Herbstgedanken






herbstgedanken


oktober ist noch nicht vergangen
da klopft das dunkle an die tür
das grau das ganze tage füllt
bleischwere müdigkeit will mir
die glieder lähmen freude kürzen
lässt tränengleich die blätter fallen
herbstnebel verschlingt schier ganze tage
tristesse im überfluss in allem
doch nicht für mich - ganz außer frage
dem allen wohnt ein zauber inne
ihn sehen heißt ihn anzunehmen
bereichert er mir herz und sinne
wappnet für das was kommen mag

wir haben uns
die welt bleibt draußen
dein herz an meinem 
tag um tag 




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Autumn

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  autumn—
 
the
sound

 of
a falling
leaf



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awarded as a cherita lighthouse


ai li. night market (S.56). empty press. Kindle-Version. 23.Feb. 2023







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In aller Stille

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In aller Stille 


nebelmorgen der see atmet in kleinen wellen den neuen tag alles leise alles gedämpft von der anderen seite das nebelhorn unirdisch nah und doch fern auch keine töne geben ein gedicht und in allem herbst bist du 




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Herbstgabe




Herbstgabe


auch mein dunkelsein will ich dir schenken
das zwischen wäldern aus der stille mir geboren
das blätterfallen und das unsichtbare nebeln
über den heideflüssen und norddeutschen mooren
die ein fester teil mir sind wie du geliebter
und so nimm das dunkle in mir mit in kauf
es ist eng verwandt mit allem lichte in und um uns
es ist ein teil der liebe und des lebens lauf




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Septemberabschied

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Septemberabschied


die letzte heide ist verblüht
einsamkeit kleidet jetzt die braunen fluren
spinnweben fangen morgentau in silber
wildgans und kranich ziehen am himmel
ihre spuren es ist so still man hört das seufzen
der natur die ihren pulsschlag reduziert
ja fast schon schläft die alles fallen lässt 
was will sich nie geniert die dinge hinnimmt
die man nicht mehr ändern kann der rest wird
einfach überwachsen die zeit die kommt
die zeit die geht und mit ihr nehmen auch wir
uns die gelassenheit die unserer liebe wohl gebührt
und wandern hand in hand wohlwissend
um die unausweichlichkeit des endes doch fürchten
wir sie nicht des winters nahe dunkelheit 


die letzte heide ist verblüht





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Gartennotizen, 24. September 2023

 



herbstanemonen von jahr zu jahr werden es mehr als schon jede hoffnung verschwunden war tauchten sie auf erst zögerlich ein zwei und dann immer mehr und mehr filigrane meisterwerke stets der tiefer stehenden sonne zugewandt kleine kunstvolle schalen voller licht wissend um die poesie der anmut und einmal mehr bin ich dankbar und denke

offen sein für das was zählt



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Heideseen

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spätsommer stille fädelt sich durch wisperndes schilf nur die wasserläufer und wir himmelblau oben und unten und ein glitzern auf den seen als würden nixen uns locken eintauchen staunen über weichheit und wärme loslassen wir treiben dahin einfach so vergehen im klar bis zum grund das glück der letzten sommertage



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