Hoffen



die wege sind uns verschlossen
die nähe wird zur gefahr
der himmel steht nur noch
den wolken und vögeln offen
natur lebt den frühling ganz bar
unseres miterlebens kaum
trau ich mich freude zu schreiben
der boden scheint schwankend
die zukunft dumpf vage
gefahr droht von allen seiten
nichts vor uns wird jemals
wieder so werden was wir noch
gestern alltäglich genommen
weltwandel mit härtester schrift
geschrieben die welt ist zu rund
um ihr zu entkommen

wir treffen uns
jenseits der weißen wolken
dort sind unsere wege offen
sie liegt in uns
diese kraft für morgen
ich zähle darauf
nennt ihr es hoffen


veredit©isabella.kramer



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verströmt

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aus allen himmeln strömt
das licht ins reine leben
öffnen sich die ersten zarten
narzissen primeln und
brautspieren mit den weißen
tröstend schönen armen
im frühlingsgarten umhüllt
versprechend zärtlich dich
und mich ein ahnungsvolles
werben um das kleine bisschen
glück geschenk des tief gelebten
augenblicks es gilt sagt mir
der anblick deines lächelns
und es ist aus allen himmeln
strömt das licht


veredit©isabella.kramer20



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verzagt

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im Corona Frühling 2020 
verzagt
traut sich das wort
nicht aus geschlossenen
mündern

ganz unverzagt
ja hoffnungsvoll
wie's frühlingshafter
gar nicht geht
erschallt aus nachbars garten
das lachen kleiner kinder
die fang-mich spielen
und fröhlich kichern
wenn eins das andere
berührt


veredit©isabella.kramer


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die iden des märz - manische knospen

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unterlegt mit fehlenden worten
tau wagt sich ins frühlingsgeäst
wirrsinn trotzt ahnungsvollem dünkel
die nebelraben geben ein depri-fest

würde der würg in die faust gehustet
ach, könnte man/frau es nur wagen
wolkenschiffe einfach so weggepustet
nachtgestirnt der glitzernde große wagen

gerümpel des wahnsinns treibende knospen
glück oder unglück muss drinnen bleiben
zaungäste trollen sich unerwünscht
wer sich fürchtet der sollte nicht schreiben




veredit©isabella.kramer2020



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Kirschblütenzweige




kirschblütenzweige
schon das wort duftet
nach frühling und leben

webt sich dann noch
das licht hinein 
ist es das schönste gedicht
was ich mir denken könnte

atmen und sein

verstrickt in rosa wolken
dem einen die sinne schenken
ebenso nahbar
wie zärtlich offen

aus blassblauem himmel
wehen die heiseren rufe
 der gefiederten heimkehrer

herzweites sehnen
bis zum fernen horizont
und darüber hinaus

ich bin und ich lebe
unter kirschblütenzweigen 



veredit©isabella.kramer20

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Der Ruf



der Ruf


heut bin ich ans meer gegangen
mir war als ob es mich rief
der himmel war bleiern
von wolken verhangen
der sturm kam
getrieben vom tief
aus west türmten wellen
wie berge so hoch
doch ich stand
und lauschte dem tosen
die augen voll salz
das herz schwer und nass
so winzig vor all diesen großen
gewalten die mich an den platz
verweisen den einzig das leben
mir gab so werde ich ewig
vom meer gerufen
so lang ich das leben hab


veredit©isabella.kramer20


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