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veredit©isabella.kramer25
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sommerreste wo hin das auge schaut da früh fallenden äpfel dort der schnecken-lochkartencode in den funkienblättern hortensien färben sich in rostigem rosa ausgebleichtes wiegendes gras wispert mir alte längst gebrochene versprechen ins ohr wäre nicht der duft vom rosmarin thymian gemischt mit späten rosen und das goldene licht ich müsste verzweifeln ob so viel abschieds und doch mit einem mal der südwest - unverkennbar trägt er das sehnen nach südlichen küsten in sich
ach, wind alter freund
veredit©isabella.kramer26
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und wieder ein abschied im mai
ein letztes zartes band der jugend
gegangen verweht
eingewebt in die fülle der aufblühenden
pfingstrosen mahnt es doch zweierlei
genuss und ende einer reise
veredit©isabella.kramer26
für R. 18.02.1935 - 25.05.2026
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eine weiteren frühling wolltest du nicht mehr durchleiden gefangen im eigenen körper entseelt und reduziert ja auf was - zu spät zum verzeihen zu spät für die einen worte
märztag—
bei deiner beiseitzung
hoch oben kranichrufe
veredit©isabella.kramer
für A. 10.08.1935 - 25.02.2026
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vom frost bereift
und in der stille eingefangen
spinnt sich der kleine rest
des alten jahres um mein herz
es ist nicht viel
es ist nicht laut
doch mir genug zum lauschen
ein rückblick eigner art
ein niemals hingelangen
nicht mal ein wunsch
und doch würd' ich
um keinen preis der welt
ihn tauschen den kleinen
frostbereiften rest
mit seiner stille
eingesponnen um
mein herz
veredit©isabella.kramer25
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november atmet seine nebel
verhüllt was morgen kahl und tot
lässt sonne vage streifen ziehen
auf felder voller krähenscharen
geduld und hoffnung tun jetzt not
ein kleines licht ein altes lied
des sommers letztes apfelrot
ein lächeln warm und voller liebe
die hand die fest in meiner ruht
so lass ich denn den herbst gewähren
er wird schon wissen was er tut
november atmet seine nebel
verhüllt was morgen kahl und tot
ein lächeln warm und voller liebe
die hand die fest in meiner ruht
veredit©isabella.kramer25
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fast zwei jahrzehnte voller lebensfreude und abenteuer wind in den haaren und noch mehr sommersprossen haben nun ein ende gefunden ob am meer oder am comer see frankreich oder auf schlössertour ein zuverlässiger freund bist du mir gewesen kein anderer hätte besser zu mir gepasst
abschied—
gefüllt mit kranichrufen
der blitzblaue himmel
veredit©isabella.kramer25
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Herbsttag - eine Erkenntnis
die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise
in dunklen kammern werden erste kerzen wach
es riecht nach laub maronen und zerschellten träumen
die alte katze rollt sich auf meinen beinen für ein langes schläfchen ein
von draußen drängt sich nebel in die leeren räume
so brauch ich nicht zu wandern durch die herbstalleen
nehm nur ein paar der spinnenweben um mein herz zu heilen
schau wehmütig den kranichen und wilden gänsen nach
und möchte allzu gern mit ihnen in den süden eilen
die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise
veredit©isabella.kramer25
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diffus
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noch ist es sommerlicht
was sich verfängt im ersten rot
der zaubernuss mit ihrer ungeduld
kann sie den nahen herbst wohl
kaum erwarten doch noch ist
sommerlicht zwischen hortensien
und den schlanken anemonen
in unserem garten wir wollen
es speichern füllen in die schönen
bunten flaschen aus seeglas
die im großen fenster stehen
denn dann ist es sommerlicht
was wir an kommend dunklen tagen
beim schauen in die vage welt
gemeinsam sehen
veredit©isabella.kramer25
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vergessen
und wenn der tod dich vergisst vorüber geht zur nächsten tür wieder einmal hättest du gesagt mit diesem kleinen bitteren strich der dein mund ist konnte er doch süße weder schmecken noch sagen ist er nun fast das einzig lebendige an dir
rabenrufe
am untersten wolkenrand
ein streifen licht
veredit©isabella.kramer25
für A. 10.08.1935 - 25.02.2026
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die inseljahre sind vergangen
geblieben sind mir nur die lieder
die muscheln sand in kleinen gläsern
und manchmal träume ich sie wieder
den duft die stille tauben gurren
das träge rascheln alter palmen
will nicht erwachen einfach bleiben
durch meinen traum dort hingelangen
veredit©isabella.kramer25
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a white stone
your gift
for my birthday
the warmth
of your hands
still on it
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nebel - hat das jahr verschluckt
drängt alles ins vergessen
feld und wald
glück und schmerz
fort, wie nie besessen
schweigend
hüllt wie rauch uns ein
tröstend seine stille
tropfen fallen
von baum und strauch
hände die sich wiederfinden
liebe tief und unermessen
nebel - hat das jahr verschluckt
drängt alles ins vergessen
veredit©isabella.kramer24
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weihnachten - bittersüß
sorgen und schlaflose dunkelnächte
der garten voller toter blätter
still stehen
den kranichen lauschen
dennoch das glück finden
mit niemandem tauschen
wollen und denken
so schließt sich der kreis
weihnachten bittersüß
wenn schon nicht weiß
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zum ende hin
es liegt ein abschied
im november
ein weh ein ach
und all das licht
das fehlt
es liegt der nebel
im november
und tannen tropfen
tränen auf die gräber
still so still
es liegt ein hoffen
im november
die zeit der kerzen
nähe liebe
sie ist nah
veredit©isabella.kramer24
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hingehaucht
winteratem
pudrige schleier
glitzernd und zart
ahnung von abschied
gegebenen versprechen
jeder liebt eben
auf seine art
veredit©isabella.kramer24
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Krähenrufe
im stillen grau
verdämmern kurze tage
das gold der letzten blätter
ist verrauscht
geblieben sind die krähen
auf dem öden feld mit ihren rufen
nach wer weiß schon was
bestimmt nach einer besseren welt
mit nähe und liebe und was es so braucht
bestimmt nicht den nebel bestimmt
nicht das grauen es braucht herzen
und augen um richtig zu schauen
im stillen grau
verdämmern kurze tage
das gold der letzen blätter
ist verrauscht