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Heideabend im August





mach mir die stille 
zum geschenk
lass uns die weite leben
wenn nacht sich über 
die heide senkt 
gleich tänzern sich nebel heben
dann lass uns schweigen
lieben sein 
ganz mit dem land 
uns verweben

mach mir die stille 
zum geschenk
lass uns die weite leben



veredit©isabella.kramer26


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Gartennotizen, 2. August 2026

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abgetaucht in die tiefen des kleinen fischteichs beschattet von uralten eichen verborgen im lang ungenutzten rund erneuert mit farbenfrohen mosaiken bequemen sesseln zum beobachten und entspannen zum abtauchen in andere welten jenseits vom trubel


zick-zack-kurs
dann wieder stille
die medakas 



veredit©isabella.kramer26



Gartennotizen, 18. Juni 2026




schwül legt sich der morgen
auf die regennassen rosen
duftwolken füllen
die stillen gartenwege
üppig überbordend
webt sich der juni ums haus
und die ruhe tropft
den langersehnten frieden
in mein sommeriges herz 





veredit©isabella.kramer26



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Mohn Tage

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Mohn Tage 

jenes fliehen vor der welt
in blühende wiesen eintauchen
ins sommerland
wo licht und grillengesänge
zeitlose zeit füllen 
liebe rauschhaft wird
die zartheit der roten kelche 
windbewegt tanzend 
wie spielende finger auf 
juniwarmer haut 
versprechen von endlosigkeit
nur du und ich und der 
wiegende mohn


veredit©isabella.kramer2026





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Claustre

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es sind die bögen
die zum schweigen
innehalten
die andacht bringen
stille klar und rein
das morgenlicht voll
duftender orangen 
das spiel der schatten
linien fein gezeichnet
von den schritten alter zeit
sie spielt hier keine rolle
nur das innen zählt
sich finden bleiben 
einssein in der seele
und die erkenntnis
so hab ich dich für mich
gewählt 




veredit©isabella.kramer26




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Raureiftag




leise, leise, nur nicht stören
all das weiß, so zart und fein
hingehaucht, wie edle spitze
tausend sterne winzig klein

nur ein laut, es könnt' zerspringen
wie es feenglas vermag
staunend steh ich und genieße
diesen raureifwintertag

weiß nicht, was mich so berührt, 
wenn der frost die welt einhüllt
lausche auf die weiße stille,
die mein herz mit frieden füllt.



veredit©isabella.kramer26


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letztlich





vom frost bereift
und in der stille eingefangen
spinnt sich der kleine rest
des alten jahres um mein herz
es ist nicht viel
es ist nicht laut
doch mir genug zum lauschen
ein rückblick eigner art 
ein niemals hingelangen
nicht mal ein wunsch
und doch würd' ich 
um keinen preis der welt
ihn tauschen den kleinen
frostbereiften rest
mit seiner stille
eingesponnen um 
mein herz 



veredit©isabella.kramer25


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In der Dämmerung zu lesen - ein Pantum

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früh es dunkelt im november
erster schnee sacht niederfällt
dünn und dünner der kalender
nähe uns zusammenhält 

erster schnee sacht niederfällt 
zeit nach innen sich dann wendet
nähe uns zusammenhält 
vom kamin das feuer blendet

zeit nach innen sich dann wendet
nur die katze schnarcht ganz leise
vom kamin das feuer blendet
jeder träumt auf seine weise

nur die katze schnarcht ganz leise
früh es dunkelt im november
jeder träumt auf seine weise
dünn und dünner der kalender





veredit©isabella.kramer25



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Heideblüte - Pantum

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Heideblüte 


Spätsommer legt sich über die Heide
die warme Sonne und Bienengesumm
purpurne Teppiche schmücken die Weite
ansonsten erscheint die Welt völlig stumm


die warme Sonne und Bienengesumm
untermalt vom Lied der Heidelerchen
ansonsten erscheint die Welt völlig stumm
versunken in einem Septembermärchen

untermalt vom Lied der Heidelerchen
ein Farbenrausch im welligen Land
versunken in einem Septembermärchen
zum Glück nur uns allein bekannt

ein Farbenrausch im welligen Land
Spätsommer legt sich über die Heide
zum Glück nur uns allein bekannt
purpurne Teppiche schmücken die Weite



veredit©isabella.kramer25






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Ein Sommerbild

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die ersten felder sind liegen blank
und bieten ihre nackte haut der sommersonne an
die birken proben schon einmal das erste gelb
und apfelbäume zeigen ab und zu ein rot

hoch ist der sommer reif und voll
die luft ist süß und himbeersatt 
der wald lockt feengrün mit farn und ersten pilzen
und reisewolken spiegeln sich in blanken seen

es ist die stille mattigkeit die tröstet
die uhren einfach langsamer fast stillstehen lässt
wär' nicht das lied der talentierten amsel
man meinte alles wäre nur gemalt 




veredit©isabella.kramer25



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Märznebel




märznebel

 
dick wattig schwer
aufgezwungene lautlosigkeit
pause schweigen und pause 
ich sollte es wie die katze halten
nur ein ganz bisschen leben
zwischen den pausen
und ein zwei gedichte
das muss reichen 



veredit©isabella.kramer25



Winter







winter bin ich
im weiß heimisch
stille fällt auf mich
zurück
wenn die eisharfen
schweigen



veredit©isabella.kramer25





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im sanften Fallen





im sanften fallen 
will ich nicht ermüden
will leise reisen durch
das ende dieser zeit
will licht sein klein 
doch standhaft weiter
leuchten nein bin 
zum schweigen 
noch
nicht bereit 


veredit©isabella.kramer24



ich wünsche euch ein lichthelles und herzwarmes 4. adventswochenende, so wie ihr es am liebsten habt.



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ein leiser Ton

 

 


 

der wunsch nach stille liegt in diesen späten tagen des dezembers wenn unerklärliches den puls der stadt antreibt inmitten all der funkelnd warmen lichter mischt sich ein leiser ton nach weiten himmeln meer und tiefen grauen wolken nach leeren stränden und nach augen voller liebe nah so nah

 




veredit©isabella.kramer24
 
 
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einwintern

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mag es sich einwintern
das ungesagte wort

zuckeräpfel
werd ich ihm geben
und küsse
sehr viele 

wenn auch 
mit kalter nase 


veredit©isabella.kramer24






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Sommerwald

 


 

Sommerwald

ein federndes gehen ein duften und gleißen ein wechsel von schatten und licht zuflucht an heißen tagen birkenstämme himmelhoch sonnenfinger weisen dem blick blütenschäume in weiß gelb und blau lockende waldbeeren schattiges gewinkel verspricht zauber und elfenland glaub es ruhig denn schau selbst die winzige wolke hat sich über dem spiegelnden see für eine kleine pause ins blau gelegt der sommer verschwendet sich hier himmel fließen über heidekraut kissen und die liebe ganz nah an deiner halsbeuge 



veredit©isabella.kramer24


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frozen

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frozen


now and then

time

is cracking and crunching


wouldn't be the raven's flight

over the snowy field . . . 



veredit©isabella.kramer



first published by ai li. ink stain (S.34). empty press april 2023 




about cherita  


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Es sind

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es sind die nebelgrauen tage schwach das herz der puls kaum fühlbar schwindend wie das licht das wohl verloren ging in all dem dämmer nur der ruf der krähen auf dem frischgepflügtem feld zeigt leben in dem starren bild es sind die nebelgrauen tage schwach 





veredit©isabella.kramer23


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Herbstgabe




Herbstgabe


auch mein dunkelsein will ich dir schenken
das zwischen wäldern aus der stille mir geboren
das blätterfallen und das unsichtbare nebeln
über den heideflüssen und norddeutschen mooren
die ein fester teil mir sind wie du geliebter
und so nimm das dunkle in mir mit in kauf
es ist eng verwandt mit allem lichte in und um uns
es ist ein teil der liebe und des lebens lauf




veredit©isabella.kramer23




una promesa





una promesa

das erste licht der morgensonne
über den fernen bergen im dunst 

verschlafen wiegt der wüstenwind
 palmwedel und lichtstreifen
sacht vor und zurück 

tauben gurren 



veredit©isabella.kramer23