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Der Wind in den Eichen






der wind in den eichen 
ruheloser gast in dunklen träumen
schläfst du nie 

nein - bringe ich doch veränderung
und auf meinem rücken die kraniche
heimwärts in den baldigen frühling 

stürmischer freund 
blass sie hinweg die gierigen
die die nie ruhe geben alles haben
und doch nie genug 

nun ich werde tun was ich stets tat
ich umkreise diesen wunderbaren 
planeten seit äonen und doch verstehe
ich euch menschen kein bisschen 





veredit©isabella.kramer22


 

wir wollen

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wir wollen keine masken tragen
könnten nicht atmen darunter
was wunder wie gut das schon
seit ewigen zeiten funktioniert





veredit©isabella.kramer20


Photo by John Noonan on Unsplash


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bloßgelegt

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die masken fallen
nie traf etwas 
so punktgenau den kern 
wie zur zeit 



veredit©isabella.kramer20 


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ausgesprochen




wenn es erstmal heraus ist
muss es eben auch draußen 
bleiben
ob es will oder nicht
ausgesprochen 
neumalklug 
oder ausgebrochen
herz- und verstandlos

all das 
um uns herum 

ausgesprochen

ausgesprochen 



veredit@isabella.kramer


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Entfolgen

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kann man entfolgen wen man nicht kennt 
disliken was man nicht versteht 
zählt nur der akt das zeichen 
disteln zu säen auf trockenem boden 
wo sowieso kaum noch hoffnung wächst 
scharfkantige scherben sich unter die dünne haut schieben
 und nur noch der weg hinter den zaun offen ist




veredit©isabella.kramer2018


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kein Rilke zum Advent

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kein rilke zum advent 


nichts treibt mich in den winterwald
es fehlen hirt und flockenherden
november schließt mit nassem dunkel 
und frieden wird’s wohl nie auf erden





veredit@isabella.kramer15




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Lebenshunger

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in den Städten sehe ich keine Wege
nur Fluten, die stürmen, gischten und schäumen
Strudel nach oben, mehr noch nach unten
trüb braune Wogen, kein Ort bleibt den Träumen

Zeit, die ist hier seit langem verschwunden 
Unrast, Gewusel, ein ewiges Hasten
schneller und schneller dreht sich der Wahnsinn
einsam und grau schleppt ein jeder die Lasten

die er aus Sehnsucht sich selbst aufgeladen
schlingernd und stolpernd als Teil einer Herde
weglos verurteilt der Masse zu folgen
kein Himmel, kein Grün, nur gezähmte Erde

in den Städten sehe ich keine Wege
erst wenn blaue Weite mich wieder umhüllt
das Raunen der Wälder, das Glitzern der Flüsse
ist mein Hunger nach Leben gestillt





veredit©isabella.kramer14




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Marksky meint

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Marksky meint 


sollen sich doch die anderen streiten
wetteifern, grübeln, disputieren
dem trend nachspüren, die spur abschreiten
am eigenen safte sich goutieren

was schert es mich, mir grünt der mai
mit sonnenstund und regenschauer
mit fliederduft und heiteitei
entspannt sein war schon immer schlauer


ich brauch nicht viel, ein tütchen futter
die tauben teilen gern mit mir
die alte parkbank links vom luther
dient mir als frühlingshauptquartier


von dort lass ich dann ganz gelassen
den weltentrubel, trubel sein
die ein, zwei euro in den tassen
mehr als genug, das glück ist mein



veredit©isabella.kramer 2013



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Veröffentlichung - weniger bis meer




Endlich ist er da, mein erster Gedichtband - vereditiertes in Buchform !!!


mehr als 100 Gedichte und ausgesuchte Schwarz-Weiß Fotografien auf 130 Seiten in zwei verschiedenen Buchversionen (Hard- und Softcover) erhältlich ... einfach auf das Einkaufswagensymbol klicken, einige wenige Exemplare sind noch über mich persönlich erhältlich (Emailadresse s.  Profil oder Autorenvita)

viel Freude bei der kleinen Vorschau!

Brokers Safe Haven

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Armut kommt von Gier nach Reichtum 
von der Sucht nach noch mehr Macht 
von dem Wahren seines Vorteils 
Armut kommt nicht über Nacht 

Private Equity Erträge 
ausgepresst und optimiert 
Brokertanz auf dem Parkett
gnadenlos wird maximiert 

Dekadenz auf Luxusjachten
ganz egal der Weg dorthin
klirrend kalte Traderseelen 
nur das Prassen macht noch Sinn 

noch mehr Gold auf Schweizer Konten 
noch mehr Land, egal wofür 
Edelpartys in Palästen 
Skrupel bleiben vor der Tür 

kein Gedanke wird verschwendet
an den Preis, den andere zahlen 
Charity für das Gewissen 
sollen doch Gottes Mühlen mahlen






veredit©08


Safe Creative #1110140297624

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Farbenhunger

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in all den glänzenden Reizen
den Massen, die als Leichentuch
das alte Jahr bedecken
mit Sternen, Diamanten
nicht geizen – 

fehlt mir etwas




veredit©11






Safe Creative #1101028183467

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Ene mene Mu

eine Buchneuerscheinung  ist dieser wunderbare Lyrik- und Prosaband, eine Anthologie voll zarter, bewegender, aber auch erinnernder Texte und Gedichte an der ich als Mitautorin teilhaben konnte:


und Kind bist du.

"Warum ausgerechnet dieses Buch?
Eine Frage, viele Antworten. Weil es mir gut geht und ich helfen möchte. Weil es zu viel Ungerechtigkeit und Elend gibt. Weil die einen alles haben und die anderen wenig bis gar nichts. Weil ich frei bin und andere sind versklavt. Weil ich und alle, die ich kenne, genug zu essen haben, aber entsetzlich viele Menschen verhungern. Weil es Freude macht, anderen eine Freude zu machen.

Natürlich kann ein Buch nicht wirklich das Elend der Welt nachhaltig zum Guten verändern, aber es ist ein Tropfen Hoffnung und Hilfe in einem Meer der Gleichgültigkeit. Ich machte die Erfahrung, dass oftmals bei noch so gut gemeinten Spendenanthologien, das mühsam eingelesene Geld nur zu einem kleinen Teil die eigentlich Betroffenen erhalten. Zu viele administrative Handlungen dazwischen führen zu einem jähen Schrumpfungsprozess, was uns in jüngster Vergangenheit mediengeil vor Augen geführt wurde.

Da erinnerte ich mich an Otto Tausig, der seit unzähligen Jahren seine dazuverdienten Honorare an die Entwicklungshilfe der Künstler des Entwicklungshilfeklubs spendet. Der sogar im Rollstuhl in der Wiener Oper mit dem Körberl Geld sammelte und stets betont, dass sie (der Klub) das Geld 1:1 an die Hilfsbedürftigen weiterleiten.
Sehr schnell fand sich eine wundervolle Gruppe an Autoren/innen aus verschiedenen Lyrikgruppen zusammen und wir schrieben und schrieben und schrieben …
Ich denke, wir haben ein gutes Buch gemacht, und hoffe, dass Sie viel Freude beim Lesen haben werden. Für uns wäre die größte Freude und Anerkennung, nicht den Olymp der Dichter zu erobern, sondern so viele Bücher wie möglich zu verkaufen, damit wir unsererseits das eingenommene Geld 1:1 an die Entwicklungshilfe der Künstler und den Entwicklungshilfeklub weitergeben können, die dann ihrerseits echte und direkte Hilfe den Bedürftigen angedeihen lassen.

Bitte seien Sie so großzügig und kaufen Sie noch ein paar Bücher für Freunde und Verwandte, empfehlen Sie unser Buch weiter, damit wir viel Geld einnehmen und konkret helfen können. Das ist unser Anliegen.

Kurt Rintelen, Autor"

Zum Preis von 16,90 ist das 212 Seiten starke Werk mit anspruchsvoller Lyrik und Prosa zu bestellen bei Kurt Rintelen in Wien, unter der E-Mail Adresse: rintelen@aon.at

oder über die web-site des Verlages:TD Textdesign

oder bei Amazon: Ene mene Mu und Kind bist du


Eine erste Lesung des Buches in Wien, mit dem berühmten Otto Tausig und Kurt Rintelen.
Am 15. Mai lasen Otto Tausig und KH Rintelen - der Herausgeber der Anthologie "Ene mene mu und Kind bist Du" - aus diesem soeben erschienenen Band. Der Reinerlös der Lesung floß der Entwicklungshilfe der Künstler und dem Entwicklungshilfeklub zu. Hier einige Ausschnitte:

Lesung im Literatur Café Lhotzky Literaturbüffet

Sturmwarnung





---------------wenn die Flut kommt
---------------und das Gold
---------------dem Blei weicht
---------------die Möwen landeinwärts
---------------fliegen, Tag und Nacht
---------------sich tosend auflösen

---------------wenn der Mensch schwindet
---------------und die Grenzen
---------------neu gesteckt werden
---------------im alten Chaos
---------------zählt Zeit nichts -
---------------Worte noch weniger



---------------veredit©09






---------------Safe Creative #0911154884623

Kinderglück in Ternopil

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Die U-Bahn donnert durch den Limbus
Frostnacht zerrt an den Plastikdecken
‘ne Tüte Schnüffeln für den Genuss
soll‘n doch die Ratten erst verrecken

nett ist’s im Vorhof unserer Hölle
hier biste sowas von allein -
sollt‘ dich der Kohldampf doch mal quälen
dann ziehste noch ‘nen Propper rein

die Erde ist bestimmt ne Scheibe
und hier steht man an ihrem Rand
doch besser diese Elendsbleibe
als ständig Glück von Vaters Hand

zu Futtern gibt es hier und dort nischt
der Tod zieht jede Nacht die Runde
wenn dann dein Freier auch noch aufmischt
dann geh‘ste kläglich vor die Hunde

man schätzt wir sind so 40.000 -
Ukrainer war'n mal richtig satt
wir hatten Korn und konnten schmausen
nu wer'n nur noch die Bonzen satt



veredit©08




das Foto commons wikimedia The game of the morra in Naples - Photo by Alinari bros. Street children playing morra in Naples in 1890