das geschenk

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das geschenk


aufgereiht hab ich sie
die tränen
des letzten jahres
und in den nordwind gehängt
– er mag sie


nächtens flüstert er
ihnen eislieder zu
im trost erstarrt
funkeln sie mich an
- es kommt ein neues jahr










veredit©isabella.kramer 2012


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die zwölf - draußen und drinnen





unheimlich ist das reiterecho
die wilde jagd hat erst begonnen
am himmel treiben wolkenfetzen
wohl dem, der heim und herd gewonnen


raunächte - schütteln, heulen, knirschen
im sturmgebraus die toten rufen
schneewirbel rauben jede sicht
eissterne stäuben unter hufen


die fensterläden fest verschlossen
zum kerzenlicht der blick gewandt
man hört die herzen angstvoll pochen
greift tröstend nach der liebsten hand


nur zwei im raum sind unbeeindruckt
lang hingestreckt am warmen herd
die beiden grauen katzen schnarchen
im mausfangtraum ein pfötchen zuckt









veredit©isabella kramer2012



 .

Dezember

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Dezember

in rauen Nächten
legt Jahrzeit sich zur Ruh
der Himmel leuchtet still
und um des Friedens Willen
fällt mit frischem Schnee Weihnacht






veredit©isabella kramer2012 
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Liebe Freundinnen und Freunde in Nah und Fern, 

ich wünsche Euch allen von Herzen ein schönes, herzenswarmes, heiteres, harmonisches und besinnliches Weihnachtsfest voller leuchtender Augenblicke mit all den Menschen, die Euch lieb und teuer sind. Und einen gelungenen Jahresausklang mit zufriedenen Rückblicken auf das vergangene und positiven Gedanken und Gefühlen für das kommende Jahr 2013.

Ich danke Euch für all die langen Jahre hier, Eure lieben und anregenden Worte und Gedanken, Euer nicht nachlassendes Interesse an meinen Werken und die so positiven und impulsgebenden Rückmeldungen und freue mich auf die kommende Zeit mit Euch.

In warmer Verbundenheit Eure

isabella - veredit





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Hoffnung

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nackt und bloß
der erde haut und
in kummervollen falten
hat der schnee sich
nester gebaut

kein wärmendes licht
dringt in die tiefen
schutzlos schwindet
was in den köpfen
und herzen längst
verschollen

wo kämen wir hin
wenn immer alles
gut und leuchtend wäre?

vielleicht , aber nur vielleicht
würden wir
weihnachten erreichen




veredit© isabella kramer 2012 




Heimkehr

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eisige schneeschleier
umarmen das land
türmen weiße wälle gegen
fest verschlossene türen

fern schimmert
in stürmischer nacht
ein kerzenwarmes
lichtauge – vergaß ich dich?

lenkst zwischen
schwarzen fingern
die des himmels
sterne rauben

und aus tanzenden flocken
fällt kristallklares
erwachen mir zu
das leuchten bist DU






veredit©isabella kramer 2012







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Linderung




  
linderung 

nichts kann 
die bitterkeit 
so gut lindern 
wie kerzenlicht 
und der duft 
warmer kekse
äpfeln und tanne 
kommt noch 
chorgesang und 
glockenläuten dazu 
legt sich 
die weihnacht
gleich einem warmen 
wolligen tuch 
ums kalte herz 

hell blüht ein stern 
in der winternacht 





veredit©isabella.kramer 2012 



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gleitflug





weites aquamarin
umschmeichelt

wunschlos schäumt
gibt meer als es nimmt

zwei möwen über den klippen
getragen vom aufwind

du musst
nur daran glauben





veredit©isabella.kramer 2012




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