gerader Weg


ziehst mein
Sehnen
ins Licht

weist meiner
Hoffnung
Richtung

umfängst
mich mit
Harmonien

lenkst
zielgerichtet
meine Schritte

ausatmend lasse
ich die Kurven
gern hinter mir



veredit©28.10.08

Windträume





bietest dem Sturm die Stirn
flüchtest nicht vor dunklen Wolken

nie lässt dein Blick unser Meer
gleitest ohne jeden Flügelschlag

furchtlos nah selbst größten Wellen
gegen den Wind - mir entgegen






veredit©25.10.08/29.09.09

Sog ins Dunkel





Sog ins Dunkel


unerreichbare
Myriaden von Sternen

statt Schlaf dämmert Furcht
Einsamkeit öffnet die Nacht
gleite den Abgrund hinab




veredit©isabella.kramer
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Liebe?

Liebe?

mit dem Thema bin ich durch.
Soll ich blind durchs Leben laufen
oder grinsend wie ein Lurch,
um dann eines schönes Tages,

aufzuwachen und zu denken,
was tun dieses Typens Sachen
nur in meinen Lebensschränken?

Liebe?

davor bin ich gut geschützt.
Hab jetzt einen dicken Panzer
dornbewehrt, ob er auch nützt?

Ganz aus Stahl ist er gebaut.
Nicht vergessen ist mein Schmerz.
Narben sind’s wohin man schaut.

Liebe?

kann mich nicht mehr locken.
Solln sich andere doch verirren.
Herz bleibt kalt und Augen trocken.





veredit©

Anziehung






lautlos
sinke ich



dem Grund
entgegen



Perlmutträume
warten





veredit©18.10.08

genau betrachtet








aufs feinste
gesponnene
Fäden


weisen
unseren Weg
zueinander


kleiden
überraschend
Strukturen
in neue Gewänder


filigranes
Netzwerk
verbindet stabil


endlose
Entfernungen
überbrückt


von
glasklaren
Elementen


perfekter
Schönheit


wir verfangen
uns gern




veredit©12.10.08

Steilküste




Tausend Nächte
suchte ich dich


schlaflose Blicke
strandwärts


sandte die weißen Späher
hinaus aufs Meer


glücklose Heimkehr
mahnte innen


als die Sonne
heraufzog


warst du
immer bei mir


der Fels unter meinen Füßen



veredit©15.10.08