das bisschen blau





es ist das schreiben
dieser heimatlosen welten
raum das bisschen blau
aufspüren können wollen
jener ort wo grau nicht
hinreicht und die dunkelheit
so gar nichts zu bedeuten
hat wo himmel eben mehr
als nur ein wort ist zwischen
tausend anderen das richtig 
ausgesprochen 
nie zulassen wird das unsere
zarte bindung letztlich doch
verwintert es ist das schreiben
wie das atmen deiner nähe 



veredit©isabella.kramer20


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aus den Nebeln geboren



es mögen gute geister sein 
etwas das schwingen breitet schützt 
den nebel lichtet unerwartet 
hoffnung gebirt aus goldenem licht 
dünn ist die winterhaut doch leitet 
sie licht direkt ins unbeschriebene herz 
wegweiser irrlicht oder einfach
nur das wissen so geliebt zu werden 



veredit©isabella.kramer2020


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Das alte Jahr



Das alte Jahr

Ganz grau gibt sich 
der letzte Tag des alten Jahres
Abschiedgruß, verbraucht scheint
alle Farbe, blass, das Licht ist
kaum genug, um Vorsätze
zu formulieren, geschweige denn, 
sie aufzuschreiben. So wird 
es wohl wie immer gehen, 
es wird beim guten Willen
bleiben.



veredit©isabella.kramer2019


Bitte versinkt mir nicht im Grau, sondern kommt gut, sicher und hoffnungsvoll ins neue Jahr, das Euch Stärke, Liebe und Zuversicht geben soll, Energie und Lebensfreude mögen Eure Begleiter sein und Ihr Kraft aus Kreativität und Freundschaft schöpfen könnt.

In liebevoller Verbundenheit , Isabella 




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Im kleinen Glück




im kleinen glück liebt es sich ungestört
es hat die grünen nischen die nach tannen duften
dort wo die engel ihre flügel breiten 
man ihr lachen hört und eine melodie 
die kulften überwindet und das herz betört


veredit©isabella.kramer2019 




Es ist mir eine liebe Tradition Euch wertgeschätzten Lesern, Freunden, Wegbegleitern ein frohes Weihnachtsfest und einen wohlgelungenen Start ins neue Jahr zu wünschen. Besonders und vor allem möchte ich Danke sagen, für die jahrelange Treue und Verbundenheit, Eure Wertschätzung und Inspiration, für Euer stilles Lesen und Reflektieren, für Euer Sein in meinem Leben. 


Alles nur erdenklich Liebe wünscht,



isabella   - veredit

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stille nacht



mit den engeln singen schnee von tannen schütteln stobende funkelnde wolken aus tausend gleißenden flocken und mehr glitzernde tanzende winterkinder unter dem sterbenden stern geboren eingeschworen auf einander wieder und wieder der liebe zugetan du mein windgespiele der eisklaren nächte hörst dieses lied der nordwind trägt es dir zu und die nacht legt ihr samtenes notenblatt direkt ans offene herz so und nicht anders ist es wenn man mit den engeln singt


veredit©isabella.kramer2019


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Frost - ein Dezembergedicht




frost wind beißt 
in ungeschützte
hände und wangen 
äpfelchenrot - reißt 
die letzten blätter 
erbittert mit sich fort 
legt dem ganzen 
das löchrige gewand 
ungemütlichkeit über 
hochgezogenen schultern 
zeigt von schnee keine spur
lässt aber die sterne tanzen
und das
ist doch auch schon was



isabella.kramer©veredit2019 



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es ist nicht viel



es ist nicht viel 
geblieben vom jahr 
die paar krümel 
werden vom grau 
verschluckt zeit 
ein licht zu schreiben
das es den weg zu finden 
leichter macht
zwischen
uns 


it's not much
remained of the year
the few crumbs
become swallowed by gray
time to write a light
that finding the way 
makes easier
between
us


veredit©isabella.kramer 


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entkommen



aus den mooren sind wir entkommen haben dem nebel die richtung abgerungen unseren wegzeichen folgend wie lose enden eines schützendes bandes geschlungen um das was zagt und zweifelt und dann der ruf wildgänse wie eine ferne brandung vertrauter klänge alter sehnsucht am schwarzen rand der nacht die ahnung des leuchtfeuers immer immer jung und stark meerwärts und doch daheim nur der wald dunkelte wie eh und je bis aus den tiefen wolken die ersten flocken fielen so weiß und rein so zärtlich und nah als fielen sie nur für uns


veredit©isabella.kramer2019