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in unbesternten Nächten

 



in unbesternten Nächten


an deiner halsbeuge zu ruhn
dem sturmgebraus
fast träumend lauschen
wo keine furcht mich finden kann
kein unheil droht wo liebe wohnt
im warmen sicher sein geborgen
immerdar 

um keinen preis der welt
würde ich tauschen



veredit©isabella.kramer25



einmal mehr inspiriert von meiner lieben unvergessenen Mo. - Monika Kafka 1960 - 2014 



Keinen Herbst - no autumn

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keinen herbst
für mich bitte 
ich habe immer noch 
meine sommer


no autumn 
for me please
I still have
my summers 

veredit©isabella.kramer2018





warme schatten lagen
in den grossen beugen
des vergehenden sommers
ich nahm die erinnerung
an warme tage und nächte
als ein grosses geschenk mit auf den weg
und nährte die leise sehnsucht
in den grossen beugen
dunkler nächte




© Hermann Josef Schmitz


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ins Abseits

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ins Abseits


der winter droht mit sturm und kurzen tagen
so fass ich den alljährlichen beschluss
will mich ins abseits legen und nur schlafen
nie wieder aufstehen
höchstens wenn mein körper meint ich muss

will um mein winterbett zahllose kerzen stellen
berge von büchern horten ungelesen magisch, stets neu 
beides soll mir die lange nacht erhellen
denn abseits soll meines lebens neue mitte sein 
kein anspruch einfach still und meiner selber treu

blätter will ich aufstapeln ganze wälle
 unschuldsweiß wie schnee mich schützend bergen
doch recht gedacht für altgefühlte wortgeBilde 
adieu ihr freunde, bleibt mir treu 
ich geh …. 






veredit©isabella.kramer15 






inspiriert von Hermann Josef Schmitz "Abseits" 

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nachtweit

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„hinaus gehen
in die weite der nacht
bis wir die sterne
beinahe fassen können“ 





nachtweit 


in diesen nächten wenn
der sturm die sterne tanzen lässt
worte sich samtblau schweigen
und regen die leuchtenden
scheiben nässt

dann sollten wir sie fassen
all die liebe
derer die welt
so dringend bedarf

sie tragen in die weite
der nacht schützend die flammen
im herzen bewahren teilen
geben und nähren
denn es ist heilige nacht 





veredit@isabella.kramer2014




Nehmt Euch während der kommenden Feiertage Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Genießt die ruhigen Augenblicke mit Euren Freunden und Euren Lieben.
Das Geheimnis der Weihnacht besteht darin, dass wir auf unserer Suche nach dem Großen und Außerordentlichen auf das Unscheinbare und Kleine hingewiesen werden.
Möge das Wunder der Weihnacht Euch umgeben und durch das neue Jahr begleiten.


von Herzen Eure 


 isabella











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Hingemalt

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Wähle Farben der Liebe und male sie
...
- Hermann Hesse 



dies ist ein Tag, wie hingemalt
schon in der Früh die Nebelfelder
das Licht nur Ahnung 
Schweigen, Stille
ein Hauch von Farbe - roter, gelber 


und erst der Sonne Sieg 
Goldfäden schweben 
gleich Melodien zart gewebt
von herbstverliebten Spinnenfrauen
Magie, unsagbar sanft vom Wind bewegt


sie ihre ganze Kraft entfaltet
ein Strahlen, Lächeln, sich Verstehen
ich schau dich an und kenn die Antwort
ein Glück für die, die Glück noch sehn









veredit©isabella.kramer 





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das zauberwort


In Wortfächern kramen
ein Zauberwort turnt.


Ilana Shmueli




weiß um das zauberwort
um seine ganze kraft
ohne scheu will sie
genutzt werden

ausdrücklichst
buchstabiert sein

nicht ängstlich
verschlossen
verkümmert
verdammt

sondern silbe für silbe
versprochen
verkostest
verschenkt

weiß um das zauberwort
mein lieb und leg es dir
ins herz















veredit©isabella.kramer14








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aufgespart




die farben gewendet
lichtlinien laufen
hautinnenseits warm

augentiefes verstehen
weiß der weg
das schwarz dichte ich
einfach fort



veredit©isabella.kramer2013



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kein abenteuer

,



ach, wär‘ die welt noch überschaubar
die sehnsuchtslinien klar begrenzt
und der heimweg breit und eben


die segel weiß und gut gefüllt
mit worten machtvoll und stark
sturmfest und unverrückbar


der wind ein freund und nicht
beißend voller sand immer
von vorn mit scharfen zähnen


so wäre es keine kunst
kein abenteuer
das im spiegel lächelt ungewiss






veredit©isabella.kramer2013






angeregt durch das wundervolle Gedicht: Überschaubar von Herman Josef Schmitz
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Buoni Proposite








buoni propositi


so bunt will ich die himmel malen
das glück aufspannen zwischen alten gassen
spaghetti vongole mit meerblick
und liebesstreit aus offenen fenstern


dem süden neue namen geben
wörter schreiben auf warme wände
nackte zehen auf piniennadeln
und zikaden opern in samtnächten


zeit verlieren im endlosen azur
auf steilen treppen heimliche küsse tauschen
alle pläne und vorsätze vergessen
immer deine hand in der meinen








veredit©isabella.kramer 2013




dieses Gedicht hat beim 1. Lyrikwettbewerb auf dem
Dichterplanet den 1. Preis gewonnen hat.



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einem freund gewünscht



in offene arme
sollen sterne fallen
aus gischtenden wogen
feingewebte träume
zeitwandeln 
hier und morgen
frei jedes vorsatzes
felstief gegründet
stark und winderprobt
ein suchend gefundenes herz
die wolken schneeig
der wind seewärts 
perlen in blau und grün


dies alles für dich und meer







veredit©isabella.kramer 2013




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tilias lied

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unter den linden
dein gekräuseltes wort
- ©monika kafka


tilias lied

ich will raue rinde
schälen bis das weiche
weiße gesicht
jahresringe
lächelnd mir zuneigt
innenbloß –

will blatt für blatt
herz um herz
windkinder
nicht dein, nicht mein
und doch das uns
flügelnde wünsche
ans morgen

streu gold duft
in wolken
lass dein wort
lockung und festes
versprechen frei
tanzen mit dem südwest
der den herbst nicht kennt






veredit©11
Safe Creative #1107229723402
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verlorene zeit

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den weißen dünenweg
der himmel blaugeglänzt
ich säume/ immer noch
liebentlang ¹ /die föhren

tragen noch unsere
namen eingeritzt
rinde rot und schwarz
aber die berge und die see


zwischen reden und tun
liegt das meer
²



trennen seiten
beim weißen dünenweg
nur himmel blaugeglänzt
die föhren tragen tränen

lieben und nicht geliebt
werden/ ist verlorene zeit
³











veredit©isabella.kramer 2011

Safe Creative #1103188759179




Anmerkungen:

Die Gedichtzeile: ich säume liebentlang¹
entstammt einem Text von Else Lasker-Schüler:
*siehe*

die beiden kursiven Verse ² und ³ sind Sprichwörter aus Italien -

im Original ² - "Tra il dire e il fare c'è di mezzo il mare."
im Original ³ - "Amare e non essere amati è tempo perso."


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