in aller Unschuld

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in aller unschuld

heut stand ich
neben
dem weihnachtskarussell
und schaute
meiner kindheit
beim lachen zu





in all innocence

today I stood
next to
the Christmas carousel
observing
my childhood
while laughing





veredit©isabella.kramer2016



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Stürmisch

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wild treibt es der Wind
mit den alten Eichen
- die Birke haben sie mir ja genommen -
nun ist der Blick frei auf das Meer
tröste ich mich und der Wind lacht
durch die Lücke zahnlos charmant
sein Altmännerlachen
treibt es gleich noch mal so bunt
mit seiner wirbelnden Beute
dass einem vom Zusehen schon
ganz schwindelig wird

ich stelle mich ihm in den Weg
- wenn es sonst schon keiner tut -
lass mir den Herbst
um die Ohren pusten
grabe mit den Händen tief
den nächsten Frühling
in dein brüchiges Herz und
fühle meine Wurzeln wachsen
in diesem wilden Land





veredit©isabella.kramer2016 





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Winterrosen

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Winterrosen


es ist die Stille die den Herbst erfüllt
das Licht das müde ist vom Glanz
der Sommerglut es macht sich rar
versinkt in nassen Nebeln hüllt
uns ein in diese Stimmung
macht gewahr viel Zeit bleibt nicht
bis klamme Dunkelheit 
die Herrschaft übernehmen will
und trachtend greift nach Brüchigem
ob welkes Blatt 
gegebenes Wort oder gar Herz
es wird sich dem ergeben müssen
was da kommt

doch unsere Liebe schwindet nicht
sie nährt sich an der grauen Stille
wärmt und glüht ja sie erblüht
so schön wie Winterrosen eben blühen



veredit©isabella.kramer2016



published at "Selected Poems from the POETS Community" 




ein sehr intensives, wundervolles Antwort/Inspirationsgedicht
von Hermann Josef Schmitz findet Ihr hier



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im November

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im november

ungesagtes - 
im nebel verlorene
reste des jahres 




in november

unsaid -
lost in fog
year's leftovers





veredit©isabella.kramer2016 


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verdichtet

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verdichtet

herbst -
der ton
eines fallendes
blattes



compacted 

autumn -
the sound 
a falling
leaf





veredit © isabella.kramer2016




auch dann sagst du

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verführst mit sanfter stimme zum leben auf der hellen seite die jedes blatt ja hat findest noch im nebel kalter tage das lächeln eines neuen weges weit über die scharfkantigen abgelebten horizonte hinaus den ausgehöhlten worten zum trotz immer das meerblau in den augen und bis zum rand gefüllt mit der wärme eines offenen herzens das kummer nicht fürchtet winter nicht schreckt dem ja alles ist kann es doch selbst im dunkeln sein leuchten bewahren





veredit©isabella.kramer2016 




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im Oktober

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so ist die ernte eingebracht
der rücken arg gebeugt von all 
den guten gaben sonnenreifer
tage last gehortet für die kalte
zeit der augenlosen dunkelheit
entgegensehen stehen trotzen
dem band der himmelsreisenden
mit wundem herzen hinterher 
geschaut geträumt und mitgehofft
noch färbt der himmel sich zum
abend golden die wälder breiten
farben rauschen entblättern sich 
und leise leg ich meine hand
in deine nähe 







isabella.kramer©veredit2016 




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