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Lebenspuren

 





Lebensspuren


stets habe ich über das glück geschrieben
zu leben zu lieben dem glück erliegen
auf reisen daheim in den wolken am meer
das glück war mir kompass war sehnen 
und mehr als die feder die nimmermüd 
mich getrieben 

stets habe ich über das glück geschrieben

so werd' ich es halten solange ich bin
glück schreiben erleben ersehnen ist sinn
ist antrieb erfüllung ist glück ganz tief drin 
von herzen gemeint 

ist das was ich bin



veredit©isabella.kramer2026

Türkis

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Türkis 


...ist mehr als eine Farbe
es ist Sonnenlicht am Meer
Schatten auf den weißgetünchten 
Wänden weit im Süden 
es sind Spiegel die in Bergseen 
Blicke in den Himmel öffnen 
nichts ist schwer 

nur noch Leichtigkeit und Palmenwedel
fern das Lied von tausenden Zikaden
und der Duft
würzig köstlich so ganz Sommer
gern gegebene Gabe 
immer liegt auch Liebe in der Luft
stille Buchten weite Blicke und ich habe
diese ganz bestimmte Sehnsucht nach
der Farbe ganz Türkis mit allem was 
mich ruft



veredit©isabella.kramer26



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Echo


Echo


später schnee auf den gipfeln und die hohen seen tragen noch eis alpendohlen diskutieren über wer weiß was und über all dem lüpfen wolken kokett ihre ränder zur sonne


fund
am wegrand
ein herz aus stein



veredit©isabella.kramer26



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Maiwiesen

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wiesen die blühen als gäbe es kein morgen täler gefüllt mit wolken und grün ferne gipfel wie grüße der götter uralt gewaltig und unfassbar schön vom schnee gekrönt und vom licht umschmeichelt wie es majestäten eben gebürt und jeder schritt durch dieses gemälde wird von tausenden bunten blüten geziert.



veredit©isabella.kramer26 


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Königssee

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oben berge unten himmel
wellen glucksen schaukeln wiegen
wolkenspiel auf grünem wasser
und verspielte kirchlein liegen
wie von künstlern hingetuscht
kleine boote ständig kielen
lautlos auf dem see es huscht
gar ein fischschwarm mit uns
munter an dem tag am königsee
oben berge unten himmel
ab und zu sogar noch schnee



veredit©isabella.kramer26




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Claustre

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es sind die bögen
die zum schweigen
innehalten
die andacht bringen
stille klar und rein
das morgenlicht voll
duftender orangen 
das spiel der schatten
linien fein gezeichnet
von den schritten alter zeit
sie spielt hier keine rolle
nur das innen zählt
sich finden bleiben 
einssein in der seele
und die erkenntnis
so hab ich dich für mich
gewählt 




veredit©isabella.kramer26




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Cap de Cavalleria




weit geht der blick aufs meer hinaus
tiefblau und strahlend gefährlich und schön
die seele schwingt sich mit den möwen hinauf
nichts stört keine qualen nur gleiten und sehen

im blau ertrinken in sonne baden
die flügel gestreichelt vom licht und vom wind
nur fühlen und lieben all das was wir haben
der spiegel im anderen all das was wir sind 




veredit©isabella.kramer26


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Sant Lluís, Menorca

 





Sant Lluís, Menorca


stille liegt auf weißen mauern ab und zu blitzt ein roter ton zwischen den waldgrünen fensterläden und die schmalen gassen öffnen sich unerwartet meerwärts 

schläfrig
im blühenden thymian
zwei alte katzen 


veredit©isabella.kramer26




Das Bild

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gib mir das meer und einen weiten blick
so werde ich nichts weiteres von dir erfragen
mit diesem bild im innern weiß
ich kann und werde einfach alles, alles
lieben, schätzen und ertragen


veredit©isabella.kramer26



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Frühling am Meer

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reist du im frühling an das meer
so sei gewiss
die liebe wird dich finden

in jeder wolke die vom licht gefüllt
in blauen weiten
die das herz so sehr vermisst

salzwiesen bersten leben zwitschern
wie das lachen der natur

und deine nähe das ist freude pur

reist du im frühling an das meer
so sei gewiss 
die liebe wird dich finden



veredit©isabella.kramer26



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sagen können

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wie liebe ich das meer
die wildheit seiner brandung
hoch an steilen küsten
die weite der unendlichkeit
der mensch so winzig klein
verloren unwichtig
der wellen kraft erlegen
wie liebe ich das meer

die schönheit seiner blauschattierungen
bis hin zum herrlichsten türkis wenn 
sonnenhimmel überspannen seine 
wasserspiegel von horizont zu horizont

dann bin ich eins mit mir und dieser weite
weiß meinen platz zu schätzen den das leben
mir geschenkt und atme jeden augenblick
so tief so rein und voller dankbarkeit
ich will nicht mehr als das genießen
fühlen - staunend stehen sagen 

wie liebe ich das meer



veredit©isabella.kramer25





das unerwartete geschenk

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spaltbreit öffnete sich das novembergrau
schäumende wellen segelnde möwen himmelblau
und diese linie die hoffnung bedeutet silbern und einzig
wir irgendwo dazwischen zweisam geschmiegt - winzig 
waren urplötzlich nicht nur nah
sondern wirklich da

selbst der sand unter meinen füßen 
war knirschend echt leicht feucht und 
von jenen herrlichen tönen wie sie nur 
unendliche  muscheln hinterlassen können

traum oder wirklichkeit 
mir ist es gleich ich merke sofort
hier schließt sich mein kreis 



veredit©isabella.kramer25



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Saab 9-3 Cabrio 2.0 T

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fast zwei jahrzehnte voller lebensfreude und abenteuer wind in den haaren und noch mehr sommersprossen haben nun ein ende gefunden ob am meer oder am comer see frankreich oder auf schlössertour ein zuverlässiger freund bist du mir gewesen kein anderer hätte besser zu mir gepasst


abschied—
gefüllt mit kranichrufen
der blitzblaue himmel 



veredit©isabella.kramer25





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Wien

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Wien


staunendes gewimmel rund um die hofburg das klappern der hufe die ahs und ohs in allen sprachen der welt eingesammelt in kleinen boxen vor leuchtenden augen. november mischt sein mildes licht über die szenerie lockt in leicht welke parks mit bemoosten statuen einer längst vergangenen zeit.  


fiakerfahrt–
ein herbstblatt 
gesellt sich zu uns



veredit©isabella.kramer


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Lärchengold

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Lärchengold


denk ich ans engadin im herbst
so denk ich an die goldenen spitzen
der lärchen die noch einmal alles geben
leuchtend schon im weihnachtlichen glanz
kommt dann noch rauer wind
von jetzt schon schneebedeckten höhen
so wiegen sie mit ihren gelbgetupften kleidern
sich schwesterngleich im herbstverliebten tanz  



veredit©isabella.kramer25 






Herbsttag - eine Erkenntnis

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...

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

- Rainer Maria Rilke, 2875 - 1926


Herbsttag - eine Erkenntnis


die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise

in dunklen kammern werden erste kerzen wach
es riecht nach laub maronen und zerschellten träumen
die alte katze rollt sich auf meinen beinen für ein langes schläfchen ein
von draußen drängt sich nebel in die leeren räume 

so brauch ich nicht zu wandern durch die herbstalleen
nehm nur ein paar der spinnenweben um mein herz zu heilen
schau wehmütig den kranichen und wilden gänsen nach
und möchte allzu gern mit ihnen in den süden eilen 

die schatten werfen ihre langen finger in mein herz
und mehr und mehr der blätter machen sich auf ihre reise
in jedem abschied wohnt ebenso die hoffnung wie der schmerz
es ist schon wieder herbst und ich bin noch kein bisschen weise



veredit©isabella.kramer25 


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Erstes Haus am Ring

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Erstes Haus am Ring 

rund um die wiener staatsoper glanzlichter wo hin das auge auch fällt und ein summendes gewimmel schon am helllichten tag unvorstellbar wie es wohl kurz vor der nächsten legendären aufführung sein mag wo mozart wenige stunden vorher an jeder ecke noch eine seltene karte im gerüschten ärmel hat was braucht es da noch das theater im innern wo sich die ganz große oper augenscheinlich doch hier draußen abspielt 


zauberflöte
zögerlich schmilzt
die sahne auf dem kaffee



veredit©isabella.kramer25




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Sandlieder





Sandlieder


es schreibt der wind
sandlieder in die helle weite
treibt die gedanken wolken
wie schafe vor sich 
beisst sich mit spitzen körnern
in die ungeschützten wangen
lässt möwen trudeln 
dünengräser wanken brechen
auch das ist sommer
eben nur am meer



veredit©isabella.kramer25





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Wolkenlieder

 





will nicht aufhören den wolken zu lauschen
mich in ihren blauen tönen verlieren
dies können und dürfen
um nichts würd' ich tauschen
verstummten die lieder so würde
mein innerstes einfach erfrieren

am weißesten obersten rand möcht' ich reisen
den küsten zu, weit hinaus auf's meer 
oder bleigrau und tief über berge streifen
ganz satt voller güte und vom regen schwer

ob golden am abend oder rosa am morgen
ob dicht gedrängt oder fedrig verweht
kein lied gleicht dem anderen 
so oft ich auch lausche 
verlier mich in träumen
von sehnsucht geprägt



veredit©isabella.kramer25



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Sandworte

 







die sonnenbleichen küsten
rufen meinen namen 
aus salzgeküssten dünenbergen
formt sich ein neuer horizont


laszive gleiten möven
in der heißen mittagsbrise
die brandung fühlt sich blau
ganz wie gewohnt

ich bohre meine zehen 
in den goldenen sand 
hach, ja  - im sommer li/ebt's sich
noch mal so schön am strand 





veredit©isabella.kramer25



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