Posts mit dem Label Märchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Märchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Winterfeen

 .




Winterfeen 

aus schneekristallen
formen sie die schönsten träume
und ihre lieder schenken sie
dem eisigen wind

nie könnte hoffnungslosigkeit 
sie auch nur fassen
dafür sind sie zu fröhlich
und einfach zu geschwind 

die silberfäden
in den langen offenen haaren
sie leuchten auf bei jedem
noch so schwachen licht

ein zauber ist's
der ihren tanz begleitet
man muss dran glauben

sonst sieht man's einfach nicht 





veredit©isabella.kramer25



.


Wintertraum

 


Wintertraum


mir träumte von einem schloss im schnee
verlassen und dunkel die leeren hallen
einzig das echo meiner zögernden schritte
schien von den eisigen wänden zu schallen

nur der nordwind sang noch sein uraltes lied
von bällen und tänzen in nächten
die einfach kein ende gefunden haben
geschweige es jemals nur möchten

durch brüchige fenster der mond beschien
die drehenden schatten und schemen
da wogten die roben da funkelten fächer
und geigenmusik füllte winterball szenen

der hauch eines schleiers verloren im tanz
sich im eigenen rhythmus bewegt umschlingt
meinen arm zieht mich an sich und geht
und ich träume und werde verweht



veredit©isabella.kramer24




.

Märchenwunsch




Märchenwunsch

schenk mir ein schloss
mit blauen träumen
dort wo der tod nicht
zählt die liebe nur ein
und niemals ausgeht
der himmel das dach
das sehnen die treppe
bildet die ich wie einst
mit gläserenen schuhen
beschreite mein herz
in deinem blick


veredit©isabella.kramer19



.



aus/weg/los - kein Märchen 2

.



würden wir 
durch den wald gehen 
seite an seite unsere
angst vor den wölfen 
in uns gut verstecken 
stets die warnungen 
des eichelhähers achtend
jedes steinchen mit sorgfalt
fallen lassen und letztendlich 
vor dem unerwarteten
pfefferkuchenhäuschen 
ankommend 
doch feststellen


märchen können auch 
ganz anders ausgehen 
oder wir sind eben 
nicht hänsel und gretel




veredit©isabella.kramer15 





.

Siebenmeilenstiefel

.



hätte ich heute einen wunsch noch frei,
so wünschte ich mir siebenmeilenstiefel
um diesem winter,  der sich hinzieht
wie ein dicker brei, mit mächtig weiten
schritten zu entkommen.



mit einem hüpfer würde ich im hellsten
frühling stehen, den kopf in mandelblüten
und tausend kleine gänseblümchen zwischen
nackten zehen,  der warme wind vom nahen meer
flüsterte mir sein salziges willkommen.



doch solche schuhe gibt es nur bei
freien wünschen und diese wiederum gibt’s
nur im märchenland – ein längst verschollener ort.
drum hab ich keine wahl und anstatt zauberstiefeln
schmück ich mich weiterhin mit dicken strümpfen.







veredit©isabella.kramer 2013







.

island, 1

.



der geysire faucht
und ein bär schwebt ins blau. ich,
darunter – winzig.




veredit©12
.

nephele - ein herbsttanz

.



Nephele - ein Herbsttanz 


es sind die weichen spuren
des kaum erhellten tages 
die grauen schleier jener 
nicht mehr jungen bräute
die dennoch bebend sehnen
des späten feuers nähe – glut


es ist das leise wispern
das weiße haar so fein gesponnen
dass feen würden neidisch werden
verfangen sacht im windgewiegten ried
das sie verrät die nebelgrauen
sie tanzen ihren eigenen reigen - gut


ganz unbeirrt und forsch der schritt
und mutig einen raschen sprung
der bauscht die röcke hoch im flug
es will gelebt sein dieses restlich kurze jahr
bis hin zum letzten tag - verschwommen 
vage, was wohl kommen mag – nur mut 




veredit©isabella.kramer2011 



Safe Creative #1110200340574 .