Glücksgefühl





es schilpt und tiriliert sich
putzt, sprießt und exaltiert
dich mich und aus den ecken
lächelt es unverhofft 
herzwarm und nahbar
dem einen ist's frühling
ich nenn es glücksgefühl 




veredit©isabella.kramer2019




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Ein Frühlingswort

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März

das sind vage versprechen
licht das sich tausendfach bricht
kraninche heimkehrend in den norden
himmel voll lockender rufe
 hörst du sie nicht


oft stehe ich wie gebannt am boden
träume mich reisend mit ihnen fort
gleitend gezogen von meinen wurzeln
losgelöst - März ist ein frühlingswort


unruhe treibt wie die schwellenden knospen
fort nur fort dem glück auf der spur
März - das sind vage versprechen
liebeslieder im hellsten dur





veredit©isabella.kramer2019




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aus Hoffnung

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aus hoffnung mehr als worte weben nah ganz nah mein herz getragen aus dem sehnen warme nächte leben märzsprossen ver/schlingen sich zwischen uns die unausgesprochene endlichkeit tröstet sorglos treiben wolken über leeren strände winterblau wir sind hier windzerzaust unsere hände kennen den weg - es wird frühling



veredit©isabella.kramer2019




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allesinfragestellen




allesinfragestellen


das sommerwetter im februar
erdbeeren wenn mir danach ist
ab und an ein gedicht

allesinfragestellen

warum schreibe ich
wenn es doch niemand liest
warum bleibe ich warte
dass du mich siehst

allesinfragestellen

liebst du mich
oder liebst du mich nicht
alles gelogen oder wahr

denn die pole schmelzen
und wir wehren uns nicht
unsere herzen verhärten

doch das ist ein anderes gedicht




veredit©isabella.kramer2019 



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Ein Lob dem Februar

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Ein Lob dem Februar


Der Februar, so man sagen,
besteht aus endlos kalten Tagen, 
aus grauen, lichtlos trüben Stunden,
die, sind sie endlich überwunden, 
in klirrend kalten Nächten enden,
aus Grippewelle, klammen Händen,
tropfenden Nasen und glatten Wegen,
da ist der Karneval ein Segen. Bringt er
statt Schnupfen, doch das Lachen,
Helau, Alaaf und solche Sachen,
die, wenn sie richtig angewendet,
uns zeigen, dass es stets ein Ende
von Kümmernissen gibt und wer 
den Fasching gar nicht liebt,
bemerkt, die Tage werden länger,
man hört die ersten Frühlingssänger,
im Garten gibt es kleinste Zeichen,
der Winter wird dem Frühling weichen,
Krokus und Zaubernuss erblühen,
man braucht sich gar nicht viel zu mühen, 
um frohen Mutes durchzuhalten
manch eine dichtet dann sogar
ihr eigenes Lob dem Februar! 





veredit©isabella.kramer2019



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Amen



Amen

es sind die leisen töne
die die größte kraft entfalten
die sterne zum erzittern bringen
ozeane überwinden gar den stärksten
sturm um seine kraft berauben
berge falten und selbst 
den hoffnungslosen kalten 
herzen neues leben schenken 

so lass uns schweigen 
lauschen den lärm verbannen
aus dem wellenrauschen 
uns neu gestalten

es sind die leisen töne 
die die größte kraft entfalten





veredit©isabella.kramer2019



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Winterlich/t




schnee träumte ich mir
blendendes weiß 
mit endlosen horizonten
glitzernde sprühende lebensfreude

gleißendes strahlen 
bis tief hinein 
und du meine winterliebe 
an meiner seite

all das unbeschriebene 
auskosten erkunden 
wo noch niemand war
mit leben füllen 

was längst vergessen 
geglaubt 
und über all dem der schnee 
nie ist es kalt 
in diesen träumen

alles ist licht




veredit©isabella.kramer2019


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unfügsam




es will sich 
nicht fügen
das wort ins herz

ob das wort 
zu groß
oder das herz 
zu klein ist

fügsam ist
keins von beiden


it doesn't want
to 
be added
the word
into the heart



if the word
is too large
or the heart
is too small


docile is
neither of them



veredit©isabella.kramer19

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