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Türkis

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Türkis 


...ist mehr als eine Farbe
es ist Sonnenlicht am Meer
Schatten auf den weißgetünchten 
Wänden weit im Süden 
es sind Spiegel die in Bergseen 
Blicke in den Himmel öffnen 
nichts ist schwer 

nur noch Leichtigkeit und Palmenwedel
fern das Lied von tausenden Zikaden
und der Duft
würzig köstlich so ganz Sommer
gern gegebene Gabe 
immer liegt auch Liebe in der Luft
stille Buchten weite Blicke und ich habe
diese ganz bestimmte Sehnsucht nach
der Farbe ganz Türkis mit allem was 
mich ruft



veredit©isabella.kramer26



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Lärchengold

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Lärchengold


denk ich ans engadin im herbst
so denk ich an die goldenen spitzen
der lärchen die noch einmal alles geben
leuchtend schon im weihnachtlichen glanz
kommt dann noch rauer wind
von jetzt schon schneebedeckten höhen
so wiegen sie mit ihren gelbgetupften kleidern
sich schwesterngleich im herbstverliebten tanz  



veredit©isabella.kramer25 






Vertrau...

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Vertrau...

 

es lässt sich nicht leugnen
ein missen es nistet
ganz tief innen drin
ein reisen und fortgehen müssen
sonst macht der sommer ja keinen sinn
ein duften nach pinien und mauern
voll wärme und lässigkeit
von alles nur dürfen nichts müssen
und zeit ja unendlich viel zeit

natürlich das meer darf nicht fehlen
vor allem brauche ich blau ob berge
ob strände ach ich kann nicht wählen
so nehm ich das blau deiner augen
vertrau...



veredit©isabella.kramer24



Sehnsuchtsworte



Sehnsuchtsworte 


ja es gibt sie diese sehnsuchtsworte
wo jede silbe fernweh schreibt das glitzern
wenn das meer sich silbern schmiegt an 
ferne orte die auszusprechen schon ein 
kleiner urlaub in sich selber sind es bleibt
nur flüsternd ausgeprochen oder lachend gar
dem südwind mit auf seine reise gebend 
es ja sind meine sehnsuchtsworte die es 
immer wieder unaussprechlich wolkenleicht
erscheinen lassen einfach nur zu leben 



veredit©isabella.kramer24



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Reisen




Reisen


ich habe mit dir die welt bereist
dir berge geboren die meere geteilt
in uralten wäldern mich in dir verloren
in wolkenstädten und wüsten verweilt
wir stürmten die mauern zerrissen die schranken
kein dschungel zu wild keine steppe zu weit
wir teilten unsere liebe und unsere gedanken
die abenteuer verlust und leid
ein leben wie ein regenbogen 
du fragst mich und
ich bin aufs neue bereit

ich werde mit dir die welt bereisen




veredit©isabella.kramer22




In Dankbarkeit der Liebe meines Lebens zum 36. Hochzeitstag



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Aus dem Bergell

 

es sind die sonnigen matten des engadin dort wo der herbst sein gold gewinnt aus italienischer sonne und reifen kastanien die schneeigen gipfel des bergell den rahmen geben mit gleißendem silber und wärs nicht schon genug so duftet es allenorten nach pasta mit frischen steinpilzen und herbstlämmer teilen sich die grünen teppiche mit so viel licht das man getrost ein wenig mit nach hause nehmen kann



text und bild - veredit©isabella.kramer

 

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Zürichsee



spaltbreit lächelndes seeblau von bergen umarmt licht tanzt auf wellen farben und formen wie mit paul klee's hand getuscht aus freude und sommer bestehend altes pflaster voller geschichten aus grünen hinterhöfen dringt der duft von warmem kirschkuchen und deine lippen an meiner wange


veredit©isabella.kramer20


Seeblau




den see einatmen 
im glitzern vergehen
wolken die riesen umarmen
tage die nur aus licht bestehen
augen randvoll mit blau gefüllt
stille das glucksen von wellen
seewind zärtlicher streichler 
mild ist das fühlen herzweit
das denken und du bist mein
seeblau die tiefe fülle 
des späten sommers dir 
will ich mich schenken 




veredit©isabella.kramer 2019


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den Bergen zu



den Bergen zu entrollen sich neue Wege Tage spannen sich zwischen Felsen und Kindheitswiesen duftgefüllt gekreuzt von rauschenden Bächlein und mit all dem Postkartenidyll das sich festgesetzt hat in jenen kleinen Herznischen wo die Sommerhitze abgekühlt wird im Tiefblau der Bergseen spiegelblank Gipfel wie freundliche Götter gestrenger Ewigkeiten und nur für uns Zeit all das mitzunehmen im kleinen Gepäck


veredit©isabella.kramer2019

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Riposo sul Lago Maggiore

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Riposo sul Lago Maggiore
 
 
Lärm war gestern
mit dem Septemberende hüllt
sich der See in träge Stille
sacht tupft der nahende Herbst
Bronze in die Platanen

und der Abendwind zupft
sich die ersten Blätter ab
verteilt sie fast zärtlich
um dümpelnde Boote
und in verlassenen Cafés

molto adagio spielt der Sommer
seine letzten Akkorde

wir lauschen bis weit in die Nacht
auf unserer Bank am See
träumen mit flirrenden Lichtern
auf leise glucksenden Wellen
zwischen Sternen und späten Zikaden

tiamo! und brauchen doch keine Worte
für unser Glück – Stille







veredit©Isabella Kramer 2011


Safe Creative #1109240128143


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