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In der Dämmerung zu lesen - ein Pantum

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früh es dunkelt im november
erster schnee sacht niederfällt
dünn und dünner der kalender
nähe uns zusammenhält 

erster schnee sacht niederfällt 
zeit nach innen sich dann wendet
nähe uns zusammenhält 
vom kamin das feuer blendet

zeit nach innen sich dann wendet
nur die katze schnarcht ganz leise
vom kamin das feuer blendet
jeder träumt auf seine weise

nur die katze schnarcht ganz leise
früh es dunkelt im november
jeder träumt auf seine weise
dünn und dünner der kalender





veredit©isabella.kramer25



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Heideblüte - Pantum

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Heideblüte 


Spätsommer legt sich über die Heide
die warme Sonne und Bienengesumm
purpurne Teppiche schmücken die Weite
ansonsten erscheint die Welt völlig stumm


die warme Sonne und Bienengesumm
untermalt vom Lied der Heidelerchen
ansonsten erscheint die Welt völlig stumm
versunken in einem Septembermärchen

untermalt vom Lied der Heidelerchen
ein Farbenrausch im welligen Land
versunken in einem Septembermärchen
zum Glück nur uns allein bekannt

ein Farbenrausch im welligen Land
Spätsommer legt sich über die Heide
zum Glück nur uns allein bekannt
purpurne Teppiche schmücken die Weite



veredit©isabella.kramer25






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Losgelöst




Losgelöst


wär' ich eine wolke nur
trieb ich mich den ganzen tag
lächelnd fluffig durch's azur
einfach nur weil ich es mag

trieb ich mich den ganzen tag
mal gebauscht mal lang gezogen
einfach nur weil ich es mag
auf des himmels weitem bogen

mal gebauscht mal lang gezogen
von den bergen bis zum meer
auf des himmels weitem bogen
wolkenreisen lieb ich sehr 

von den bergen bis zum meer
wär' ich eine wolke nur
wolkenreisen lieb ich sehr
lächelnd fluffig durch's azur



veredit©isabella.kramer23

Im Schlosspark - Pantum



Im Schlosspark


der Herbst ist in den Park gekommen
Glück pur in herrlich warmen Farben
die Schwäne von purpurnen Blättern umschwommen
vom Maler Natur verteilte Gaben


Glück pur in herrlich warmen Farben
das Schloss am Wasser glänzt golden im Licht
vom Maler Natur verteilte Gaben
die ganze Szene ein Herbstgedicht 


das Schloss am Wasser glänzt golden im Licht
Ulme und Ahorn, tief gelb und burgund 
die ganze Szene ein Herbstgedicht 
selbst Rasen und Teiche sind leuchtend bunt 


Ulme und Ahorn, tief gelb und burgund 
der Herbst in den Park gekommen
selbst Rasen und Teiche sind leuchtend bunt 
zwei Schwäne von purpurnen Blättern umschwommen



veredit©isabella.kramer21 



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Im August

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Im August

Rosen hinter fremden Zäunen
Gassen schmal, nach Süden duftend
Bilder sammeln tief im Innen
sehen leben nicht nur träumen

Gassen schmal, nach Süden duftend
fern dahinter Meeresrauschen 
sehen leben nicht nur träumen
dem Gesang des Windes lauschen 

fern dahinter Meeresrauschen 
steile Treppen, stille Strände
dem Gesang des Windes lauschen
fest verschränkt sind unsere Hände

steile Treppen, stille Strände
Rosen hinter fremden Zäunen
fest verschränkt sind unsere Hände
Bilder sammeln tief im Innen





isabella.kramer©veredit 2016



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punctum saliens

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im glück will ich dir namen geben
will dich mit klarer stimme nennen
fest sollen dich silben an mich weben
kein schnöder punkt soll uns je trennen

will dich mit klarer stimme nennen
wenn's aus ist ziehen wir einen strich
kein schnöder punkt soll uns je trennen
doch davon reden wir jetzt nicht

wenn's aus ist ziehen wir einen strich
und binden uns an seine enden
doch davon reden wir jetzt nicht
noch liegt das herz in unseren händen

und binden uns an seine enden
im glück will ich dir namen geben
noch liegt das herz in unseren händen
fest sollen dich silben an mich weben





veredit©isabella.kramer16


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Rosenmond - Pantum

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Rosenmond


es sind die üppigen tage
die nächte so süß und so schwül
ein rausch aus düften und farbe
ein längst vergess'nes gefühl


die nächte so süß und so schwül
ein wispern, verstehen, verzeihen
ein längst vergess'nes gefühl
umwerben, erliegen, vergehen


ein wispern, verstehen, verzeihen
was zählen schon dornen im leben
umwerben, erliegen, vergehen
und lieben, lieben und lieben 


was zählen schon dornen im leben
es sind die üppigen tage
ein rausch aus düften und farbe
und lieben, lieben und lieben 







veredit©isabella.kramer15 














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Nur mal so gefragt - ein lenziges Pantum

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wollen wir uns in den Frühling stürzen
die Kätzchen kosen, die silbernen Weichen
den Kaffee mit Zimt und Kardamom würzen
die uralte morsche Bank neu streichen


die Kätzchen kosen, die silbernen Weichen
uns Tulpen und Primeln zum Sattsehen gönnen
die uralte morsche Bank neu streichen
und Seite an Seite uns niemals mehr trennen 


uns Tulpen und Primeln zum Sattsehen gönnen
der Sonne die Nasen entgegenstrecken 
und Seite an Seite uns niemals mehr trennen 
na ja, ab und zu, darfst du dich verstecken 


der Sonne die Nasen entgegenstrecken 
so wollen wir uns in den Frühling stürzen
na ja, ab und zu, darfst du dich verstecken und
den Kaffee mit Zimt und Kardamom würzen





veredit©isabella.kramer15






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RegenLied

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RegenLied 


es singt der regen ein lied
er singt von verflossenen träumen
die rosen ergeben sich neigen 
grün tropft von büschen und bäumen


er singt von verflossenen träumen
vom wachsen, werden und sehnen
grün tropft von büschen und bäumen
einem lächeln gleich unter tränen


vom wachsen, werden und sehnen
vom fortgehen und bleiben müssen
einem lächeln gleich unter tränen
dich spüren und immer vermissen


vom fortgehen und bleiben müssen
es singt der regen ein lied
dich spüren und immer vermissen
die rosen ergeben sich neigen 






veredit©isabella.kramer14




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ein trost pantum

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ein abschied kommt es wechseln die gezeiten
von blättern fallen tropfen nebelmüd
einsame pfade sind einsam zu beschreiten
die tage welken - die rosen sind verblüht


von blättern fallen die tropfen nebelmüd
blass sind des himmels aufgespannte fluren
die tage welken - die rosen sind verblüht
schweigendes ticken abgelaufener uhren


blass sind des himmels aufgespannte fluren
denn aus der nacht entsteigt der erste frost
schweigendes ticken abgelaufener uhren
du liebst und weißt es – das ist der trost


und aus der nacht entsteigt der erste frost
ein abschied kommt es wechseln die gezeiten
du liebst und weißt es – das ist der trost
einsame pfade sind einsam zu beschreiten








veredit©isabella.kramer2013






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und dennoch pantum


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auf starren linien wandelt der blauen städte kind
von träumen längst verlassen - die augen leer
scheinbar verloren, doch ist das herz nicht blind
und eine locke tanzt frei, als käm' der wind vom meer


von träumen längst verlassen - die augen leer
wortloser schatten schluckt alte fernwehlieder
und eine locke tanzt frei, als käm' der wind vom meer
schrieb das nicht irgendwer für irgendwen mal nieder


wortloser schatten schluckt alte fernwehlieder
zerknüllt das blatt – niemand liest das gedicht
schrieb das nicht irgendwer für irgendwen mal nieder
in einer ungewollten kurve spiegelt sich licht


zerknüllt das blatt – niemand  liest das gedicht
auf starren linien wandelt der blauen städte kind
in einer ungewollten kurve spiegelt sich licht
scheinbar verloren, doch ist das herz nicht blind




veredit©isabella.kramer 2013



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arkadien ist nah - Pantum



 
träg flirrt und gleißt das sommerlicht
im glühend schlummer döst der garten
wo sonnenbräute dicht an dicht
in duftumwölkten träumen warten


im glühend schlummer döst der garten
purpurner tanz der schmetterlinge
wo sonnenbräute dicht an dicht
umkosen schläfrig matte sinne


purpurner tanz der schmetterlinge
kaum hörbar lockt das lied des pan
umkost es schläfrig matte sinne
betört mit grünem zauberbann


kaum hörbar lockt das lied des pan
es flirrt und gleißt das sommerlicht
betört mit grünem zauberbann
die duftumwölkten träume warten







veredit©12




Safe Creative #1208212154088


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Veröffentlichung - weniger bis meer




Endlich ist er da, mein erster Gedichtband - vereditiertes in Buchform !!!


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viel Freude bei der kleinen Vorschau!

Wehmut - ein Herbst-Pantum

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Wehmut - raschelt das trockene Laub
Gräser knistern gestrig im Wind
Birkengold wirbelt, der Böen Raub
wo nur die Tage geblieben sind


Gräser knistern gestrig im Wind
flüstern von kommender dunkler Zeit
wo nur die Tage geblieben sind
Wärme und Leben – Vergangenheit


Flüstern von kommender dunkler Zeit
hoch am Himmel die Wildgänse reisen 
Wärme und Leben – Vergangenheit 
sehnsuchtsvoll Träume gen Süden weisen


hoch am Himmel die Wildgänse reisen
Wehmut - raschelt das trockene Laub
sehnsuchtsvoll Träume gen Süden weisen
Birkengold wirbelt, der Böen Raub





veredit©11

Safe Creative #1110080249240 

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Herbstwald - Pantum









Pilzduftend, grüne Räume
Waldpfade locken moosweich
herbstlichtgemalte Träume
goldblattgetupft der Moorteich

Waldpfade locken moosweich
horch, hat dort nicht ein Elf gelacht
goldblattgetupft der Moorteich
die Spinnenfrau ihr Netz bewacht

horch, hat dort nicht ein Elf gelacht?
Farnwedel tanzen träge
die Spinnenfrau ihr Netz bewacht
und Brombeerduft säumt Wege

Farnwedel tanzen träge
Pilzduftend, grüne Räume
und Brombeerduft säumt Wege
herbstlichtgemalte Träume



veredit©03.10.10



Safe Creative #1010037490513
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Tantris – oder wer hängte die gelben Bänder in die Bäume *Pantum

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sollt‘ wegen Frühling denken
besonders Brautjungfern verblühen
drum hurtig aufgelenzt
ist es die Nähe doch, die zählt

besonders Brautjungfern verblühen
am schönsten dann zu zweit platziert
ist es die Nähe doch, die zählt
gemalt mit tropfend nassem Pinsel

am schönsten dann zu zweit platziert
ein jedes hat nur Augen für das andere
gemalt mit tropfend nassem Pinsel
so leicht, man meint zu schweben

sollt‘ wegen Frühling denken
ein jedes hat nur Augen für das andere
so leicht, man meint zu schweben
drum hurtig aufgelenzt




veredit©10




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weihnachtsschnee - Pantum

























Weihnachtsschnee




es liegt ein zauber allenorts
die welt versinkt in träumen
er weißt und wirkt in jedem fort
sternweich das licht verwoben

die welt versinkt in träumen
ihr leuchten dringt nach innen
sternweich das licht verwoben
in jedes aug, in jedes herz

ein leuchten dringt nach innen
kristalle rein und silbern
in jedes aug, in jedes herz
's vermag nur schnee zur weihnachtszeit

kristalle rein und silbern
es liegt ein zauber allenorts
's vermag nur schnee zur weihnachtszeit
er weißt und wirkt in jeden fort





veredit©isabella.kramer09



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refugio conclusio - Pantum











in sanftes dämmerlicht getaucht
von eisgespinsten zart gekränzt
dezemberrosen frostbehaucht
selbst unscheinbares silbern glänzt

von eisgespinsten zart gekränzt
ein jedes blatt wird zur skulptur
selbst unscheinbares silbern glänzt
raureifdurchwebte schleierspur

ein jedes blatt wird zur skulptur
vertraut und doch verlockend fremd
raureifdurchwebte schleierspur
schönheit entblößt sich ungehemmt

vertraut und doch verlockend fremd
in sanftes dämmerlicht getaucht
schönheit entblößt sich ungehemmt
die letzten rosen frostbehaucht



veredit©isabella.kramer2009





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schönheit des vergehens – Pantum








herbst mischt des sommers farbenvielfalt
sein wandeln zeugt geborgenbraun
abschied in rost, orange und rosa
als mollakkord im lebensraum

herbstwandel zeugt geborgenbraun
verstärkt kontur, struktur und formen
zum mollakkord im lebensraum
schattiert er jenseits aller normen

verstärkt kontur, struktur und formen
im weichen licht details verwebt
schattiert er jenseits aller normen
raureif das spektrum zart belebt

im weichen licht details verwebt
herbst mischt des sommers farbenvielfalt
raureif das spektrum zart belebt
abschied in rost, orange und rosa




veredit©09


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wolkengold - Pantum











wolkengold

sanft zeichnen sommerfinger
weitgespreizt bis ganz, ganz tief
rücken grün, blick himmelwärts
so grasumduftet wandelbar

weitgespreizt bis ganz, ganz tief
am liebsten lichtleicht, licht
so grasumduftet wandelbar
wortbefreit knochenlos weiß

am liebsten lichtleicht, licht
rahm spült schwarz hinfort
wortbefreit knochenlos weiß
glitzerränder greifen streifen

rahm spült schwarz hinfort
sanft zeichnen sommerfinger
glitzerränder greifen streifen
rücken grün, blick himmelwärts



veredit©09



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