von Rosen



wie soll man solch rosen beschreiben wo ihre fülle gleich schäumenden wogen haus und garten umspült tags wie nachts betörend verführend sinnlich sehnendes blühen über blühen sonnendurchglüht und selbst der mond flicht sich in ihre überbordenden zweige sucht ihre nähe und lässt sein silbernes licht nur gar zu gern mit ihnen verschmelzen blütengekrönte schalen der liebe zur schönheit einzigartige eleganz rosen süß und schmelzend über und über und selbst im vergehen ganz der schönheit anheimgegeben tropfen die fallenden blütenblätter gleich seidenen tüchern auf moosige steine all ihr duft ist erinnern und verheißung


veredit©isabella.kramer2019

noch





noch ist mein herz
im süden geblieben
hat sich auf warmen felsen 
immer das wilde meer 
im blick gar so gern 
verloren 







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es ist so leicht



es ist so leicht 
den mai zu lieben
er ist es 
der die liebe bringt
er schäumt in hellstem grün 
die wälder wiesen hecken leuchten
selbst mein verzagtes herz
es weitet stolpert doch es scheint
es singt mit allem was sich
freut ja traut dies jubilieren 
zuzulassen 

es ist so leicht 
im mai zu lieben


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wenn

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wenn das meer fehlt in jedem winkel die sehnsucht lauert meereswellen in aprilpfützen schwappen windböen urplötzlich nach salz schmecken wenn wenn wenn und das herz sich weit dehnt immer richtung norden der küste entgegen die hand legt an mein herz und deines längst dort lebt ich weiß es genau drum muss ich reisen meerwärts herzen legen in weißen sand möwenlieder neu erlernen dem sturm die wintertränen schenken denn auch trauer ist meer doch meins ist das blau das spiegeln und gleißen und ferne die nähe mir ist und bleibt



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über den Dächern




über den dächern

die stadt erwacht
licht zieht sich sacht
von dach zu dach
so nah der hafen
die möwen das meer

die stadt erwacht
im frühen licht
der himmel blitzblau
dieser tag verspricht

sich uns ganz und gar
zu schenken zu geben
mit dem tuten der schiffe
und dem summenden leben

die stadt erwacht
bringt versprechen erinnern
glitzernde türme mit winzigen
zimmern nur für uns um uns
wiederzufinden im gestern
und morgen loslassen
nicht binden denn liebe
will frei sein
so frei wie der morgen

die stadt erwacht
mit den möwen dem meer
dein blick sagt zu mir
ich liebe dich sehr





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Glücksgefühl





es schilpt und tiriliert sich
putzt, sprießt und exaltiert
dich mich und aus den ecken
lächelt es unverhofft 
herzwarm und nahbar
dem einen ist's frühling
ich nenn es glücksgefühl 




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Ein Frühlingswort

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März

das sind vage versprechen
licht das sich tausendfach bricht
kraninche heimkehrend in den norden
himmel voll lockender rufe
 hörst du sie nicht


oft stehe ich wie gebannt am boden
träume mich reisend mit ihnen fort
gleitend gezogen von meinen wurzeln
losgelöst - März ist ein frühlingswort


unruhe treibt wie die schwellenden knospen
fort nur fort dem glück auf der spur
März - das sind vage versprechen
liebeslieder im hellsten dur





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aus Hoffnung

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aus hoffnung mehr als worte weben nah ganz nah mein herz getragen aus dem sehnen warme nächte leben märzsprossen ver/schlingen sich zwischen uns die unausgesprochene endlichkeit tröstet sorglos treiben wolken über leeren strände winterblau wir sind hier windzerzaust unsere hände kennen den weg - es wird frühling



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allesinfragestellen




allesinfragestellen


das sommerwetter im februar
erdbeeren wenn mir danach ist
ab und an ein gedicht

allesinfragestellen

warum schreibe ich
wenn es doch niemand liest
warum bleibe ich warte
dass du mich siehst

allesinfragestellen

liebst du mich
oder liebst du mich nicht
alles gelogen oder wahr

denn die pole schmelzen
und wir wehren uns nicht
unsere herzen verhärten

doch das ist ein anderes gedicht




veredit©isabella.kramer2019 



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Ein Lob dem Februar

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Ein Lob dem Februar


Der Februar, so man sagen,
besteht aus endlos kalten Tagen, 
aus grauen, lichtlos trüben Stunden,
die, sind sie endlich überwunden, 
in klirrend kalten Nächten enden,
aus Grippewelle, klammen Händen,
tropfenden Nasen und glatten Wegen,
da ist der Karneval ein Segen. Bringt er
statt Schnupfen, doch das Lachen,
Helau, Alaaf und solche Sachen,
die, wenn sie richtig angewendet,
uns zeigen, dass es stets ein Ende
von Kümmernissen gibt und wer 
den Fasching gar nicht liebt,
bemerkt, die Tage werden länger,
man hört die ersten Frühlingssänger,
im Garten gibt es kleinste Zeichen,
der Winter wird dem Frühling weichen,
Krokus und Zaubernuss erblühen,
man braucht sich gar nicht viel zu mühen, 
um frohen Mutes durchzuhalten
manch einer dichtet dann sogar
sein eigenes Lob dem Februar! 





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Amen



Amen

es sind die leisen töne
die die größte kraft entfalten
die sterne zum erzittern bringen
ozeane überwinden gar den stärksten
sturm um seine kraft berauben
berge falten und selbst 
den hoffnungslosen kalten 
herzen neues leben schenken 

so lass uns schweigen 
lauschen den lärm verbannen
aus dem wellenrauschen 
uns neu gestalten

es sind die leisen töne 
die die größte kraft entfalten





veredit©isabella.kramer2019



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Winterlich/t




schnee träumte ich mir
blendendes weiß 
mit endlosen horizonten
glitzernde sprühende lebensfreude

gleißendes strahlen 
bis tief hinein 
und du meine winterliebe 
an meiner seite

all das unbeschriebene 
auskosten erkunden 
wo noch niemand war
mit leben füllen 

was längst vergessen 
geglaubt 
und über all dem der schnee 
nie ist es kalt 
in diesen träumen

alles ist licht




veredit©isabella.kramer2019


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unfügsam




es will sich 
nicht fügen
das wort ins herz

ob das wort 
zu groß
oder das herz 
zu klein ist

fügsam ist
keins von beiden


it doesn't want
to 
be added
the word
into the heart



if the word
is too large
or the heart
is too small


docile is
neither of them



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weich gezeichnet



weich gezeichnet

stille breitet sich das neue unbeschriebenes lebt sich ein im weiß der vielen möglichkeiten weich gezeichnete verwischungen innen wie außen liebt es sich doch im diffusen um so vieles inniger näher kommt noch der frost der ahnung dazu schlüpf ich dir unter die haut und weiß mich geborgen in deinem herzschlag




veredit©isabella.kramer2019




Wortschwestern - word sisters

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aus worten woben wir ein band
verankert tief im schwesterherz
wir sahen durch der anderen augen
durchlebten freude und auch schmerz

gleichwohl getrennt und doch vereint
die sprache schrieb die melodie
eins fand im anderen ihren spiegel
zusammen wussten wir stets wie

man verse in einander schlingt
das echo gab uns neue weisen
ganz wie ein stein der ringe bringt
ein lied das nur gemeinsam klingt

aus worten woben wir ein band
verankert tief im schwesternherz
wir sahen durch der anderen augen
durchlebten freud und auch schmerz


from words we wove a band
anchored deep in the sister's heart
we looked through the other's eyes
experienced joy and pain

nevertheless separate and yet united
the language wrote the melody
one found its mirror in the other
together we always knew how

loop verses into each other
the echo gave us new ways
just like a stone that brings rings
a song that sounds only together

from words we wove a band
anchored deep in the sister's heart
we looked through the other's eyes
went through joy and pain





veredit©isabella.kramer19


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