünner der kalender





veredit©isabella.kramer25



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das unerwartete geschenk

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spaltbreit öffnete sich das novembergrau
schäumende wellen segelnde möwen himmelblau
und diese linie die hoffnung bedeutet silbern und einzig
wir irgendwo dazwischen zweisam geschmiegt - winzig 
waren urplötzlich nicht nur nah
sondern wirklich da

selbst der sand unter meinen füßen 
war knirschend echt leicht feucht und 
von jenen herrlichen tönen wie sie nur 
unendliche  muscheln hinterlassen können

traum oder wirklichkeit 
mir ist es gleich ich merke sofort
hier schließt sich mein kreis 



veredit©isabella.kramer25



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Lärchengold

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Lärchengold


denk ich ans engadin im herbst
so denk ich an die goldenen spitzen
der lärchen die noch einmal alles geben
leuchtend schon im weihnachtlichen glanz
kommt dann noch rauer wind
von jetzt schon schneebedeckten höhen
so wiegen sie mit ihren gelbgetupften kleidern
sich schwesterngleich im herbstverliebten tanz  



veredit©isabella.kramer25 






in unbesternten Nächten

 



in unbesternten Nächten


an deiner halsbeuge zu ruhn
dem sturmgebraus
fast träumend lauschen
wo keine furcht mich finden kann
kein unheil droht wo liebe wohnt
im warmen sicher sein geborgen
immerdar 

um keinen preis der welt
würde ich tauschen



veredit©isabella.kramer25



einmal mehr inspiriert von meiner lieben unvergessenen Mo. - Monika Kafka 1960 - 2014 



Herbsttag - eine Erkenntnis

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Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

- Rainer Maria Rilke, 2875 - 1926


Herbsttag - eine Erkenntnis


die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise

in dunklen kammern werden erste kerzen wach
es riecht nach laub maronen und zerschellten träumen
die alte katze rollt sich auf meinen beinen für ein langes schläfchen ein
von draußen drängt sich nebel in die leeren räume 

so brauch ich nicht zu wandern durch die herbstalleen
nehm nur ein paar der spinnenweben um mein herz zu heilen
schau wehmütig den kranichen und wilden gänsen nach
und möchte allzu gern mit ihnen in den süden eilen 

die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise



veredit©isabella.kramer25 


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diffus

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diffus


erste fallende blätter 
im gegenlicht 
späte rosen mit flecken 
wie blut 
jahr für jahr ein neues 
herbstgedicht 
und die hoffnung
alles wird gut 






veredit©isabella.kramer25





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Gartennotizen, 1. Oktober 2025

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goldenes zwielicht füllt den garten schließt lücken wo die blüten bereits ihren diesjährigen abschied genommen haben tanzt mit den sacht fallenden ersten blättern lässt das rot der zaubernuss erglühen wie ein kleines feuerwerk und verwandelt die tanzenden mücken wahr und wahrhaftig in feen. 


unerwartet
im südwind
das meer


veredit©isabella.kramer25






one

 .




one
leave
after

the
other

autumn


veredit©isabella.kramer24







awarded as a cherita lighthouse



first published ai li. i get lost again (English Edition) (p. 64).  21. February 2025

über cherita

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Im September

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noch ist es sommerlicht
was sich verfängt im ersten rot
der zaubernuss mit ihrer ungeduld
kann sie den nahen herbst wohl 
kaum erwarten doch noch ist
sommerlicht zwischen hortensien
und den schlanken anemonen
in unserem garten wir wollen
es speichern füllen in die schönen
bunten flaschen aus seeglas
die im großen fenster stehen
denn dann ist es sommerlicht
was wir an kommend dunklen tagen
beim schauen in die vage welt
gemeinsam sehen 




veredit©isabella.kramer25



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zum Ende hin

 




zum ende hin


es liegt ein abschied
im november
ein weh ein ach
und all das licht
das fehlt 

es liegt der nebel
im november 
und tannen tropfen
tränen auf die gräber
still so still

es liegt ein hoffen
im november
die zeit der kerzen
nähe liebe
sie ist nah




veredit©isabella.kramer24


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verwirbelt


 

verwirbelt

 

es sind die kleinen teile weggebrochen mit jedem jahr ein wenig morscher müder gleich einem alten apfelbaum zu müd zu tragen es sind die alten äste die sich in die ersten stürme dieses herbstes stemmen sich beugen biegen die blätter wirbeln wirbeln wie gedanken nur scheinbar wahllos fallen die letzten ab und klar so klar der blick ins weite land du der du meinem herzen immer nah bist den winter ach so sehr herbei sehnst denn ist er doch unser ziel und immer sein




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Herbst im Barockgarten


 


ist es die ruhe dieser geraden linien
das warme spiel der herbstlich
ausgeschmückten hecken die spiegel
die das alles schier unendlich scheinen 
lassen selbst den zug der wildgänse 
hoch oben und ganz unten alles hat 
hier seine form und treibt es doch so bunt

es füllt die ruhe seele herbstlich
leert wege die ins nichts geleiten
verschwendet sich in friedlichkeit 
ist sehnsucht und ist angekommen
zugleich 





veredit©isabella.kramer24 




Krähenrufe


 

 

 Krähenrufe

im stillen grau
verdämmern kurze tage
das gold der letzten blätter
ist verrauscht
geblieben sind die krähen
auf dem öden feld mit ihren rufen
nach wer weiß schon was

bestimmt nach einer besseren welt
mit nähe und liebe und was es so braucht
bestimmt nicht den nebel bestimmt
nicht das grauen es braucht herzen
und augen um richtig zu schauen

im stillen grau
verdämmern kurze tage
das gold der letzen blätter
ist verrauscht 




veredit©isabella.kramer24 





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November Gedanken

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es sind die wege still
der himmel gibt sich grau
verhangen wolkenschwer
die krähen seltsam 
schwermütig in ihrem krah


mein blick bleibt hängen 
an den winzig kleinen resten
die uns bleiben noch
von diesem jahr 


 es fällt ein blatt
und andere werden folgen
so sei es und so bleibt es wohl
für immerdar 





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Gartennotizen, 7. November 2024

 




gefüllt mit farben an farben blättern kranichrufen und goldenem licht welkt sich der garten in den späten herbst was sich in den beeten leert kehrt an lärmenden spatzen zurück im topfgarten kontrolliert der kleine zaunkönig akribisch jede nische und fuge. von allem ist nur noch ein abschied da lediglich der rosmarin duftet sommer



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Melancholie

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Melancholie

ist es die leere in den weiten die die blätter füllen kann das neue alte lied des herbstwinds der nur sehnsucht kennt und alles fegt verwirbelt fortbestand verleugnet und doch stete nähe fordert gibt ein freund vielleicht gefährte allemal den wolken die den horizont bestreichen mit november es ist die leere in den weiten die das herz so langsam schlagen lässt dass selbst das fallen müder blätter lebhaft ist grau ist der name schon sein klang bedeutet kurze tage lichlos durchdrungen melancholisch wär nicht das nahe schnurren der alte katze teeduft und der schimmer warmer kerzen


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November Park

 





November Park
auf einer Bank
liegt ein verlassenes Gedicht
über die Liebe





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Wasserburg Flechtingen

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Wasserburg Flechtingen

im grau zieht es sich durch uralte gemäuer rissig die wände löchrig das dach doch gurren tauben und im alten park helle kinderstimmen jauchzen toben mit fallenden blättern das glucksen des sees klingt wie ein echo darauf und selbst das schloss im seespiegel scheint zu lächeln wen kümmern schon jahrhunderte

 

 

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Es ist die Zeit




Es ist die Zeit 


wenn zwischen letzten Rosen
Nebelfrauen ihre Lieder weben
der Tau der Nacht im ersten Frost erstarrt  
wenn Kranichzüge wieder südwärts
streben kaum noch ein Blatt am Baum
verharrt und Winde rasch in Stürme
sich verwandeln dann wird es Zeit
für Kerzen Nähe und Gedichte
die von der Liebe und der Sehnsucht
handeln vom Meer und allem was da 
zählt im Leben 

wenn zwischen letzten Rosen 
Nebelfrauen ihre Lieder weben




veredit©isabella.kramer24


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