Orangerie

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aus meinen träumen
schufst du gläserne hallen
gefüllt mit birkengold und süßem brombeerduft 
zum schlafen moos 
und in der frühe taubenetze hände
die sich im gleichklang unserer herzen
fest verschränken

das ist ein herbst und er ist unser
im schutz der hallen werden wir tagträume weben
wenn blätter äpfel ewigkeiten fallen
dann flüsterst du mit sommerwarmer stimme
an meinem hals ein herbstgeheimnis

liebe leben


veredit©isabella.kramer26



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Gartennotizen, 25. September 2026

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es ist das licht das so nur im september wärmt
mit einer kraft aus allen sommern wünschen träumen
schwärmt es vom reisen in die ferne wenn am himmel
dann noch die ersten kranichezüge südwärts weisen
dann setz ich mich zu frühen astern letzten rosen 
in dies goldgefüllte licht die katze springt auf meinen
schoß

und manchmal
schreib ich darüber
ein gedicht


veredit©isabella.kramer26



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Freiburg

 




Freiburg


badische lesart und goldenes licht 
schmale gässchen gefüllt mit oktober
bächle und dächle ein lächelnd' gesicht
duftende quiche und asternfülle

weiche grenzen vom sommer zum herbst
treibenlassen und leben
münstermarkt oder schlossbergblick 
"In de Ruh liegt de Segen."

spätersommer tage
ist spätsommer glück
seite an seite genießen
wir sind uns einig

das ist unsere zeit
wenn leuchtendes licht
zwischen weinreben spielt
so lass uns den herbst begrüßen



veredit©isabella.kramer26




September Geburtstag

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wenn der sommer fast verloren
erste blätter blüten fallen
ward ein katzenkind geboren
kleine königin von allen
die in ihrem reiche leben
einfach um den schwanz gewickelt
so wie königinnen eben 
sich um untertanen kümmern
sieht man sie, ist man ergeben
gar verfallen ihrem charme
weich bepelzt mit scharfen krallen
doch die niedlichste von allen
katzen auf der ganzen welt 
ist man's nicht, so ist man arm
denn, wenn sie dich mal gewählt
so als katzendienerin 
gibt das erst dem leben sinn
16 jahre pelzig glück
dankbar blicken wir zurück
hoffnungsvoll auf noch viel mehr
Coralie, mein schatz
und mehr



veredit©isabella.kramer2026



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SpätSommer






schweig still 
du aufgewühltes herz
der sommer will noch bleiben
will pilz- und brombeerduft
ganz neu beschreiben
will sonnenwarmen wäldern
neue namen geben
damit wir liebend leben
mit neuen augen altvertrautes sehen
damit wir im hass der weltenzeit
nicht ganz und gar verloren gehen

 


veredit©isabella.kramer26

 

 

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rain is over

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rain is over

a leftover lemon ice cream
melting in the glass

describing
my lack
of you


veredit©isabella.kramer25




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Gartennotizen, 27. August 2026

 





sommerreste wo hin das auge schaut da früh fallenden äpfel dort der schnecken-lochkartencode in den funkienblättern hortensien färben sich in rostigem rosa ausgebleichtes wiegendes gras wispert mir alte längst gebrochene versprechen ins ohr wäre nicht der duft vom rosmarin thymian gemischt mit späten rosen und das goldene licht ich müsste verzweifeln ob so viel abschieds und doch mit einem mal der südwest - unverkennbar trägt er das sehnen nach südlichen küsten in sich 

ach, wind alter freund 


veredit©isabella.kramer26



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Heideabend im August





mach mir die stille 
zum geschenk
lass uns die weite leben
wenn nacht sich über 
die heide senkt 
gleich tänzern sich nebel heben
dann lass uns schweigen
lieben sein 
ganz mit dem land 
uns verweben

mach mir die stille 
zum geschenk
lass uns die weite leben



veredit©isabella.kramer26


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Noch so viel Meer



es sind die sommerlieben die dem leben dieses leuchten schenken die unter augustgewärmten tagen jahr um jahr das glück vergrößern und ohne lange nachzudenken geben frei zu sein erlauben was im fühlen nicht in kleine enge schachteln passt den wilden möhren samen gleich dem wind vertrauen bläst er dazu noch meerwärts fehlt kein einziger akzent zum großen ganzen und ja wir werden wieder barfuß am meersaum tanzen denn das fest der sommerliebe will gefeiert sein nicht laut nicht groß nur du und ich der himmel sand die dünen später rosenduft ein horizont für uns allein 


weil die feldlerchen
es nie müde werden 
für uns zu singen


veredit©isabella.kramer26



Der Liebe meines Lebens zum 40. Hochzeitstag


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Gartennotizen, 2. August 2026

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abgetaucht in die tiefen des kleinen fischteichs beschattet von uralten eichen verborgen im lang ungenutzten rund erneuert mit farbenfrohen mosaiken bequemen sesseln zum beobachten und entspannen zum abtauchen in andere welten jenseits vom trubel


zick-zack-kurs
dann wieder stille
die medakas 



veredit©isabella.kramer26



SommerFülle





wenn sich des sommers fülle 
unter deine hände legt
die langen tage weißen nächten weichen
der duft der felder blüten wälder 
gleich einem chor melodisch klingt
und unter einem kugelrunden mond
die nachtigall nur fürs uns beide singt
dann könnt' ich sterben wenn es sein soll
so wie der sommer ist die herzzeit
satt und voll ganz strahlend angefüllt
mit glück 

ich bin's zufrieden leben wir dem vorwärts
und schauen voller dank zurück


veredit©isabella.kramer26


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Lebenspuren

 





Lebensspuren


stets habe ich über das glück geschrieben
zu leben zu lieben dem glück erliegen
auf reisen daheim in den wolken am meer
das glück war mir kompass war sehnen 
und mehr als die feder die nimmermüd 
mich getrieben 

stets habe ich über das glück geschrieben

so werd' ich es halten solange ich bin
glück schreiben erleben ersehnen ist sinn
ist antrieb erfüllung ist glück ganz tief drin 
von herzen gemeint 

ist das was ich bin



veredit©isabella.kramer2026

Kleine Dinge







Kleine Dinge


es sind die kleinen dinge
die vom glück erzählen
ganz so wie schmetterlinge
leise schaukelnd blüten wählen
und doch nicht bleiben 
wenn auch ab und an mal
wiederkehren es gilt 
der augenblick




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Gartennotizen, 15. Juli 2026




verblühte margeriten schaukeln träge im warmen juliwind 
nie standen sie dichter nie waren sie schöner als jedes jahr sie sind
des sommers wahre kinder gesichter der sonne stets zu gewandt
als höchst willkommener landeplatz landauf 
und landab im falterland wohlbekannt

als kränze gewunden auf locken platziert
so werden seit hunderten jahren die  sommerprinzessinnen
aufs schönste verziert
so flüchtig die freuden wie damals als kind 

verblühte margeriten schaukeln träge im warmen juliwind 



veredit©isabella.kramer26




Prélude

 



als würde das innere überfließen zerbrechliche schalen zu zart zum fassen das licht traumwärts die ränder begießen nie endend ein leuchten nicht irdisch und lassen wir uns in dem taumel des sommers gleiten und schwimmen weit über das ende des meeres hinaus nur fühlen und leuchten  und farben und wissen - als würde das innere überfließen 




veredit©isabella.kramer26



nur Sommer

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nur  Sommer

den abenteuern längst noch nicht entwachsen
dem ungenauen täglich auf der spur
vom vagen träumen im diffusen rasten
die lebensfreude sammeln
gleich den schönsten muscheln pur

du sagst das ist nur sommer 
doch deine augen blitzen und fältchen lächeln
keck wie eh und je denn es ist unsere zeit
die wohlig räkelnd sonnenwarm sich auspannt
so zwischen wolkenblau und köstlich reifen beeren
das ist das abenteuer reifer liebe
ein sommer ohne ende

den ich in deinen augen seh 



veredit©isabella.kramer26



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Du bist mein Meer

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du bist mein meer 
zeitlosigkeit ist dein name

du bist mir meer
mir licht und schatten

mir sturm und tiefstes blau
mein heimathafen fest gehalten

nie fesselnd deine arme
stets frei zu fliegen wohin
der wind mich trägt

du bist mir ebbe flut und fester grund
du bist mein ein mein alles
der wunsch den ich in jedem leben
jemals nur hab' gehegt 



veredit©isabella.kramer26


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Gartennotizen, 18. Juni 2026




schwül legt sich der morgen
auf die regennassen rosen
duftwolken füllen
die stillen gartenwege
üppig überbordend
webt sich der juni ums haus
und die ruhe tropft
den langersehnten frieden
in mein sommeriges herz 





veredit©isabella.kramer26



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Türkis

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Türkis 


...ist mehr als eine Farbe
es ist Sonnenlicht am Meer
Schatten auf den weißgetünchten 
Wänden weit im Süden 
es sind Spiegel die in Bergseen 
Blicke in den Himmel öffnen 
nichts ist schwer 

nur noch Leichtigkeit und Palmenwedel
fern das Lied von tausenden Zikaden
und der Duft
würzig köstlich so ganz Sommer
gern gegebene Gabe 
immer liegt auch Liebe in der Luft
stille Buchten weite Blicke und ich habe
diese ganz bestimmte Sehnsucht nach
der Farbe ganz Türkis mit allem was 
mich ruft



veredit©isabella.kramer26



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Mohn Tage

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Mohn Tage 

jenes fliehen vor der welt
in blühende wiesen eintauchen
ins sommerland
wo licht und grillengesänge
zeitlose zeit füllen 
liebe rauschhaft wird
die zartheit der roten kelche 
windbewegt tanzend 
wie spielende finger auf 
juniwarmer haut 
versprechen von endlosigkeit
nur du und ich und der 
wiegende mohn


veredit©isabella.kramer2026





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Moosgrün

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das was nicht vergeben werden kann
sollte einfach vergessen werden
moosgrüne zuversicht wird die narben
bedecken und raum geben
für das spiel des sonnenlichts 



veredit©isabella.kramer26




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Maibowle à la Wilhelm Busch

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Maibowle à la Wilhelm Busch

Der erste Schluck rinnt durch die Kehle
sogleich erfrischt sind Geist und Seele.
Worauf man ahnt, an's große Glück,
der zweite uns noch näher rückt.


Waldmeisterduft entsteigt dem Krug,
schon träumt man von dem nächsten Zug,
vom köstlichen frischen Perlentrank.
Ist reichlich da? Na, Gott sei Dank!


So kann man recht den Mai nur loben
und noch ein Gläschen angehoben.
Tags drauf, hinter des Dichters Stirn
Maikäferhorden ziehn durch's Hirn.




veredit©isabella.kramer09





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Echo

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Echo


später schnee auf den gipfeln und die hohen seen tragen noch eis alpendohlen diskutieren über wer weiß was und über all dem lüpfen wolken kokett ihre ränder zur sonne


fund
am wegrand
ein herz aus stein



veredit©isabella.kramer26



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verweht

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und wieder ein abschied im mai
ein letztes zartes band der jugend 
gegangen verweht 

eingewebt in die fülle der aufblühenden
pfingstrosen mahnt es doch zweierlei
genuss und ende einer reise



veredit©isabella.kramer26




für R.  18.02.1935 - 25.05.2026


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night swimming

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night swimming

how I love
the words

painted by stars
on your skin
silent moon


veredit©isabella.kramer








awarded as a cherita lighthouse

first published by ai li. the stone (cherita 101-150 Book 2) (English Edition) (p. 57).  26. August 2025

über cherita


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Maiwiesen

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wiesen die blühen als gäbe es kein morgen täler gefüllt mit wolken und grün ferne gipfel wie grüße der götter uralt gewaltig und unfassbar schön vom schnee gekrönt und vom licht umschmeichelt wie es majestäten eben gebürt und jeder schritt durch dieses gemälde wird von tausenden bunten blüten geziert.



veredit©isabella.kramer26 


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Regentage

 




es sind die regentage 
die zum mai gehören
wie jenes hingeschäumte
grün das von den himmeln
fällt in silberperlen wartet
ob die sonne wieder scheint
es sind die regentage
die zum mai gehören
wie weiß und gelb und blau
zwischen dem satten grün
so dass man meint die erde
könnte schier zerbersten 
aus lauter lebensfreude kraft
es sind die regentage 
die spenden jenen köstlich
frischen maiensaft 



veredit©isabella.kramer26



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Königssee

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oben berge unten himmel
wellen glucksen schaukeln wiegen
wolkenspiel auf grünem wasser
und verspielte kirchlein liegen
wie von künstlern hingetuscht
kleine boote ständig kielen
lautlos auf dem see es huscht
gar ein fischschwarm mit uns
munter an dem tag am königsee
oben berge unten himmel
ab und zu sogar noch schnee



veredit©isabella.kramer26




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Claustre

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es sind die bögen
die zum schweigen
innehalten
die andacht bringen
stille klar und rein
das morgenlicht voll
duftender orangen 
das spiel der schatten
linien fein gezeichnet
von den schritten alter zeit
sie spielt hier keine rolle
nur das innen zählt
sich finden bleiben 
einssein in der seele
und die erkenntnis
so hab ich dich für mich
gewählt 




veredit©isabella.kramer26




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Das nenn ich Mai!

 



was wäre wenn das ganze suchen
nach der seele sinnlos wäre
wenn himmel ärmlich kalt und leer
und über alle maßen einsam stehen würden
gäb' dann das suchen einen sinn

selbst hingetupfte wolken schafen gleich
einfach nur weiden würden in dem blau
das leuchten all der gelben felder schier nichts
bedeuten würde außer mai

doch dies erkennen würd' mir ewigkeiten bringen
gefüllt und warm gefühlt tief in mir drin das wissen
alles wäre möglich weit und frei
dann wüsste ich die seele und der suche sinn
so licht und blau und grün und gelb

das nenn ich mai




veredit©isabella.kramer26




Cap de Cavalleria




weit geht der blick aufs meer hinaus
tiefblau und strahlend gefährlich und schön
die seele schwingt sich mit den möwen hinauf
nichts stört keine qualen nur gleiten und sehen

im blau ertrinken in sonne baden
die flügel gestreichelt vom licht und vom wind
nur fühlen und lieben all das was wir haben
der spiegel im anderen all das was wir sind 




veredit©isabella.kramer26


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Sant Lluís, Menorca

 





Sant Lluís, Menorca


stille liegt auf weißen mauern ab und zu blitzt ein roter ton zwischen den waldgrünen fensterläden und die schmalen gassen öffnen sich unerwartet meerwärts 

schläfrig
im blühenden thymian
zwei alte katzen 


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Gartennotizen, 23. April 2026

 




es summt und brummt die knorrigen alten apfelbäume biegen sich schier unter dem blütenmeer und der gesang der bienen hat die schönste frühlingsmelodie die ich mir denken kann 


april sonne
mit geschlossenen augen
ankommen



veredit©isabella.kramer26

Das Bild

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gib mir das meer und einen weiten blick
so werde ich nichts weiteres von dir erfragen
mit diesem bild im innern weiß
ich kann und werde einfach alles, alles
lieben, schätzen und ertragen


veredit©isabella.kramer26



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Frühling am Meer

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reist du im frühling an das meer
so sei gewiss
die liebe wird dich finden

in jeder wolke die vom licht gefüllt
in blauen weiten
die das herz so sehr vermisst

salzwiesen bersten leben zwitschern
wie das lachen der natur

und deine nähe das ist freude pur

reist du im frühling an das meer
so sei gewiss 
die liebe wird dich finden



veredit©isabella.kramer26



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Zeichen





meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit
wellen brandung die getrieben
von der urkraft an uns reibt
windzerzauste haare möwen
deren rufe uns umkreisen
leuchtturmgrüße helle dünen
zeichen die uns meewärts weisen
platz für zweisamkeit und nähe
wortlos eins im anderen zeit
meerblau über alles lieben
strände endlos leer und weit



veredit©isabella.kramer26






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blaue Sternchen

 




all das raue hat sich abgeschliffen
vom wind der zeit vom scharfen
atem der dunkelheit milde
hat sich eingeschlichen gleich
diesen nie gesäten 
blauen sternchen 
in den gartenecken 

sie lächeln mich an
im spiegel

was bleibt mir da schon
ich lächel zurück

 

veredit©isabella.kramer26 




Gartennotizen, 21. März 2026

 



es liegt ein wandel unter meiner haut ein neues werden trotz dem druck der zeit streckt sich in ersten warmen frühlingssonnenstrahlen gebirt ein zartes grün entgegen der bedenken weiß der wille und der liebe macht wird es schon richten also streckt die flügel kleine seele aus dem schattengrau ins licht 



veredit©isabella.kramer26

inspiriert von meiner lieben Dichterfreundin Gabriele Brunsch 



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Der Ton

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Der Ton

und aus dem braunen grau der weiten
schleicht sich ein zarter ton heran
so bunt und hoffnungsvoll
dass selbst die tiefen schweren regenwolken
nicht anders können als gelassen weiterziehen
der ton wird lied wird liebe hoffnung glaube
ganz so wie frühling klingen soll



veredit©isabella.kramer26



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Himmelblau

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eine weiteren frühling wolltest du nicht mehr durchleiden gefangen im eigenen körper entseelt und reduziert ja auf was - zu spät zum verzeihen zu spät für die einen worte 


märztag—
bei deiner beiseitzung 
hoch oben kranichrufe 



veredit©isabella.kramer 



für A. 10.08.1935 - 25.02.2026



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Gartennotizen, 4. März 2026

 



Wunder sein lassen

ich hab eine terrasse wo jährlich wunder vor sich gehen der frühling zaubert hoffnung in die kleinsten winkel ecken und lässt mit seiner zarten hand die schönsten veilchen dort entstehen wo eigentlich nichts wachsen kann in fugen spalten ungemütlich eng der frühling sieht das völlig locker und ist da überhaupt nicht streng lässt wunder eben wunder sein und veilchen sind da eine ganz besondere art zu sagen lebt das leben so gut es eben geht vielleicht denkt ihr ja ebenso wenn ihr das nächste mal ein veilchen seht 



veredit©isabella.kramer26




Heilung

 






es sind der moore wälder seen einsamkeit
die leise ihren zauber in mein herz versenkt
der weiten himmel offenes gebaren leuchten
der ruf der vogelzüge wenn des frühlings nahen
uns das kleine bisschen hoffnung schenkt
dessen wir gar so sehr bedürfen nach den tagen
voller kälte angst und dunkelheit 
die schönheit heilt 

es sind der moore wälder seen einsamkeit




veredit©isabella.kramer26



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Schonung




kleine zarte blüten
zeigen
so wird mut gelebt

niemand sagt
dass das einfach
wäre



veredit©isabella.kramer26



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im Winter



 

im winter

im winter liebe ich mich unter deine haut nutze die stille der zeit für all das was wirklich zählt atme den duft deiner halsbeuge mehr als vertraut als wäre es ein stück von mir draußen fällt schnee lautlos und sanft so wie deine liebe 

 

 

 veredit©isabella.kramer26

 

 

zaghaft




zaghaft

ist der schnee getaut
brach und bloss die felder liegen
härte schmilzt aus winterminen

doch der februar kann trügen
noch ist hoffnung nur ein schimmer
zart ganz zart auf haselzweigen
leise lächeln weiter lieben

nähe leben
zwei die eins sind
wege gehn
zusammenbleiben 



veredit©isabella.kramer26






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Es ist Februar





festgesetzt hat es sich das weiß
eingenistet in all den leeren herzkammern
wohl oder übel geduldet ertragen gelitten
klammert es sich doch mit eisigen fingern
an alles was noch ein wenig leben in sich hat
stumm trägt das land die last
nur die winterharfen tragen ihr altes lied
in die frostige weite wie eh und je
schwarze bäume biegen sich brechen fallen
himmel schweigt sich ein undefiniert grau
ab und zu ein rabe sonst nichts
wären da nicht die spitzen der schneeglöckchen
die wärme der liebe in deinen augen

ich müßte verzweifeln 



veredit©isabella.kramer26



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Gartennotizen, 19. Januar 2026

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klart sich der himmel auf flutet die wintersonne durchs blattlose geäst strahlt wärmt kitzelt und lockt hervor zaubernuss  schneeglöckchen und frühen krokuss vergessen der nachtfrost - sie halten dem stand. so tun wir es auch die katze und ich eingerollt auf meinem schoß ich mit dem kaffee in der hand das wintermüde gesicht der sonne zugewandt die augen geschlossen träumen wir in den tag - ich werd' es nicht müde das ist winter wie ich ihn mag 


januar garten
aus der leere
kraft schöpfen


veredit©isabella.kramer26


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kissing a frog

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kissing a frog

brings
no right
to a prince

my dreams
are mine


veredit©isabella.kramer25







first published by ai li. the stone (cherita 101-150 Book 2) (English Edition) (p. 76) 26. August 2025

über cherita




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Raureiftag




leise, leise, nur nicht stören
all das weiß, so zart und fein
hingehaucht, wie edle spitze
tausend sterne winzig klein

nur ein laut, es könnt' zerspringen
wie es feenglas vermag
staunend steh ich und genieße
diesen raureifwintertag

weiß nicht, was mich so berührt, 
wenn der frost die welt einhüllt
lausche auf die weiße stille,
die mein herz mit frieden füllt.



veredit©isabella.kramer26


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