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Heilung

 






es sind der moore wälder seen einsamkeit
die leise ihren zauber in mein herz versenkt
der weiten himmel offenes gebaren leuchten
der ruf der vogelzüge wenn des frühlings nahen
uns das kleine bisschen hoffnung schenkt
dessen wir gar so sehr bedürfen nach den tagen
voller kälte angst und dunkelheit 
die schönheit heilt 

es sind der moore wälder seen einsamkeit




veredit©isabella.kramer26



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im Winter



 

im winter

im winter liebe ich mich unter deine haut nutze die stille der zeit für all das was wirklich zählt atme den duft deiner halsbeuge mehr als vertraut als wäre es ein stück von mir draußen fällt schnee lautlos und sanft so wie deine liebe 

 

 

 veredit©isabella.kramer26

 

 

zaghaft




zaghaft

ist der schnee getaut
brach und bloss die felder liegen
härte schmilzt aus winterminen

doch der februar kann trügen
noch ist hoffnung nur ein schimmer
zart ganz zart auf haselzweigen
leise lächeln weiter lieben

nähe leben
zwei die eins sind
wege gehn
zusammenbleiben 



veredit©isabella.kramer26






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Es ist Februar





festgesetzt hat es sich das weiß
eingenistet in all den leeren herzkammern
wohl oder übel geduldet ertragen gelitten
klammert es sich doch mit eisigen fingern
an alles was noch ein wenig leben in sich hat
stumm trägt das land die last
nur die winterharfen tragen ihr altes lied
in die frostige weite wie eh und je
schwarze bäume biegen sich brechen fallen
himmel schweigt sich ein undefiniert grau
ab und zu ein rabe sonst nichts
wären da nicht die spitzen der schneeglöckchen
die wärme der liebe in deinen augen

ich müßte verzweifeln 



veredit©isabella.kramer26



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Gartennotizen, 19. Januar 2026

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klart sich der himmel auf flutet die wintersonne durchs blattlose geäst strahlt wärmt kitzelt und lockt hervor zaubernuss  schneeglöckchen und frühen krokuss vergessen der nachtfrost - sie halten dem stand. so tun wir es auch die katze und ich eingerollt auf meinem schoß ich mit dem kaffee in der hand das wintermüde gesicht der sonne zugewandt die augen geschlossen träumen wir in den tag - ich werd' es nicht müde das ist winter wie ich ihn mag 


januar garten
aus der leere
kraft schöpfen


veredit©isabella.kramer26


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Raureiftag




leise, leise, nur nicht stören
all das weiß, so zart und fein
hingehaucht, wie edle spitze
tausend sterne winzig klein

nur ein laut, es könnt' zerspringen
wie es feenglas vermag
staunend steh ich und genieße
diesen raureifwintertag

weiß nicht, was mich so berührt, 
wenn der frost die welt einhüllt
lausche auf die weiße stille,
die mein herz mit frieden füllt.



veredit©isabella.kramer26


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Das Lied der weißen Raben

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der winter hat sich aufs wintern besonnen!
vor tagen hat es zu schneien begonnen,
dabei ist der winter wohl eingeschlafen.
was klangen sie auch so lieblich, die harfen
vom eiswind aufs zärtlichste angeschlagen,
da konnte man schon ein nickerchen wagen.

doch nun aber sehn wir das ganze malheur,
mit anderen worten wir sehen gar nichts mehr.
es ist völlig weiß um uns, oben wie unten.
die welt da draußen im schnee versunken.
kein laut ist zu hören, die flocken fallen.
ein schneekugelfeeling geschenkt uns allen.

der nordwind türmt wehen 5 meter hoch
und bläßt und bläßt, doch der winter schläft noch,
oder hat er nur die kontrolle verloren
und das weiße treibt schabernack mit seinen ohren?
es pustet und wirbelt, es zischelt und pfeift.
zeit wird es dass er nun endlich begreift, 

wir sind so viel winter doch gar nicht gewöhnt.
auch wenn schnee die welt doch ziemlich verschönt.
selbst halligen werden mit weiß gesegnet,
wo's da doch im winter meistens nur regnet.
von süden nach norden ist alles vermummelt 
dabei hat der winter uns ganz schön beschummelt,

erst kommt er zu spät und die weihnacht ist grün,
dann kann er nicht einmal die notbremse ziehn.
so werden wir wohl im schnee versinken!
macht's gut liebe freunde - 
laßt mich noch mal winken... 


veredit©isabella.kramer26



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Die Erscheinung

 




heute nacht flog eine große eule ums haus
wollte sie mich wohl zu sich holen?
oder hatten die wilden reiter der nacht
ihr diesen dämonischen streifzug befohlen?

die flügel streiften fast mein gesicht
ihre augen starr auf mich gerichtet
es ist schon sehr seltsam solch wunder zu sehen
vielleicht ist es auch nur erdichtet 


veredit©isabella.kramer26 


Es gibt eine Variante von den vielen Sagen um die "Wilde Jagd" bei der eine Frau diese anführt, wobei sie auf einem großen Uhu reitet. 



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Der Anfang ist gemacht

 




der anfang ist gemacht
und licht mehrt sich von tag zu tag
was stört schon schnee und eis
wenn helligkeit obsiegt
im steten wandel vom frost verschönt
das welke fast vergessene
weit breiten sich die weißen felder
in den horizont wo wälder
wie versprechen locken
die moore seen ausgebreitet nur für uns
es zählen nicht die falten grau das haar
ein lächeln ist der gewinn und die stete
liebe in deinen augen 




veredit©isabella.kramer26 


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letztlich





vom frost bereift
und in der stille eingefangen
spinnt sich der kleine rest
des alten jahres um mein herz
es ist nicht viel
es ist nicht laut
doch mir genug zum lauschen
ein rückblick eigner art 
ein niemals hingelangen
nicht mal ein wunsch
und doch würd' ich 
um keinen preis der welt
ihn tauschen den kleinen
frostbereiften rest
mit seiner stille
eingesponnen um 
mein herz 



veredit©isabella.kramer25


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im Herzen

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Im Herzen


im herzen frieden halten
der freude raum zugestehen
die liebe mitgestalten
im geben und nehmen
gleichwohl bestehn
raunächte mit stille füllen
und erste schneeflocken
ganz leise fallen sehen


veredit©isabella.kramer25





Es ist mir eine liebe Tradition, Euch wertgeschätzten Lesern, Freunden und Wegbegleitern ein frohes Weihnachtsfest und einen wohlgelungenen Start ins neue Jahr zu wünschen. Besonders und vor allem aber möchte ich Euch Dank sagen, für die jahrelange Treue und Verbundenheit, Eure Wertschätzung und Inspiration, für Euer stilles Lesen und Reflektieren, für Euer Sein in meinem Leben. 


Alles nur erdenklich Liebe wünscht,



isabella   - veredit 

 

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Gartennotizen, 13. Dezember 2025

 



Fast Weihnacht 


es ist die stille die den wintergarten zeichnet ganz weich die ecken transparent die sträucher hecken rosenbüsche schenken noch die schönsten ihrer blüten dem der sieht vereinzelt das leuchten einer späten aster am futterhaus ein reges treiben und wie in einem traum fällt immer noch ein letztes blatt und noch eins von den kahlen zweigen 


frostnacht
zwischen rot und grün
ein stern 


veredit©isabella.kramer25

Dezemberliebe

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auch wenn der schnee uns fehlt
die liebe in deinen augen 
wärmt mich ganz genau wie damals
bei der kleinen kapelle unter
dem leuchtenden weihnachtsbaum

manches kann man einfach 
nicht schöner erdichten 




veredit©isabella.kramer25



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Lärchengold

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Lärchengold


denk ich ans engadin im herbst
so denk ich an die goldenen spitzen
der lärchen die noch einmal alles geben
leuchtend schon im weihnachtlichen glanz
kommt dann noch rauer wind
von jetzt schon schneebedeckten höhen
so wiegen sie mit ihren gelbgetupften kleidern
sich schwesterngleich im herbstverliebten tanz  



veredit©isabella.kramer25 






reibeisen nr. 42

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reib 
                                    eisen nr. 42                              


Das internationale Kulturmagazin aus Kapfenberg
Nr. 42

Jahrgang 2025
Europa
Literatur
Kreis Kapfenberg ist erschienen und

ich bin besonders glücklich auch in diesem Jahr mit einer eigenen Seite und 3 meiner Gedichte juriert worden zu sein. Dieser kollegiale Zuspruch motiviert und spornt an. Vielen Dank dafür! 



Gedichte: 




Die zwei Schwestern


Flieder-Lied


Wintertraum





Stets finde ich es besonders gut bei der Jurierung für das jährliche reibeisen, dass sie nach wie vor anonymisiert erfolgt, so dass eben der Text und nicht der Autor ausgewählt wird. Mein herzlicher Dank an all jene Unermüdlichen, die dieses wundbare Magazin auf solch hohen Niveau seit unfassbaren 42 Jahren ermöglichen. Herzlichste Glückwünsche, liebe Kapfenberger und Kollegen! 

 



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vom Sehnen und Träumen

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in allem sehnen
will ich mich gedulden
will kleine schritte machen
gleich 
wohin sie führen

will meer mir malen
schreiben oder einfach
träumen den winterstaub
sorgfältigst aus dem fühlen
räumen voller licht mir schaffen
märz ist nah
und doch

in allem sehnen 
will ich mich gedulden
solange du an meiner seite bist 



veredit©isabella.kramer25



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FebruArt




FebruArt

nie bin ich ausgehungerter
nach farben

nie sehnt es mehr mich
nach dem licht 

jetzt gilt es kleine helle freuden
anzusammeln

den morgigen erinnerungen
platz zu schaffen zu gestalten

gleich perlen einer kette träume
anzusammeln dicht an dicht 







veredit©isabella.kramer25






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Gartennotizen, 19. Februar 2025



 

der frost hält fest in seinen harten händen und doch der sonne kraft wird stärker tag um tag zur mittagsstunnde kommen vorwitz ungestüm und sorglos als iris schneeglöckchen und krokuss durch das eis darüber lässt die zaubernuss es leuchten der frühling naht und das ist der beweis




veredit©isabella.lramer25


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Winterfeen

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Winterfeen 

aus schneekristallen
formen sie die schönsten träume
und ihre lieder schenken sie
dem eisigen wind

nie könnte hoffnungslosigkeit 
sie auch nur fassen
dafür sind sie zu fröhlich
und einfach zu geschwind 

die silberfäden
in den langen offenen haaren
sie leuchten auf bei jedem
noch so schwachen licht

ein zauber ist's
der ihren tanz begleitet
man muss dran glauben

sonst sieht man's einfach nicht 





veredit©isabella.kramer25



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Winterkind





winterkind


eiswindgepustetes
schneeverliebtes
rotnasenträger
ja, so was gibt es


flockenverwirbler
schlittschuhlaufmeister
winterberg rodler
schneeballwurf dreister
als alle die man so kennt


vogelfütterer
und iglobauer
lieben was unvermeidlich
ist so viel schlauer

finder des vorfrühlings
erster zeichen
schneeglöckchen künden
der winter muss weichen  




veredit©isabella.kramer25